Wer vor Unterdrückung und Armut nach Griechenland flieht, auf den wartet dort der Knast. Treibende Kraft der inhumanen Asylpolitik ist die EU. Artikel von und bei Ulla Jelpke, erschienen in junge Welt vom 13.06.2013 externer Link. Aus dem Text: “… Bei meinem letzten Besuch vor zwei Jahren sah es noch etwas anders aus. Flüchtlinge wurden praktisch komplett sich selbst überlassen. In Athen warteten Tag für Tag Hunderte auf einen Termin bei der Asylbehörde, aber nur die wenigsten kamen an die Reihe. Die Mehrzahl kam gar nicht erst in das Prüfverfahren. Mehrere tausend Migranten überquerten monatlich die Grenze der Türkei nach Griechenland, über 50000 Asylverfahren waren anhängig. Einen Schutzstatus erhielten nur drei bis vier Prozent dieser Menschen. Tausende campierten wild in den Zentren der Großstädte oder an den Fährhäfen. Im Hafen von Patras versuchten junge Männer unter Lebensgefahr, sich am Unterboden von Lastwagen auf die Fähren zu schmuggeln. Das geht heute nicht mehr, weil die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt wurden. Zudem sind die Migranten weniger sichtbar, weil sie Razzien durch die Polizei und Inhaftierung fürchten müssen…”