Arbeitszeit: Weniger als 40 Stunden reichen

Initiative "Arbeitszeitverkürzung jetzt!"“Geht es um die Lohnarbeit, gilt für viele Beschäftigten: Weniger ist mehr. Die Zeit im Betrieb zu reduzieren gelingt aber nur einer Minderheit. (…) Jeder zweite Beschäftigte in der Bundesrepublik ist mit seinen Arbeitszeiten unzufrieden. Das legt eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung nahe, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Grundlage des Papiers »Arbeitszeitwünsche und ihre kurzfristige Realisierung« ist eine Befragung unter jeweils mehr als 10.000 Arbeitern und Angestellten in den Jahren von 2011 bis 2014. Zentrales Ergebnis der Studie: 53 Prozent der Werktätigen würden ihre Wochenstunden entweder reduzieren oder erhöhen. Doch auch nach drei Jahren gelingt das einer Mehrheit von ihnen nicht. (…) Weder in der Erhebung noch in der Mitteilung der gewerkschaftsnahen Stiftung wird hingegen eine andere Möglichkeit erwähnt: die Reduzierung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich hin zur 35-Stunden-Woche. Dabei hat das Ringen um ein Weniger an Lohnarbeit durchaus Tradition bei den BRD-Gewerkschaften. So findet man unter den »Meilensteinen der Tarifgeschichte«, die sich auf der Website der Stiftung finden lassen, auch die Erinnerung an einen Streik der IG Metall im Jahr 1984. Tausende Beschäftigte traten damals in den Ausstand, um die 35-Stunden-Woche durchzusetzen…” Beitrag von Johannes Supe bei der jungen Welt vom 27. Juli 2016 externer Link. Siehe dazu