DossierBulgarische Roma und Sinti in der Berliner Eisfabrik

Mitten in Berlin leben bulgarische Roma und Sinti unter katastrophalen Bedingungen in der verlassenen Eisfabrik. Bald könnten sie auf der Straße landen, denn ihre Situation ist eine rechtliche Grauzone. Die Berliner Bauaufsicht und der Eigentümer schieben sich die Verantwortung für die baufällige Immobilie gegenseitig zu. Siehe dazu:

  • Die Odyssee geht weiter
    Ehemalige Bewohner der Eisfabrik gelten in einigen Bezirken als »freiwillig obdachlos« / Hilfe erhalten sie nicht. Während viele der ehemaligen Eisfabrikbewohner nach wie vor auf der Straße stehen, wird gegen UnterstützerInnen mobil gemacht…” Artikel von Simon Brost in Neues Deutschland vom 05.02.2014 externer Link
  • Czaja und die Ex-Eisfabrik-Bewohner – Versprechen dementiert
    Sozialsenator Czaja (CDU) habe ihnen eine langfristige Unterkunft zugesagt, hatten die Ex-Bewohner der Eisfabrik nach einem Treffen mit Czaja am Donnerstag erklärt. Doch der Senator habe nur das Wochenende gemeint, sagt die Senatsverwaltung. Entgegen ihrer eigenen Darstellung ist für die Ex-Bewohner der Berliner Eisfabrik keine längerfristige Unterbringung gesichert. “Die Sozialverwaltung hat keine definitive Lösung zugesagt”, sagte Sprecherin Constance Frey am Freitag. Sozialsenator Mario Czaja (CDU) habe nur zusammen mit der Evangelischen Kirche für Übernachtungen für das Wochenende in der Heilig-Kreuz-Kirche in Kreuzberg gesorgt, so die Sprecherin…” rbb-Meldung vom 01.02.2014 externer Link
  • PM: Lösung für Ex-BewohnerInnen der Eisfabrik
    Nach einer wochenlangen Odyssee gibt es heute ein Lösung für die Ex-​bewohnerInnen der Eisfabrik. Bis Montag nächster Woche ist eine Übernachtung bei den Maltesern gesichert. Ab dann gibt es eine unbefristete Unterkunft in einem Wohnheim im Wedding…” Meldung vom 30. Januar 2014 bei Zwangsräumung verhindern! externer Link
  • B: EisfabrikbewohnerInnen: Aktueller Stand und eine Chronologie der frostigen Politik
    Die Gruppe der bulgarischen Leute die als „EisfabrikbewohnerInnen“ bekannt wurden sind weiterhin obdachlos  / Der Bezirk Berlin-Mitte unterlässt bis heute die gerichtlich angeordnete Unterbringung / Zelten bei minus 15 Grad auf der Cuvry-Brache
    Nach wie vor haben die ehemaligen Bewohnerinnen der Eisfabrik keine feste Unterkunft und übernachten zum großen Teil in Zelten auf der Cuvry Brache. Verantwortlich ist der Bezirk Mitte, der die verwaltungsgerichtliche Anordnung für eine Unterbringung für die Leute von der Eisfabrik einfach ignoniert. Der Bezirk Mitte redet sich heraus, Listen mit Obdachlosenunterkünften zur Verfügung gestellt zu haben, damit wäre für ihn die Sache erledigt
    …” Info vom 28.01.2014 bei indymedia externer Link
  • Eisfabrik-BewohnerInnen suchen Unterstützung bei ver.di
    Als letzte Zuflucht haben sich die BewohnerInnen der Eisfabrik entschlossen, in die Bundeszentrale von ver.di zu gehen. Sie befinden sich dort seit heute früh 11 Uhr. Eine andere Möglichkeit bestand für die bulgarischen MigrantInnen seit dem Gespräch gestern mit Bürgermeister Hanke nicht mehr. (…) Vor allem machten die BewohnerInnen der Eisfabrik gestern sehr deutlich, dass sie als Gruppe zusammen bleiben möchten. Nicht zuletzt weil es eben dieser Zusammenhang ist, über den sie sich gegenseitig Arbeit vermitteln, ihnen überhaupt einen Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglicht wird. Wohnung und Arbeit sind also nicht getrennt voneinander zu denken. ver.di muss sich der Problematik der südeuropäischen ArbeitnehmerInnen stellen…” Presseerklärung der Bewohner_innen der Eisfabrik und Unterstützer_innen vom 09.01.2014 bei Zwangsräumungen verhindern externer Link. Siehe dazu:
  • Ehemalige Eisfabrik-Bewohner obdachlos – Bulgaren verbrachten symbolische Nacht bei Verdi
    Eine symbolische Nacht durften die 23 Bulgaren aus der ehemaligen Eisfabrik im Foyer der Verdi-Bundeszentrale verbringen. Am Freitag wollen sie das Gebäude verlassen – dann sind sie wieder obdachlos. Der Bezirk Mitte hatte es zuvor abgelehnt, weiter für ihre Unterkunft aufzukommen. Verdi will einen Runden Tisch organisieren.
    Die Gewerkschaft Verdi hat den ehemaligen Bewohnern der geräumten Eisfabrik in Berlin-Mitte für eine Nacht Unterschlupf gewährt. Die Gewerkschaft sieht die Aktion als Zeichen an den Senat. Es müsse nach einer Lösung für die 23 obdachlosen Bulgaren gesucht werden, sagte Verdi-Sprecher Jan Jurczyk dem rbb. Diese Menschen hätten ein Recht darauf, hier zu leben und zu arbeiten
    …” rbb-online-Meldung vom 10.01.2014 externer Link. Aus dem Text: “… Auf Wunsch der Bulgaren wird Verdi einen Runden Tisch organisieren und moderieren. Das hatte der Berliner Verdi-Vize Roland Tremper am Donnerstag auf einer spontan einberufenen Pressekonferenz mitgeteilt. (…) Bei dem Hilfeersuchen an Verdi geht es zum einen um die Arbeitssuche, wie ein Unterstützer, der namentlich nicht genannt werden möchte, rbb online sagte. “Aber da eine Arbeitsaufnahme nicht ohne Meldeadresse möglich ist, spielt auch das Thema Unterkunft eine Rolle.” Außerdem gehe es darum, breite gesellschaftliche Aufmerksamkeit für die Lage südosteuropäischer Arbeitsmigranten zu erreichen…”
  • Ehemalige Eisfabrik-Bewohner obdachlos – Bulgaren aus der Eisfabrik wollen Unterstützung von Verdi
    Die 23 Bulgaren aus der ehemaligen Eisfabrik in Berlin-Mitte sind obdachlos – wieder. Der Bezirk Mitte hat es abgelehnt, die einstigen Bewohner der Ruine anders zu behandeln als andere Obdachlose. Nun suchen sie Unterstützung bei Verdi – und sitzen im Foyer des Gewerkschaftshauses an der Spree…” rbb-online-Beitrag mit Informationen von Thomas Weber vom 09.01.2014 externer Link
  • Ehemalige Eisfabrik-Bewohner bekommen kein neues Gebäude
    Die ehemaligen Bewohner der Eisfabrik müssen in eine Notunterkunft ziehen oder Arbeit und eine Wohnung finden. Das gewünschte leer stehende Gebäude oder Grundstück bekommen sie nicht…” Agenturmeldung bei Berliner Morgenpost online vom 08.01.14 externer Link
  • Obdachlos mitten in deutschen Städten. Der Umgang mit osteuropäischen Armutsmigranten zeigt, dass die europäische Freizügigkeit nicht für alle gelten soll
    Die ehemalige Eisfabrik in der Köpenicker Straße galt lange Zeit als einer der letzten Freiräume mitten in Berlin. Seit Jahren setzt sich eine Bürgerinitiative für den Erhalt dieses architektonisch interessanten Gebäudes ein. Doch in den letzten Tagen bekam die Auseinandersetzung um die Eisfabrik eine besondere Note. Seit drei Jahren leben in der Ruine Menschen aus Osteuropa, darunter viele EU-Bürger, die in Berlin keine bezahlbare Wohnung gefunden hatten. Sie haben sich in der zugigen Ruine, in der es weder Wasser noch Strom gibt, Hütten gebaut, in denen sie überleben können…” Artikel von Peter Nowak in telepolis vom 28.12.2013 externer Link
  • Proteste geplant. Eisfabrik: Räumung steht bevor
    Gericht beschließt: Hauseigentümerin muss Gebäude räumen lassen. Der Bezirk soll aber Notunterkünfte für die Bewohner stellen. Artikel in der taz online vom 26.12.2013 externer Link
  • Eisfabrik soll vor Kälte schützen
    Bezirksamt Mitte will, dass die Eisfabrik an der Köpenicker Straße geräumt wird. Eigentümerin Telamon aber will die illegalen Bewohner nicht hinaus in die Kälte treiben…” Artikel von Tina Veihelmann in der taz online vom 12.11.2013 externer Link. Aus dem Text: “… Das Fabrikgebäude aus dem Jahr 1909 stand lange leer und wurde vor gut einem Jahr von etwa 50 bulgarischen Roma bezogen, die sich hier Notbehausungen gebaut haben, die sie mit Allesbrennern beheizen. Sie hoffen vor allem eins: nämlich unbeschadet über den Winter zu kommen. Jetzt werden die Öfen vielleicht bald auf die Straße fliegen: Das Bezirksamt Mitte von Berlin hat der Gebäudeeigentümerin, der Bremer Vermögensgesellschaft Telamon, am 29. Oktober eine Verfügung zugestellt, sie solle innerhalb von vier Wochen das Gebäude “wirksam und dauerhaft gegen das Betreten Unbefugter sichern”. Im Klartext heißt das: Sie soll die Fabrik räumen und zumauern lassen…”
  • Eisfabrik: Bulgarische Roma leben in Fabrikruine in Berlin
    Video von Spiegel online externer Link mit Hintergründen zur Eisfabrik und dem Besitzer bei youtube