WSI zieht erste Tarifbilanz 2017: Tarifabschlüsse zwischen 2 und 3 Prozent

Niedriglohn: Habe Arbeit, brauche Geld“Die Tarifabschlüsse 2017 sahen in den meisten Branchen für dieses Jahr tabellenwirksame Tarifsteigerungen zwischen 2,0 und 3,0 Prozent vor, mit einem Schwerpunkt um 2,5 Prozent. Die Mehrzahl der Tarifabschlüsse hat eine mehrjährige Laufzeit und sieht weitere Tariferhöhungen für das kommende Jahr 2018 vor, die sich überwiegend zwischen 1,7 und 2,5 Prozent bewegen. Das zeigt eine erste Tarifbilanz des WSI-Tarifarchivs der Hans-Böckler-Stiftung für die Tarifrunde 2017. (…) Der Anstieg der Verbraucherpreise wird in diesem Jahr mit rund 1,7 Prozent wieder deutlich stärker als in den Vorjahren ausfallen. „Die höhere Preissteigerungsrate führt zu einem geringeren Reallohnzuwachs. Auf das ganze Jahr 2017 gerechnet ist mit einer realen Steigerung der Tarifverdienste von bis zu 0,8 Prozent zu rechnen“ sagt der Leiter des WSI-Tarifarchivs Prof. Dr. Thorsten Schulten…” Pressemitteilung vom 18. Dezember 2017 bei der Hans-Böckler-Stiftung externer Link (mit Link zu einer detaillierten Tabelle) und nun die “Bereinigung”:

  • 2017 steigen die Tariflöhne nominal um 2,4 Prozent – Real erzielen die Tarifbeschäftigten ein Plus von 0,6 Prozent New
    Die Tariflöhne und -gehälter haben im Jahr 2017 nominal im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt um 2,4 Prozent zugelegt. Nach Abzug des Verbraucherpreisanstiegs von 1,8 Prozent ergibt sich daraus ein realer Zuwachs der Tarifvergütungen um 0,6 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die Bilanz der Tarifpolitik des Jahres 2017, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung heute vorlegt. „Da die Inflationsrate wieder spürbar höher ist, fällt der Reallohnzuwachs 2017 im Vergleich zu den Vorjahren deutlich geringer aus“, sagt der Leiter des WSI-Tarifarchivs…” Tarifbilanz des WSI-Tarifarchivs vom 11.01.2018 externer Link
  • Siehe dazu auch: Reallohn-Bilanz 2017: Tarifbeschäftigte machen nur Mini-Plus
    Die Löhne stiegen, die Inflation auch. Unterm Strich hatten Tarifbeschäftigte im vergangenen Jahr deshalb nur 0,6 Prozent mehr in der Tasche. Je nach Branche gab es jedoch erhebliche Unterschiede…” Beitrag vom 11.01.2018 beim Spiegel online externer Link