[20. Oktober 2018] Solidarität mit Istanbuler Bauarbeitern wächst – IG BAU-Veranstaltung in Köln mit türkischen Baugewerkschaftern

Veranstaltung der IG BAU  in Köln, 20. Oktober: „Bauarbeiter sind keine Sklaven – Solidarität mit den streikenden Bauarbeitern in IstanbulAm Samstag, 20. Oktober 2018 findet in Köln die erste Solidaritätsveranstaltung mit den Streikenden des Istanbuler Flughafens statt, an der auch ein Vertreter der Gewerkschaft Insaat Is teilnehmen wird. Mit dem Thema „Bauarbeiter sind keine Sklaven – Solidarität mit den streikenden Bauarbeitern in Istanbul“ werden um 16 Uhr im DGB Haus in Köln (Hans-Böckler-Platz) der Rechtsanwalt der Bauarbeitergewerkschaft, Kazim Bayraktar und der Kölner IG BAU-Vorsitzende Mehmet Perisan sprechen. Die IG BAU hat auch in einer zweiten Presseerklärung (die erste hatten wir im Zuge unserer ausführlichen Berichterstattung bereits dokumentiert) einen Brief an die türkische Regierung dokumentiert, mit dem die sofortige Freilassung aller inhaftierten Arbeiter und Gewerkschafter gefordert wird. Auch in der Türkei haben inzwischen an verschiedenen Orten Veranstaltungen statt gefunden, die der Solidarität mit den Bauarbeitern und dem Widerstand gegen die Repression galten. Siehe dazu das Veranstaltungsplakat, die neue Mitteilung der IG BAU über ihren Brief an die türkische Regierung und (als Beispiel) einen Veranstaltungsbericht aus der Türkei, sowie den Hinweis auf den bisher letzten unserer zahlreichen Beiträge. Und, neu:

  • Solidaritätsveranstaltung mit den Istanbuler Bauarbeitern auch in Frankfurt, am 21. Oktober 2018!New
    Am 21. Oktober 2018 um 14 Uhr findet in 60326 Frankfurt am Main im KAGEF, Frankenallee 152 eine weitere Solidaritätsveranstaltung mit den Bauarbeitern des Istanbuler Flughafens statt. Organisiert von der ATIF nehmen daran Murat Coban von der Gewerkschaft Insaat-Is und der Rechtsanwalt der Gewerkschaft Kazim Bayraktar ebenso teil, wie der ATIF und IG BAU Aktivist Süleyman Gürcan
  • „IG BAU fordert Freilassung inhaftierter Beschäftigter“ am 10. Oktober 2018 bei der IG BAU externer Link ist eine zweite Presseerklärung der Gewerkschaft zur Solidarität mit den Istanbuler Kollegen, in der es unter anderem zu dem Brief der Gewerkschaft an die Regierung der Türkei heißt: „Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert die türkische Regierung auf, die Arbeitsbedingungen auf der Baustelle des dritten Istanbuler Flughafens umgehend zu verbessern und alle inhaftierten Beschäftigten sowie ihre gewerkschaftlichen Vertreter sofort freizulassen. Insbesondere fordert die IG BAU die sofortige Freilassung des Vorsitzenden der Baugewerkschaft Dev-Yapı-İş, Özgür Karabulut. Einen entsprechenden Appell haben der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger und der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers am 9. Oktober an den Präsidenten der Türkei, Recep Tayyip Erdoğan, gerichtet. In einem gemeinsamen Schreiben betonen sie ihre „große Sorge um die Beschäftigten, die auf der Baustelle des dritten Istanbuler Flughafens tätig sind.“ Berichte über sehr schlechte Arbeitsbedingungen erreichen die IG BAU. Es gebe wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen tödliche Arbeitsunfälle, die hygienischen Bedingungen in den Unterkünften seien menschenunwürdig und die Arbeiter würden nicht pünktlich bezahlt. Zudem werden Arbeiter massiv unter Druck gesetzt.  „Wir begrüßen sehr, dass die Republik Türkei alle Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ratifiziert hat. Diese international anerkannten Mindeststandards bei der Arbeit wie die Vereinigungsfreiheit und auch die Menschenrechte müssen in der Türkei umfassend geschützt und durchgesetzt werden“, heißt es in dem Brief weiter. Es sei das Recht der Beschäftigten, sich gegen schlechte Arbeitsbedingungen zu wehren. Die IG BAU verurteilt die gewaltsame Verhinderung von Protesten und die Inhaftierung von Beschäftigten und ihrer gewerkschaftlichen Vertreter. Dies gilt insbesondere für Özgür Karabulut von der Baugewerkschaft Dev-Yapı-İş…