Aryan Circle Nord und Phalanx 18: Neue Zusammenrottungen von Nazibanden in Norddeutschland

Kein Kiez für Nazis - wer wegschaut, stimmt zu! (addn.me)„… Der mehrfach verurteilte Rechtsextremist Bernd Tödter versucht von Bad Segeberg aus, einen Ableger des Aryan Circle in Deutschland aufzubauen. In der Kreisstadt nördlich von Hamburg mobilisiert der ehemalige Vorsitzende des verbotenen Vereins Sturm 18 aus Kassel Jugendliche und junge Erwachsene für den vermeintlichen Kampf um den „Erhalt der weißen Rasse“. Der gebürtige Bad Segeberger soll schon mehrfach versucht haben, Schüler*innen anzusprechen. Am Berufsbildungszentrum in Bad Segeberg erhielt er bereits Hausverbot. Einen ersten Erfolg kann der 45-Jährige verbuchen: Die rechtsextreme Division Nord um Marcel Steenbuck aus Bornhöved hat sich in Aryan Circle Nord (AC Nord) umbenannt, beobachtete die Antifa Lübeck. Eine ihrer ersten Aktionen: In Bad Segeberg fotografierten sie die Teilnehmer*innen des Klimastreiks am 27. September. Der Aryan Circle stört sich an den „Gutmenschen“, die sich nicht bloß für eine neue Energiepolitik starkmachen. Mitglieder der Gruppe haben die Anmelderin zu Hause aufgesucht und nicht nur Aufkleber hinterlassen. Mehrere Männer klingelten und drohten an der Tür…“ – aus dem Beitrag „Militanter Zirkel“ von Andreas Speit am 11. Oktober 2019 in der taz online externer Link über norddeutsche Aktivitäten im Dienste der Konzerne. Siehe dazu auch einen Bericht aus Bremen:

  • „Rechte schlagen in Bremen zu“ ebenfalls von Andreas Speit am 08. Oktober 2019 in der taz online externer Link über Gesinnungskumpane aus Bremen: „… Der Name der neuen Gruppe an der Weser ist Programm: „Phalanx 18“. Am Samstagabend griffen Anhänger der selbst ernannten „Schlachtreihe Adolf Hitler“ im Bremer Viertel drei politische Gegner an und traten einem am Boden Liegenden ins Gesicht. In einer ersten Mitteilung über den Vorfall erwähnt die Bremer Polizei den politischen Hintergrund nicht. Sie spricht lediglich von einer „unbekannten Personengruppe“, die vor einer Lokalität „randalierte“, wobei „mehrere Personen“ verletzt worden seien. Auf Nachfragen der taz sagte die Polizeipressesprecherin nur, dass „Hinweise eingegangen“ seien und die Ermittlungen noch andauerten. In der besagten Nacht des 5. Oktobers waren zunächst etwa zehn Rechtsextreme in der „Steintor Schänke“ aufgetaucht. Die Szene-Kneipe liegt mitten im alternativen Viertel. Zeugen berichten, die Rechten seien aus der 24-Stunden-Kneipe rausgeschmissen worden. Auf der Straße hätten die Männer rassistische Sprüche skandiert und Sticker mit dem Aufdruck „Phalanx 18“ verklebt. Die Provokation hat die Gruppen offensichtlich erfreut...“