Es gab in Chemnitz natürlich niemals nicht eine Hetzjagd. Es gibt in Chemnitz auch keine Serie von Überfällen auf Restaurants…

Plakat Antifademo Chemnitz 1.9.2018Sechs Tage ist es da her, dass die drei Männer in Tulasoglus Restaurant einbrachen. Nachts gegen zwei Uhr kamen sie. Einen riesigen Knall habe es gegeben, berichtete eine Nachbarin der Polizei. Sie habe das Trio noch weglaufen sehen, und dann den Qualm. Als sie Tulasoglu mit dem Handy aus dem Schlaf klingelte, glaubte er das Gehörte erst nicht. Dann stieg er ins Auto, fuhr in die Innenstadt. Und sah, dass sein Mangal tatsächlich niederbrannte. Es ist bereits der vierte Angriff auf ein Restaurant in Chemnitz seit Ende August, als in der sächsischen Stadt der 35-jährige Daniel H. erstochen wurde, mutmaßlich von einem Iraker und einem Syrer. Seitdem protestiert die rechte Gruppierung „Pro Chemnitz“ allwöchentlich gegen Flüchtlinge und Hunderte kommen, Bürger wie Rechtsextreme. Schon am 27. August griff ein Dutzend dunkel Gekleideter das jüdische Restaurant Schalom an. Gut drei Wochen später wurde beim persischen Lokal Schmetterling die Frontscheibe eingeschlagen. Dann stürmten drei Vermummte in das ebenfalls persische Safran. Und nun das Mangal…“ aus dem Bericht „Schon wieder Chemnitz“ von Konrad Litschko am 29. Oktober 2018 in der taz externer Link über den jüngsten der vier Überfälle. Siehe auch einen weiteren Beitrag zur Überfall-Serie auf Restaurants in Chemnitz:

  • „Nach Überfall auf Lokal in Chemnitz: Gastronom aus Klinik entlassen“ am 18. Oktober 2018 beim MDR Sachsen externer Link meldete: „Der Betreiber des Restaurants “Safran” in Chemnitz, der nach einem Überfall am 7. Oktober schwer verletzt im Krankenhaus behandelt werden musste, empfängt seit Donnerstag wieder selbst seine Gäste. Obwohl er noch von Verletzungen gezeichnet ist, will Masoud Hashemi jetzt erst recht weitermachen. Der Gastronom des persischen Restaurants sagte MDR SACHSEN: “Als ich im Krankenhaus war, habe ich zu meiner Frau und meinen Freunden gesagt, dass das Restaurant nicht geschlossen werden darf. Die Nazis sollen nicht denken, dass ich Angst habe. Aber Nazis sind für alle Menschen gefährlich, nicht allein für Menschen wie mich.” (…) In einem Gespräch mit dem MDR schilderte Hashemi den Überfall, bei dem er von mehreren Angreifern verletzt wurde: Unter anderem hätten sie mit einem Samowar nach ihm geworfen. Auch jetzt habe er noch Schmerzen von den Schlägen. Nach dem Angriff hat er eine klare Botschaft: “Alle müssen zusammen leben, zusammen sitzen, denken, sprechen und diskutieren. Aber niemand soll kaputtmachen, schlagen oder andere umbringen. Das ist nicht menschlich. Das ist kulturelle Armut.”…“