ZDF-Sendung "Die Anstalt" vom 16. Mai 2017: Das ArbeitnehmerüberlassungsgesetzIm vergangenen Jahr ist zum 1. April das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz in Kraft getreten. Unter anderem sieht dieses eine Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten vor. Was war das Ansinnen der Bundesregierung dahinter? Die Politik wollte eine Regelung schaffen damit mehr Zeitarbeitnehmer von Kundenunternehmen übernommen werden. Wie sich heute zeigt, eine Fehleinschätzung. Mitarbeiter in guten Einsätzen, beispielsweise mit Branchenzuschlägen, müssen nach 18 Monaten den Einsatzort wechseln, weil sie nicht länger an das Kundenunternehmen überlassen werden dürfen. (…) Der Randstad Betriebsrat fordert im Interesse aller Kolleginnen und Kollegen ein Ende der Regulierungen. Die Zeitarbeitsbranche in Deutschland ist ein unverzichtbares Flexibilisierungsinstrument und bietet vielen Menschen – auch geringer Qualifizierten –  attraktive Einsätze, faire Entlohnung nach Tarifvertrag und interessante Weiterbildungsangebote. Die Zeitarbeit in Deutschland braucht keine weiteren Regulierungen…” Petition am 1.11.2018 bei Randstad externer Link und als Petition 83888 an den Bundestag externer Link – es ist eindeutig die falsche Antwort auf das absehbare Personal-Karussell zur Vermeidung des Equal Pay, nötig wäre statt dessen, die Höchstüberlassungsdauer auf den Arbeitsplatz zu beziehen, statt auf den Leiharbeitnehmer (oder die Leiharbeit zu verbieten!)… Siehe dazu eine Position aus dem Lager der Sklavenhändler:

  • “Zwischen Wissen und Können liegen Ozeane”: Lasst uns diese Petition groß machen. Warum diese Petition? Warum unterstützen Arbeitgeber eine Petition des Betriebsrates einer Zeitarbeitsfirma?
    Eigentlich ist die Antwort klar, wenn auch nicht auf den ersten Blick. Wir Unternehmer sind froh um jeden Mitarbeiter, der langfristig bei uns arbeitet und mit uns zusammen Ertrag erwirtschaftet. Also sind die Interessen unserer Arbeitnehmer unsere eigenen Interessen. Alles, was denen zuwider läuft ist auch für uns nicht dienlich. Und hier klemmt das Hirn der Politik. Es war gut gemeint, aber schlecht gemacht. Hätte man uns Unternehmen zum Gesetz befragt, wäre herausgekommen, dass §8 AÜG total in unser Sinne ist und wir keinen Widerstand leisten. Gegen die Überlassungshöchstdauer hätten wir Widerstand geleistet. Da die Klagefrist vorbei ist, begrüßen wir ausdrücklich diese Petition von dem BR von Randstad. Sie ist der einzige Weg, die Politik noch einmal zum nachdenken zu bewegen…” Beitrag von Thorsten Rensing vom 7.11.2018 bei SR-Zeitarbeit externer Link (Thorsten Rensing betreibt die Staff Rent-Zeitarbeit GmbH und ist ehrenamtlicher IGZ-Funktionär)

Siehe zum Thema Höchstüberlassungsdauer im LabourNet Germany: