Im Kampf um 15 Dollar Mindestlohn – jetzt auch die Uber-Beschäftigten dabei. Und Tausende in den Flughäfen quer durch die USA

29.11.2016 in New York Mindestlohndemo

Auch in der BRD ist er heutzutage bekannt: Der Black Friday. Sozusagen das amerikanische Gegenstück zum guten alten Winterschlußverkauf, nur eben nach dem Erntedankfest – als „Super-Einkaufstag“. In den USA allerdings zunehmend auch als „Super-Aktionstag“ – wenn auch dieses Jahr in Wirklichkeit ein paar Tage später. Was vor einigen Jahren als Protest einiger Hundert Beschäftigter vor allem von McDonalds begonnen hat, ist heute in den USA zu einer regelrechten Massenbewegung geworden, einer von zwei landesweiten Aktionstagen im Jahr  – an der sich auch immer mehr Menschen beteiligen, die in allen möglichen Bereichen des Kapitalismus zu prekären Bedingungen für einen Hungerlohn arbeiten müssen. Waren in den letzten Jahren zu den fast food-Aktiven bereits verschiedenste Gruppen aus dem Reinigungsbereich oder dem Pflegebereich hinzugestoßen, so war dieses Jahr sowohl die Beteiligung von Uber-Beschäftigten, als auch die massive Beteiligung verschiedener Berufsgruppen aus der Flugwirtschaft auffallend. Siehe dazu eine kleine Materialsammlung – inklusive Hintergrundbeiträge:

  • „O’Hare workers to strike on nationwide ‘Day of Disruption’“ am 29. November 2016 bei der CNBC externer Link ist die Meldung über den beschlossenen Streik am Chicagoer Flughafen, den 500 Beschäftigte aus verschiedenen Bereichen organisierten: Gepäckauslieferer, Reinigungsangestellte, Kabinenreinigung und BehindertenhelferInnen gehörten dazu. In der Meldung wird unterstrichen, dass der Streik in Chicago zwar der einzige offiziell beschlossene Streik an diesem Tag sei, dass aber in 18 weiteren Flughäfen der USA ebenfalls Protestaktionen organisiert wurden, wie etwa in Boston, Washington, D.C., Denver, Atlanta, Seattle und Los Angeles.