Februar ’17 Dresden +++ Alte & Neue Nazis Blockieren +++ Nichts gegen Dresden, aber…

Logo: Nichts gegen Dresden, aber... (Dresden stellt sich quer, 2017)… auch dieses Jahr wird uns der alljährlich in Dresden zelebrierte Gedenkzinnober nicht erspart bleiben. Neben dem öffentlichen Gedenken am 13. Februar, dem Klagen über das vermeintlich sinnlose Bombardement einer ach so unschuldigen Stadt, werden erneut mehrere hundert (Neo-)Nazis aufmarschieren. Nachdem 2010 und in den folgenden Jahren der Naziaufmarsch verhindert wurde, nahmen die Teilnehmer*innenzahlen der schlechten Verlierer*innen in den letzten Jahren wieder zu. Und da ihnen die Innenstadt durch jahrelanges Engagement madig gemacht wurde, wichen die Schlechtmenschen 2016 erstmals an den Stadtrand nach Dresden-Nickern aus. Trotz aller Erfolge der vergangenen Jahre ist nicht damit zu rechnen, dass die Nazis den Termin des 13. Februar kampflos aufgeben – Widerstand ist immer noch notwendig! (…) Es gibt momentan zwei gesicherte Nazi-Anmeldungen für den 11.02. und 18.02.2017. Hinzu kommt der 13. Februar selbst, der dieses Jahr ein Montag ist. Nach derzeitigem Stand ist eine (Neo-)Nazidemo am 11.02. vom Zwingerteich in Richtung Dresden-Neustadt das wahrscheinlichste Szenario. Die Vorbereitungen auf unserer Seite laufen, doch verlässlichere Infos werden, wie in den letzten Jahren, erst recht kurzfristig verfügbar sein…Info vom 1. Februar 2017 auf der Facebook-Seite von Dresden stellt sich quer externer Link. Siehe dazu:

  • Dresden: Neonazistische „Trauermärsche“ zum 13. Februar
    An einem so genannten „Trauermarsch“ zur Erinnerung an die Luftkriegszerstörungen in der Stadt während des zweiten Weltkrieges beteiligten sich am frühen Samstagabend in Dresden ungefähr 500 Neonazis. Die Versammlungsteilnehmer kamen zu einem großen Teil aus Sachsen, reisten teilweise aber auch aus den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Baden Württemberg sowie dem europäischen Ausland, beispielsweise aus Tschechien und Serbien an…Beitrag von PS RN Fans & Co. vom 12.02.2017 bei Indymedia linksunten – mit Bildern vom Demotag in Dresden externer Link. Die Sächsische Zeitung vermeldet zudem, dass die Demo-Anmeldung der Rechten für den 18. Februar zurückgezogen wurde!
  • Dresdner Polizei lässt Holocaustleugner gewähren – 1000 protestieren gegen Neonazis
    In Dresden spielen sich kurz vor dem Gedenktag an die Zerstörung der Stadt im Krieg unfassbare Szenen ab. Ein Rechtsextremer bekennt sich in einer Rede offen zum Nationalsozialismus, ohne dass die Polizei einschreitet. Nur die Bürger stellen sich quer…Artikel vom 11. Februar 2017 bei der Leipziger Volkszeitung online externer Link  

  • 11.2.: Zwei rechte Kundgebungen und Gegenproteste angemeldet
    Zwei Tage vor dem offiziellen Gedenken zum 13. Februar in Dresden werden zahlreiche Demonstranten verschiedener Lager erwartet. Ein Rechtsextremist aus Bayern hat eine Demonstration in der Altstadt angemeldet. In Dresden-Plauen werden laut Ordnungsamt Rechtsextreme der lokalen Szene erwartet. Gegenprotest haben das Bündnis “Dresden nazifrei” und die AG “13. Februar” angemeldet…” MDR-Ticker externer Link, siehe auch:

  • „Dresden war keine unschuldige Stadt“ – Oberbürgermeister Dirk Hilbert ruft mit erstaunlich klaren Worten zur Menschenkette am 13. Februar auf
    … „Es gibt immer noch Versuche, die Geschichte umzudeuten und Dresden in einem Opfermythos dastehen zu lassen“, so der OB. Dann drückt er sich klarer als bisher aus:. „Dresden war keine unschuldige Stadt, das wurde wissenschaftlich ausgewertet.“ Der Totalitarismus von damals drohe wieder aufzuleben. „Wir müssen diese Tendenzen beobachten.“ Die Menschenkette stehe als Schutzschild gegen die Vereinnahmung durch rechtsextreme Kräfte, betont auch der Anmelder und TU-Rektor Hans Müller-Steinhagen. „Wer zeigen will, dass in Dresden kein Platz für rechtsradikales Gedankengut ist, den bitte ich, sich einzureihen.“ Die Kette soll sich vom Altmarkt über den Postplatz, die Augustusbrücke, das Königsufer, die Carolabrücke, die Synagoge bis zum Altmarkt erstrecken. Es ist geplant, dass sie sich um 18 Uhr zum Glockenläuten schließt…Artikel von Andreas Weller vom 02.02.2017 bei der Sächsischen Zeitung online externer Link