Drohungen gegen Redakteur der Beobachter News am 3.5.2019 - erst Parolen, dann direkte Morddrohungen„… Zuvor hatte sich die Redaktion des nahe Stuttgart herausgegebenen „Magazins für politische Bewegung im Südwesten“, so der Untertitel, entschieden, Hetze und Angriffe öffentlich zu machen: Nach vier Farbanschlägen auf das Wohnhaus und das Auto des Chefredakteurs der Beobachter News habe es nun – „pünktlich zum Tag der Pressefreiheit am 3. Mai“ – eine weitere Attacke gegeben: Unter dem Betreff „die Denzinger-Mischpoke töten“ erhielt der Herausgeber des antifaschistischen Online-Magazins eine brutale Morddrohung. Man werde seine Familie „der Ausrottung anheimstellen“, schrieb demnach ein „Anonymous“ mit Datum vom 27. April per E-Mail. Der Chefredakteur werde „wegen feindlicher Agitation gegen das deutsche Volk“ zum Tod durch Verbrennen verurteilt. Auf Familie und Freunde sei keine Rücksicht zu nehmen. Eine konkrete Vorgehensweise werde „angeraten“…“ – aus der Erklärung „Rechte Hetzer drohen Redaktion mit Mord“ der dju in ver.di bom 03. Mai 2019 externer Link zur Solidarität mit Alfred Denzlinger nach dieser Drohkampagne. Siehe dazu auch einen weiteren Beitrag und die Nachricht über die Drohungen in den Beobachter News:

  • „Morddrohungen gegen linken Journalisten“ von Katja Thorwarth am 03. Mai 2019 in der FR Online externer Link mit zusätzlichen Informationen: „Der Chefredakteur der Beobachter News erhält am Tag der Pressefreiheit Morddrohungen mutmaßlich von Neonazis. Er ist nicht der Einzige, der bedroht wird.   Die Redaktion des kritischen Nachrichtenmagazins „Beobachter News“, die über das politische Geschehen im Südwesten der Republik berichtet, ist schon seit Längerem im Visier von Neonazis. Insbesondere der Chefredakteur Alfred Denzinger wird regelmäßig attackiert: So wurden bereits vier Farbanschläge auf dessen Wohnhaus und sein Auto verübt, hinterlassene Symbole wie Hakenkreuze lassen eindeutig auf eine neonazistische Täterschaft schließen. Auch in der baden-württembergischen Gemeinde Sulzbach an der Murr wurden Drohungen gegen Denzinger an die Wand einer Unterführung gesprüht. (…) Am 3. Mai, dem Tag der „Pressefreiheit“, gingen die Rechtsextremen jedoch noch einen Schritt weiter. Per E-Mail mit dem Betreff „die Denzinger-Mischpoke töten“ hat der Chefredakteur laut „Beobachter News“ eine Morddrohung erhalten, die an der Motivlage der Täter keine Zweifel aufkommen lässt. Jetzt wurde die Polizei informiert, ebenso hat sich die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.  Mit Andreas Scheffel ist noch ein weiteres Redaktionsmitglied der „Beobachter News“ Zielscheibe von Neonazis. Neben Farbattacken auf sein Haus sei man auf Facebook an ihn herangetreten, er möge sich doch Polizeischutz besorgen. Als Berichterstatter auf Demonstrationen werde er regelmäßig angegangen, so Scheffel auf Nachfrage der FR. Wie er mit der Bedrohung umgehe?  Er nimmt die Bedrohungen ernst. „Ich stehe seit 2013 im Fadenkreuz der Rechten. Die direkte Bedrohung, sei sie digital aus dem Socialnetwork oder direkt auf Demonstrationen, geben mir als Journalist ein ungutes Gefühl. Einschüchtern lasse ich mich jedoch nicht.“…
  • „Morddrohung gegen Chefredakteur“ am 03. Mai 2019 bei den Beobachter News externer Link vermeldet zur Vorgeschichte: „… Auslöser der Drohung dürfte ein Halbsatz Alfred Denzingers in einem SWR-Interview gewesen sein (siehe „Farbanschlag auf die Pressefreiheit„). Über die Äußerung berichteten alsbald der Blog „Political incorrekt“ PI-News und ähnliche Publikationen unter der Überschrift „Die feuchten Träume des Alfred Denzinger“, ebenso der Blog „Journalistenwatch“. Dabei hielten es die Herausgeber nicht für nötig, hetzerische und verleumderische Kommentare zu entfernen – ebenso wenig wie persönliche Details zu entfernen. In dem Beitrag des SWR ging es um eine Serie von Anschlägen und Sachbeschädigungen gegen einen Journalisten, die am letzten März-Wochenende in einem großflächigen Farbanschlag auf ein Wohnhaus in Heidelberg gipfelte. Denzinger, selbst bereits mehrfach Zielscheibe neonazistischer Übergriffe, forderte in dem Interview, hetzerische Webseiten zu verbieten. Das rief die einschlägigen Publikationen und offensichtlich auch ihre Anhängerschaft auf den Plan…“