Wir lassen uns den Platz nicht nehmen – gegen Legida/Pegida in Leipzig

Wir lassen uns den Platz nicht nehmen. Gegen Legida/Pegida am 11. Jnauar 2016 in Leipzig

Legida/Pegida und Gegenprotest in Leipziger Innenstadt, zeitgleich Nazi-Angriff auf linken Stadtteil Connewitz: Während am Montag 3500 beim Aufmarsch von LEGIDA/PEGIDA in der Leipziger Innenstadt rassistische Hetze verbreiteten und ca. 2000 Menschen dagegen auf die Straße gingen, nutzten ca. 250 Nazis und Rassist*innen die Situation aus und griffen im Leipziger Stadtteil Connewitz mehrere Ladengeschäfte, Kneipen, einen Imbiss, das Vereinslokal des antirassistischen Fußballvereins „Roter Stern Leipzig“ und mehrere Wohnungen an. Außerdem wurden mehrere Menschen verletzt, die sich nicht rechtzeitig in Schutz bringen konnten. Der Angriff erfolgte zu einer Zeit, als ein Großteil der antirassistischen und antifaschistischen Stadtteilbewohner*innen die Gegenproteste in der Innenstadt unterstützen. Dabei rechneten die Nazis offensichtlich jedes Geschäft, Auto und jede Mülltonne in der Wolfgang-Heinze-Straße der antifaschistischen Szene zu und zerstörten wahnhaft alles, was auf ihrem Weg lag. Während die Ermittlungsbehörden den Kreis der Täter auf das Hooliganspektrum von LOK-Leipzig und des Halleschen FC reduzieren, wurde anhand von Autokennzeichen schnell deutlich, dass bundesweit zu der Aktion mobilisiert wurde, unter anderem aus dem Leipziger Umland, Dresden, Berlin, Dortmund sowie aus Österreich. Da der Autotreffpunkt der Nazis glücklicherweise recht schnell ausgemacht wurde, konnte deren „gute Heimreise“ zum Teil erfolgreich erschwert werden…Bericht von antifa leipzig bei Indymedia linksunten vom 12.Januar 2016 externer Link. Siehe dazu neu:

  • Widerstand gegen Legida lebte neu auf!
    Am 1. Februar stellten wir uns gemeinsam mit 600 Antifaschist*innen dem rassistischen Legida-Aufmarsch entgegen. Es war die erste Legida-Demonstration seit dem Legida-Geburtstag und den Nazi-Angriffen auf Connewitz am 11. Januar dieses Jahres. Wir wollten an diesem Tag mit Nachdruck auf den Zusammenhang zwischen Legida und den Attacken auf Connewitz hinweisen. Darüber hinaus wollten wir den aktuellen Trend zur Kriminalisierung und Diffamierung von antifaschistischem Engagement in Leipzig zum Gegenstand unserer Kritik machen…Bericht beim Bündnis “Refugees Welcome” Leipzig vom 2. Februar 2016 externer Link
  • Für ein Ende der Gewalt! Demo gegen Legida am 1.2.’16
    Jetzt erst recht! Auf die Straße gegen die Rassist*innen und Faschist*innen von Legida: 1. Februar 2016, Leipzig Südplatz
    … Die Geschehnisse vom 11.1., dem „Legida-Geburtstag“, dürfen nicht unkommentiert bleiben. Am Abend des einjährigen Bestehens von Legida, verabredeten sich 250 rechte Hooligans und Neonazis aus dem ganzen Bundesgebiet und Österreich, zu einem gezielten Angriff auf Connewitz. Während auf der Bühne in der Innenstadt die Demagogen von Legida das übliche Potpourri aus Rassismus und Menschenfeindlichkeit verbreiteten und Hannes Ostendorf, Sänger der Hooligan-Rechtsrock-Band „Kategorie C“ das Lied „Leipzig gegen Salafisten“ anstimmte, marodierte der faschistische Mob durch den links-alternativen Stadtteil Connewitz. Bilanz des Abends waren 21 zum Teil schwer beschädigte Geschäfte, Imbisse, Kneipen, Wohnungen und verletzte Menschen. (…) Am 1. Februar kann nur der gemeinsame zivile Ungehorsam Legida eindämmen und ein klares Zeichen gegen rassistische und menschenverachtende Einstellungen in Leipzig setzen. Lassen wir die Geschehnisse in Connewitz nicht unkommentiert. Wir lassen uns nicht einschüchtern. Weder durch die Repressionsbehörden, noch durch Neonazis. Legida entgegentreten! Verfassungsschutz abschaffen! – für ein Ende der Gewalt!” Demo-Aufruf “Gegen Naziterror, sächsische Extremismusdoktrin und Legida-Brandstifter*innen: Am Montag den 1. Februar um 17.30 am Südplatz auf die Straße, gegen die Rassist*innen und Faschist*innen von Legida!”, dokumentiert am 27. Januar 2016 bei Refugees Welcome Leipzig externer Link
  • Solidarität mit den Betroffenen der Nazigewalt in Connewitz – Spendenaktion des Roten Stern Leipzig
    … Der Leipziger Historiker Sascha Lange hat von den massivsten Angriffen seit der Reichspogromnacht im November 1938 gesprochen. Ein erschreckender Vergleich, über den es sich sicherlich diskutieren ließe. Aber wenn man die Bilder von der Kneipe König Heinz und dem Fischladen sieht, läufts einem kalt den Rücken runter. Der Fischladen wird von dem linken Fussballverein Roter Stern Leipzig betrieben. Und der Rote Stern hat nun zu Spenden für die Geschädigten der Angriffe aufgerufen. Was sich Montagabend in Connewitz abgespielt hat und was das für Folgen hat, darüber haben wir uns mit dem Geschäftsführer des Roten Stern Leipzigs, Adam Bednarsky, unterhalten. Zunächst schildert er seine Eindrücke von dem Abend und den Verwüstungen. Der Rote Stern Leipzig ruft zu Solidarität mit den Betroffenen der Nazigewalt in Connewitz auf. Gemeinsam mit der Die Amadeu-Antonio Stiftung hat er eine Spendenaktion gestartet…Bericht beim Audioportal freier Radios vom 12. Januar 2016 externer Link. Hier das Spendenkonto: Opferfonds CURA der Amadeu Antonio / Stiftung, Stichwort: Leipzig / IBAN: DE75 4306 0967 6005 0000 02 / BIC: GENODEM1GLS
  • Wir lassen uns den Platz nicht nehmen – gegen Legida/Pegida am 11. Januar 2016 in Leipzig
    Ein Jahr Hass und Gewalt. Wenn am 11. Januar die auf wenige hundert Menschen zusammengeschmolzene Parallelgesellschaft von LEGIDA in Leipzig zusammen mit der Dresdner PEGIDA aufmarschieren will, steht auch unser gemeinsames Ziel einer offenen, demokratischen und pluralistischen Gesellschaft zur Disposition. Nein, wir stellen uns nicht vor die Politik irgendeiner Regierung oder Partei. Wir stellen uns nicht nur gegen die Inbesitznahme öffentlichen Raumes in Form wöchentlicher GIDA-Aufmärsche. Wir treten dem Angriff gegen Grund- und Menschenrechte durch Diskriminierung und Einstellungsmuster der Ungleichwertigkeit entschlossen entgegen. Wir rufen daher dazu auf, am 11.01.2016 ein deutliches Zeichen gegen den aufkeimenden Faschismus zu setzen und Hass und Rassismus den Platz zu nehmen. Treffpunkt zur Demonstration von „Legida? Läuft nicht.“ ist 17 Uhr am Augustusplatz. Ab 18 Uhr wird die Lichterkette des Bündnisses „Willkommen in Leipzig“ den Ring umschließen…Aufruf des Aktionsnetzwerks „Leipzig nimmt Platz“ gegen Legida/Pegida am 11. Januar 2016 externer Link. Dazu neu: