Nach dem Wahlsieg der Rechten in Venezuela: Unternehmerverband fordert Prämie für massive Unterstützung – Weg mit Kündigungsschutz, runter mit dem Mindestlohn…

Auch linke Stadtteilgruppen riefen am 6. Dezember 2015 in Venezuela zur Wahl der Regierung aufNur wenige Stunden nach Bekanntgabe der neuen Mehrheitsverhältnisse im Parlament von Venzuela hat der Präsident des Unternehmerverbandes (Fedecámaras), Francisco Martínez, detaillierte Forderungen für die kommende Arbeit des legislativen Organes aufgestellt. Auch weitere Vertreter aus dem Bereich von privater Industrie, Handwerk, Handel und Agrarwirtschaft äußerten sich“ – so beginnt der Artikel „Unternehmer in Venezuela präsentieren neuem Parlament ihre Erwartungen“ von Marta Andujo und Eva Haule am 09. Dezember 2015 bei amerika21.de externer Link der in der Unterzeile die Grundinformationen so zusammenfasst: „Preiskontrollen, Arbeitsgesetze und soziale Investitionen im Visier. Enteigneter Besitz soll zurückgegeben werden. Auch politische Forderungen“. Siehe dazu auch einen weiteren Beitrag über die wahren Wahlsieger:

  • „Soziale Gesetze im Visier“ von Malte Daniljuk am 10. Dezember 2015 in neues deutschland externer Link, worin es unter anderem heißt: „Für die Privatwirtschaft formulierte der Präsident des Unternehmerverbandes (Fedecámaras), Francisco Martínez, zahlreiche Forderungen an die zukünftige oppositionelle Mehrheit. So sollen die Gesetze zurückgenommen werden, die bisher Preise für Güter des Grundbedarfs niedrig hielten. Außerdem wünscht er sich, dass das neue Arbeitsgesetz annulliert wird. Das hatte die Regierung 2012 eingeführt und damit die Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden reduziert und den Kündigungsschutz gestärkt. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Martínez präsentierte auch der Präsident des »Verbandes der landwirtschaftlichen Produzenten und Viehzüchter«, Carlos Albornoz, seine Forderungen. »Seit 2005 hat die Regierung 1200 Ländereien enteignet, was einer Fläche von 5,7 Millionen Hektar entspricht«, klagte der Großgrundbesitzer Albornoz. Er forderte das neue Parlament auf, diese Maßnahmen rückgängig zu machen