[Dokumentation] “Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen”

Dossier

Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen (1993 bis 2015) - 23. aktualisierte Auflage (ARI Berlin, Juni 2016)Die mittlerweile dreibändige Dokumentation beschreibt über den Zeitraum der letzten 25 Jahre die katastrophalen Folgen der gesetzlichen Verschärfungen des bundesdeutschen Systems “Flüchtlingsabwehr” im Jahre 1993 (Art. 16a Grundgesetz, Asylverfahrensgesetz, Asylbewerberleistungsgesetz usw.). “Flüchtlingsabwehr” in Form eines gesetzlichen, behördlichen und gesellschaftlichen Räderwerks, das unverändert menschenunwürdige Bedingungen für Schutzsuchende erzeugt, wodurch viele zugrunde gehen, traumatisiert werden und / oder körperlich zu Schaden kommen… Siehe (mit großem Lob!) die Aktualisierungen der Dokumentationsstelle der Antirassistischen Initiative Berlin:

  • 25. aktualisierte Auflage der Dokumentation “Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen” (1993 bis 2017): Abschieben –  am Beispiel Afghanistan New
    Die Dokumentation externer Link im pfd-Format umfaßt den Zeitraum vom 1.1.1993 bis 31.12.2017, die Aktualisierungen für 2016 und das gesamte Jahr 2017 werden allerdings erst im August 2018 eingearbeitet sein. Siehe dazu:

    • Schrecken nach der Abschiebung. Die Antirassistische Initiative Berlin hat Schicksale von abgewiesenen Asylbewerbern in Afghanistan dokumentiert 
      Mitte Dezember 2016 haben die Abschiebung von Geflüchteten aus Deutschland nach Afghanistan begonnen. Mittlerweile sind sie zur Routine geworden. Insgesamt 13 Abschiebeflüge gab es in den vergangenen anderthalb Jahren. 234 Menschen wurden ausgeflogen. Schlagzeilen machen die Flüge in der Regel nur noch, wenn es einem Geflüchteten gelingt, sich erfolgreich einer Ausweisung zu entziehen. Jetzt hat die Antirassistische Initiative Berlin (ARI) an die Konsequenzen dieser Abschiebungen für die Betroffenen erinnert. Sie stehen im Mittelpunkt der aktualisierten Dokumentation »Die bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen«, welche die ARI seit 1994 jährlich herausgibt. Dort sind die Menschen benannt, die nach ihrer Abschiebung in Afghanistan verletzt oder getötet wurden. Die Dokumentation liefert viele erschreckende Beispiele über die tödliche deutsche Flüchtlingspolitik. Sie ist seit 1994 ein leider noch immer unverzichtbares Stück Gegenöffentlichkeit. Seit wenigen Wochen ist diese wohl umfangreichste Dokumentation des deutschen Alltagsrassismus auf einer Datenbank im Internet zu finden (www.ari-dok.org)...” Artikel von Peter Nowak  vom 07.06.2018 beim ND online externer Link, siehe dazu auch unser Dossier Mehr Soldaten nach Afghanistan – aber trotzdem dorthin abschieben?
  • Dokumentation “Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen” nun mit Suchmaschine und Datenbank online
    “Nach mehrjähriger Arbeit ist es uns gelungen, die bis in das Jahr 1993 zurückreichende Dokumentation über Todesfälle und Verletzungen von Flüchtlingen als Web-Dokumentation mit detaillierten Suchmöglichkeiten zu veröffentlichen. Der Zugang und die Recherche zu den mehr als 9.000 Einzelgeschehnissen wird dadurch deutlich erleichtert. In unserer Web-Dokumentation sind die einzelnen Artikel mit Schlagworten und Kategorien versehen, sowie jeweils die Orte des Geschehens und auch die Herkunftsländer der Betroffenen genannt. Ihr findet die Dokumentation über unsere neue Web-Seite https://www.ari-dok.org externer Link …” Hinweis der Dokumentationsstelle der Antirassistischen Initiative Berlin vom April 2018 externer Link auf die neue Suchmaschine und Datenbank online.
  • 24. aktualisierte Auflage der Dokumentation: “Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen” (1993 bis 2016)
    24 Jahre Recherche und Dokumentation des staatlichen & gesellschaftlichen Rassismus. Die dreibändige Dokumentation umfaßt Einzelgeschehnisse, bei denen Flüchtlinge körperlich zu Schaden kamen. Dokumentiert sind unter anderem Todesfälle und Verletzungen vor, während und nach Abschiebungen und auch durch Angriffe aus der Bevölkerung. Im 24. Jahr ihrer Fortsetzung und Aktualisierung spiegelt die Dokumentation mit ihren über 9000 Geschehnissen die Lebensbedingungen wider, unter denen die schutzsuchenden Menschen in der Bundesrepublik leiden. Sowohl in den Flüchtlingslagern und Massenunterkünften als auch auf der Straße sind Schutzsuchende besonderen Gewaltverhältnissen ausgesetzt. Es gelingt bestimmten Teilen der Bevölkerung mit rassistischen Beleidigungen oder blankem Haß und direkten tätlichen Angriffen, den Menschen das Leben in Deutschland permanent streitig zu machen und sie weiter zu traumatisieren…” Informationen und Bestellung bei Antirassistische Initiative e.V externer Link – online ist dort noch die 23. Auflage der Dokumentation (1993 – 2015) verfügbar

  • Neu erschienen! 22. aktualisierte Auflage der Dokumentation “Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen” (1993 bis 2014)
    22 Jahre Recherche und Dokumentation des staatlichen & gesellschaftlichen Rassismus: Die jetzt 22 Jahre umfassende Dokumentation ist ein Spiegelbild der menschenverachtenden Lebensbedingungen, denen Flüchtlinge, Asylbewerber_innen und Menschen ohne Papiere in Deutschland ausgesetzt sind. Anhand der vielen Einzelgeschehnisse (circa 7000) wird der gesetzliche, behördliche und gesellschaftliche Druck deutlich, der auf die Betroffenen kollektiv wirkt , und den nur die wenigsten unbeschadet überstehen können…Ankündigung der Neuauflage von ARI-dok vom 14. April 2015 externer Link . Siehe dazu:

    • Auszug aus der Übersicht zu den Fallbeispielen: “13. Juni 13: La Ceiba in Honduras. Victor Osório Turcios (42) stirbt nach der Abschiebung, weil seine Medikamente zu Ende sind. 9. Januar 14: Der Tamile Y.A. schluckt 40 Tabletten seines Psychopharmakons. 20. Januar 14: Im Mittelmeer ertrinken zwei erwachsene und vier minderjährige syrische Flüchtlinge, die zu ihren Verwandten in der BRD wollten. 3. Februar 14: Eine Afghanin (25) schluckt eine Überdosis ihres Psychopharmakons. 8./9. Februar: Ghayeb Y. (33), Kurde aus Syrien, schneidet sich an Arm und Oberkörper auf. 11. Februar 14: Ahmad J. (43) aus Libyen stirbt im Asylheim durch unterlassene Hilfeleistung. 20. Februar 14: Der Iraner Kahve Pouryazdani (49) übergießt sich mit Benzin und stirbt den Feuertod. Februar 14: Sharif X. (21) versucht, sich mit einem Rasiermesser zu töten. 11. März 14: Eine 39-jährige Abschiebungsgefangene versucht, sich durch Trinken von Shampoo zu vergiften. 10. April 14: Der vier Wochen alte Säugling der Ghanaerin Vita M. stirbt wegen unterlassener Hilfeleistung…
  • 21 Jahre Recherche & Dokumentation des staatlichen und gesellschaftlichen Rassismus
    Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen 1993 bis 2013. Menschen flohen vor Verfolgung, Hunger und Elend. Sie fanden hier den Tod. Siehe die 21. aktualisierte Auflage der DokumentationsStelle  – jetzt auch auf DVD verfügbar – von und bei Antirassistische Initiative Berlin e.V.  externer Link