jetzt die Streikerei endlich sein lassen, aber niemand tut es. Und auch in diversen anderen Branchen gibt es Streiks, auch wenn der Transportarbeiterstreik gerade beendet wurde. Im Bergbau meldet sich immer mehr das "Koordinationskomitee" zu Wort, das sich um die Grundforderung 12.500 Rand für alle als Mindestlohn zusammenfand. Über die Anstrengung der NUM, die Streikwelle zu beenden berichtet in "NUM spent R1m of own money in bid to end wildcat strikes" Allan Seccombe am 15. Oktober 2012 im Business Day. Darin wird Baleni so zitiert: "Workers are losing salaries, jobs may potentially be lost and the economy could be in trouble" - also die Streiks bringen Lohnverluste, vielleicht Arbeitsplatzverluste und die Wirtschaft hat Probleme. Wer solche Freunde hat... » weiter
 
"Nach einem dreiwöchigen Streik von Lkw-Fahrern in Südafrika haben Arbeitgeber und Gewerkschaften eine Einigung erzielt. Die für die kommenden drei Jahre geltende Einigung werde der Branche für lange Zeit Stabilität bringen, erklärte der Verhandlungsführer der Lastwagen-Fahrer, Dave Behrens, am Freitag. Die Vereinbarung sieht gestaffelte Lohnerhöhungen zwischen acht und zehn Prozent vor. Auchder Arbeitgeberverband RFEA zeigte sich zufrieden mit der erzielten Übereinkunft. Die Gewerkschaften erklärten den Streik noch am Freitag für beendet" - die Meldung "Streikende Lkw-Fahrer in Südafrika einigen sich mit Arbeitgebern: Dreiwöchiger Ausstand damit beendet" auf Die Welt vom 12. Oktober 2012 » weiter
 
Dynamic Casting (in Guangzhou) ist Adidas-Zulieferer. Mindestens 69 Beschäftigte leiden an der Berufskrankheit "Hand-Arm Vibration" (HAV) - (eine Krankheit aus der "RSI-Familie" sozusagen), die bereits im Mai 2010 vom Markenunternehmen bei seinem Zulieferer festgestellt wurde - ohne dass bisher, ausser Zusicherungen alle würden untersucht, Wesentliches geschehen wäre - und ohne dass alle untersucht wurden. Firmeneigen organisierte Audits brachten kein Ergebnis - ein Anschreiben an Adidas vom Globalisation Monitor aus Hongkong allerdings auch nicht. Das Informationsschreiben "Globalization Monitor is writing to inform you" vom 16. Oktober 2012. » weiter
 

Cola. Eiskalt. Wie immer.

"Coca-Cola Hellenic, die umsatzstärkste Firma Griechenlands, zieht von Athen nach Zug. Von der griechischen Militärdiktatur in die Wirtschaftskrise: Die Geschichte des Cola-Abfüllers führt zu den Profiteuren des Umzugs..." - die Einleitung zu dem Artikel "Coca-Cola Hellenic: Wer vom Gesöff profitiert" von Theodora Mavropoulos, Carlos Hanimann und Kaspar Surber in der WOZ vom 18. Oktober 2012 » weiter
 
...meint immerhin Vasco Pedrina, Sekretär von Unia (und etwa Vertreter des SGB beim EGB) in dem Beitrag "Rank & File Participation and International Union Democracy" der im September 2012 bei der Global Labour University publiziert wurde. Schliesslich seien so Gewerkschaften entstanden - als Aktivität von Arbeitern auf der Arbeit und in ihrer Freizeit... » weiter
 
"Portugal stehen schwierige Tage bevor. Die konservative Regierung versucht gegen massive Proteste, die es auch Wochenende erneut gab, ihren Sparhaushalt durch das Parlament zu bringen. Sie hat den Haushaltsentwurf am Montag vorgelegt. Während die Regierung im Parlament die Details vorstellte, begann die Empörten-Bewegung am Abend mit der Belagerung des Parlaments. (…) Dass die Einkommenssteuer (IRS) um 30% erhöht werden soll, machte das für sie klar, weshalb sie erneut auf die Straße gehen. Wie bei den Ausgangsplänen wird das dazu führen, dass die Beschäftigten durchschnittlich im Jahr einen Monatslohn verlieren. Die Steuererhöhungen treffen auch Geringverdiener. Für sie wird der IRS um drei Prozentpunkte auf 14,5% erhöht, der Spitzensteuersatz steigt nur knapp von 46,4 auf 48%. Nicht einmal das Arbeitslosengeld wird ausgenommen, haben Medien berichtet, denen ein Haushaltsentwurf zuvor zugespielt wurde. Die 16% Arbeitslosen, ein neuer Rekord, sollen vom Arbeitslosengeld 6% abführen. Allein mit der Einkommensteuer will die Regierung von 2,8 Milliarden Euro zusätzlich einnehmen…" - aus dem Artikel "Sparhaushalt macht Portugal zum Hexenkessel" von Ralf Streck auf Telepolis-Blogs vom 16. Oktober 2012 » weiter
 
"Während die etablierten linken Parteien Italiens darüber diskutieren, ob sie die Sparpolitik unterstützen sollen, konstatieren außerparlamentarische Gruppen eine Schwächung der sozialen Bewegungen" - der Vorspann zum Artikel "Alle Wege führen zu Monti" von Catrin Dingler am 11. Oktober 2012 in der jungle world. » weiter
 
Die Egyptian Federation of Independent Trade Unions (EFITU) und der Egyptian Democratic Labor Congress (EDLC), sowie diverse linksorientierte Organisationen wie Egyptian Social Democratic Party, Egyptian Communist Party, Tagammu Party, Karama Party, Socialist Popular Alliance Party, Constitution Party, Adl Party, und die Egyptian Socialist Party sowie weitere haben am vergangenen Montag eine Allianz für eine neues Gewerkschaftsgesetz geschlossen. Dies ist, nach der Spaltung der unabhängigen Gewerkschaftsbewegung in zwei Föderationen, die erste große gemeinsame Aktivität der gesellschaftlichen Linken. Das alte Gewerkschaftsgesetz, noch aus Sadats Zeiten stammend, soll gestrichen werden und stattdessen ein neues erreicht, das Gewerkschaftsfreiheit und Streikrecht garantiert, sowie eine Grenze der Einkommensspreizung auf maximal 15:1. Die Pressekonferenz nach der Tagung wurde von dem zeitweisen Arbeitsminister Ahmad Hassan al-Borai geleitet, der in seiner Amtszeit einen Kurzentwurf für ein solch neues Gesetz hatte ausarbeiten lassen. "Independent unions declare new alliance" von Jano Charbel am 15. Oktober 2012 im Egypt Independent. » weiter
 
Fünf Aktivisten des Hafenarbeiterstreiks von Alexandria im Oktober 2011 sind in erster Instanz von einem Gericht in Alexandria zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden: Falls es auch in den nächsten Instanzen bestätigt würde, wäre es das härteste Urteil gegen Streikende seit Sadats Zeit. Die TeilnehmerInnen an der großen ersten Protestaktion sehen einen Wendepunkt gegen Arbeiter mit dem Amtsantritt des Arbeitsministers Azhary (von der Muslimbrüderschaft), berichtet Jano Charbel in "Workers protest against harshest sentences for strikers since Sadat" am 15. Oktober 2012 im Egypt independent. » weiter
 
"Mit einer Aufsehen erregenden Demonstration starteten die Protesttage somalischer Flüchtlinge am 10.10.2012 vor dem Bundesasylamt in Wien. Rund 300 Menschen kritisierten lautstark und friedlich die Menschen verachtende Praxis im Umgang mit somalischen AsylwerberInnen und forderten die Einhaltung der Menschenrechte. Ziel der Demonstration war das Parlament, wo der Protest bis Freitag 12.10. 15 Uhr in Form einer Dauerkundgebung weiter geführt werden wird" - so beginnt der Bericht "Gerechtigkeit für somalische Flüchtlinge – Kampagne vom 10.- 12. Oktober 2012 in Wien" von den Kollegen von LabourNet Austria vom 11. Oktober 2012. » weiter
 
Zwar schon älter, vom Mai 2012, aber eben trotzdem lesenswert: Die Solidaritätserklärung "NPSMK - Solidarity with the student movement in Quebec" des unabhängigen Studentenverbandes mit den kanadischen Studenten, die unterstreicht man habe denselben Kampf gegen Studiengebühren. » weiter
 

Total ausgepresst...

Der Yemen hat es ja, das arme Total nicht: Weshalb die Verträge der französischen Ölfirma mit der Regierung des "gegangen wordenen" Präsidenten Saleh bedeuteten, dass Total jährlich rund 2,8 Milliarden weniger an den Yemen (für Flüssiggas) bezahlte, als es dem üblichen Weltmarktpreis entsprochen hätte...Zahlreiche Proteste führten dann dazu, dass am 04. Oktober diese Verträge von der Regierung Hadi neu verhandelt wurden - der Preis wurde rund verdoppelt. Womit - und deswegen gehen die Proteste weiter - er ungefähr auf der Hälfte des aktuellen Weltmarktpreises lag. Die Blogübersicht "Yemen: Total's Unfair Gas Prices" von Noon Arabia am 17. Oktober 2012 bei Global Voices Online. » weiter
 

"Ein monströses Gesetz"

So bezeichnet Benedicto Martinez Orozco, einer der Vorsitzenden der Authentischen Arbeiter Front (FAT) den Entwurf für ein neues mexikanisches Arbeitsgesetz, dass der kongress gerade begonnen hat, 30 Tage lang zu debattieren. Der ausführliche Artikel "Mexico’s Labor Law Reform Sparks Massive Protests" von David Bacon am 16. Oktober 2012 bei In These Times hebt sowohl hervor was sich konkret im Gesetz ändern soll (weltweit üblich: Mehr "Flexibilität", also leichter entlassen und insgesamt die stets erträumte Kostensenkung), als auch wie das gültige Gesetz (etwa durch die Maquiladoras in den Sonderzonen) schon seit langem ausgehebelt wurde - und warum trotzdem der Widerstand so breit ist. » weiter
 
Kommentierte Presseschau von Volker Bahl vom 17.10.2012 » weiter
 

Retter im Hamsterrad

Kranke Banken, Schulden, Sparen, Rezession: Alle Versuche zur EU-Krisenbewältigung sind bisher gescheitert. Jetzt soll Zentralismus helfen. Artikel von Klaus Fischer in junge Welt vom 17.10.2012 » weiter
 

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