Asyl: Flüchtlinge am Alexanderplatz in Hungerstreik getreten

Asylum Rights EvolutionWährend die Flüchtlinge am Oranienplatz kurz vor dem 1. Mai ihren Hungerstreik vorläufig ausgesetzt haben, verweigert nun eine Gruppe von Flüchtlingen nahe des Alexanderplatzes die Nahrungsaufnahme. Eine Gruppe von etwa 20 Flüchtlingen ist seit Samstagabend nahe des Alexanderplatz in Berlin-Mitte in einen Hungerstreik getreten. An diesem Montag werde entschieden, wie die Behörden damit umgehen werden, sagte ein Polizeisprecher. Bisher gebe es noch keinen Anlass für ein Einschreiten der Polizei, zumal es bisher keine Aufforderung des Bezirks gebe, den Platz räumen zu lassen. Die Hungerstreikenden fordern eine Änderung der EU-Flüchtlingspolitik. Nach Angaben von Unterstützern handelt es sich bei dieser Gruppe nicht um Hungerstreikende vom Oranienplatz. Woher sie kommen, sei noch ungeklärt, hieß es…” Artikel in der Berliner Morgenpost online vom 05.05.14 externer Link. Siehe dazu “Asylum Rights Evolution” – Die Aktionsseite externer Link mit laufenden Infos und Supportmöglichkeiten und hier:

  • Protest in Mitte: Flüchtlinge am Alex beenden Hungerstreik
    Am Alexanderplatz demonstrierten zwölf Leute für ihr Bleiberecht, nach fünf Tagen ohne Nahrung und Flüssigkeit gaben sie nun auf. Sie sehen damit ihren Protest aber nicht als beendet an und wenden sich an die Kirche…” Artikel von Mohamed Amjahid und Timo Kather vom 11.05.2014 im tagesspiegel online externer LinkSiehe dazu:

    • 7. Pressemitteilung
      Der Rückzug vom Alexanderplatz ist ein strategischer Rückzug. Aber die Kirche wollte uns nicht schützen – nach Diskussionen mit ihnen haben sie uns damit gedroht, die Polizei zu rufen, wenn wir nicht den Ort verlassen. Sie haben uns Essen und Geld angeboten, und wir haben abgelehnt, weil wir nicht dafür gekommen sind. Wir sind für Schutz gekommen. Da sie sich geweigert haben, uns zu schützen, und damit gedroht haben, die Polizei zu rufen, um uns ins Gefängnis zu stecken, haben wir die Kirche verlassen. Und wir protestieren gegen diese Akte der Kirche, die uns eigentlich schützen sollte. Wir werden auf dem Vorplatz der Kirche bleiben, bis unsere Forderungen positiv berücksichtigt werden. Wir werden hier bleiben, bis wir unsere Rechte bekommen, das heißt den Paragraphen 23…” Pressemitteilung vom 12. Mai 2014 auf der Aktionsseite externer Link
  • 4. Pressemitteilung
    Es gab schon 13 Einlieferungen ins Krankenhaus, weil wir sehr geschwächt sind und große Schmerzen haben. Viele riskieren, ihr Bewusstsein zu verlieren. Wir haben Probleme mit den Nieren, mit der Atmung, mit dem Magen, mit dem Herzen. Wenn es so weiter geht, und wir kein Verhandlungsangebot bekommen, würde das noch größere Gefahren für unsere Gesundheit bedeuten. Da wir draußen sind, hat uns der Regen gestern Nacht stark beeinträchtigt. Die Polizei verbietet uns viele Dinge, die nicht schriftlich festgehalten sind. Egal, was sie uns verbieten, selbst wenn sie uns die Transparente verbieten, wenn sie uns unsere Decken verbieten, wir werden hier bleiben!Pressemitteilung vom 7.5.2014 auf der Aktionsseite externer Link , dort laufende Infos, auf die wir verweisen
  • Flüchtlingspolitik in Deutschland: Lieber sterben als weichen
    Die afrikanischen Flüchtlinge auf dem Alexanderplatz werden ihren Hungerstreik verschärfen und nichts mehr trinken. Weder Zelte noch Bänke sind ihnen erlaubt.
    Flüchtlinge aus Afrika haben auch in der Nacht zum Mittwoch auf dem Alexanderplatz in Berlin-Mitte ausgeharrt. Sie kündigten an, ihren vor Tagen begonnenen Hungerstreik zu verschärfen und auch nichts mehr trinken zu wollen. Zudem entbrannte eine Debatte über die Kosten für die Unterbringung der Flüchtlinge am Oranienplatz in Kreuzberg
    …” Artikel in der taz online vom 07.05.2014 externer Link
  • Refugees: Proteste gehen weiter
    Trotz der menschenunwürdigen Zustände in Ländern wie Italien oder Ungarn sind viele Flüchtlinge von Abschiebungen dorthin bedroht. Seit Samstag befindet sich erneut eine Gruppe von Flüchtlingen in Berlin im Hungerstreik – Spiegel der anhaltenden Perspektivlosigkeit und Verzweiflung von Flüchtlingen in Deutschland. Ein Update der Flüchtlingsproteste…” Meldung vom 6.5.2014 von und bei Pro Asyl externer Link