Während ein Präsident faschistoide Ausfälle inszeniert, finden massive Proteste gegen den herrschenden Rassismus statt: Von New York über Washington bis nach Puerto Rico

USA nach Charlottesville: "Make Racism wrong again"Die faschistoiden, rassistischen Ausfälle des US-Präsidenten gegen vier weibliche Abgeordnete der Opposition sind eindeutig eine Mobilisierungs-Strategie (auch für die kommenden Wahlen) – die rassistischen und homophoben Ausfälle des Gouverneurs von Puerto Rico sind eindeutig ein Beweis für die Stärke des Rassismus in den USA. Wie auch der abermalige Freispruch eines Polizisten, der tödliche Schüsse abgab: Vor fünf Jahren in New York wurde dabei Eric Garner getötet. Während es quer durch die USA Protestaktionen und Demonstrationen gegen Trumps Hetzkampagne und die damit verbundenen terroristischen Lager-Maßnahmen gegen MigrantInnen gab, die zuletzt erstaunlich viele Menschen mobilisierten, gab es in New York nach dem Urteil massive Protestaktionen: Beides wenig, im Vergleich zu den intensiven Massenprotesten auf Puerto Rico, mit denen der Rücktritt des Gouverneurs gefordert wird. In unserer aktuellen Materialsammlung „Rassismus in den USA – ruft erneut Massenproteste hervor“ vom 19. Juli 2019 stehen die Entwicklungen auf Puerto Rico im Mittelpunkt (im Gegensatz zu den bürgerlichen Medien in der BRD, die sich aus politischem Willen lieber auf die parlamentarischen Auseinandersetzungen beschränken):

„Rassismus in den USA – ruft erneut Massenproteste hervor“

„Rassismus und Polizeigewalt“ am 19. Juli 2019 in der jungen welt externer Link ist eine afp-Meldung über die Proteste gegen den Freispruch des Todesschützen von Eric Garner, in der unter anderem vermeldet wird: „Fünf Jahre nach dem Tod des Afroamerikaners Eric Garner nach dessen gewaltsamer Festnahme haben Vertreter der »Black Lives Matter«-Bewegung am Mittwoch (Ortszeit) in New York gegen Rassismus protestiert. Einen Tag zuvor hatte das US-Justizministerium die Ermittlungen gegen den verantwortlichen Polizisten ohne Anklage eingestellt. Es gebe »nicht ausreichend Beweise«, dass Daniel Pantaleo gegen das Gesetz verstoßen oder zu Garners Tod beigetragen habe…“

„Protesters showed up outside killer cop Daniel Pantaleo’s home last night“ am 18. Juli 2019 im Twitter-Kanal von AshAgony externer Link ist ein kurzer Videobericht über das Ende der Proteste gegen das Urteil – der „Besuch“ vor dem Haus des Täters…

„États-Unis: branle-bas de combat avant le coup de filet migratoire de Trump“ am 14. Juli 2019 bei RFI externer Link ist eine der zahlreichen Meldungen über Proteste gegen Trumps Hetztiraden – hier in Verbindung mit den Aktivitäten gegen den „Einsatzbefehl“ an das ICE für Montag (der dann, wieder einmal, teilweise zurückgenommen wurde) und von denen berichtet wird, dass sie deutlich mehr Mobilisierungskraft hatten als bisher. Dieses Beispiel haben wir ausgewählt, weil hier auch darauf verwiesen wird, dass eine solche Demonstration gegen Trumps Rassismus und faschistoide Hetze auch in Paris stattfinden werde.

„Puerto Rico: protesters urge governor to quit after leak of homophobic messages“ am 16. Juli 2019 im Guardian externer Link ist ein Bericht über den dritten Tag der Massenproteste für den Rücktritt des rassistischen Gouverneurs, worin sowohl einige Beispiele der „geleakten Tweets“ angeführt werden, als diese neuerlichen Proteste auch vor dem Hintergrund der Verwüstungen der Insel durch den Wirbelsturm vor zwei Jahren betrachtet werden, bei denen sich Unfähigkeit und Korruption der Regierung gezeigt hätten.

„Massive protests in Puerto Rico seek governor’s resignation and an end to colonization“ von Zeo PC am 17. Juli 2019 bei Peoples Dispatch externer Link ist ein Beitrag, der einen Gesamtüberblick über die Proteste und ihre Entwicklung gibt: Sie werden, trotz massiver Polizeirepression jeden Tag größer, und jeden Tag stärker wird die Forderung nach seinem Rücktritt…

„Continuam chegando manifestantes contra o governo“ am 18. Juli 2019 beim Twitter-Kanal Ubique externer Link ist eine Kurzmeldung (mit Video) von der Großdemonstration am Donnerstag, an der sich am Ende über 100.000 Menschen beteiligten – mit der Hauptforderung „Rücktritt“.

„Pas seulement à San Juan, pour la première fois un mouvement de protestation s’étend à tout Puerto Rico“ am 17. Juli 2019 beim Twitter-Kanal Conseils Ouvriers externer Link ist eine Meldung, die vor allem unterstreicht dass – für Puerto Rico eher neu und im Ausmaß ohnehin noch nie da gewesen – die Proteste keineswegs nur in der Hauptstadt San Juan stattfinden, sondern auch in vielen anderen Orten Tausende auf den Straßen sind – zur Beweisführung wird ein kurzes Video aus Ponce gezeigt…

„Puerto Rico. «Gobiernan un país que no conocen»“ von Ana Ortiz am 17. Juli 2019 bei Resumen Latinoamericano externer Link ist ein Beitrag, der neben der Repression vor allem darüber berichtet, dass sehr viele der DemonstrantInnen davon überzeugt sind, dass dieser Gouverneur nicht nur ein Rassist ist, sondern auch eine Art Verkörperung der Fremdherrschaft – sie „regieren ein Land, das sie nicht kennen“…

„Puerto Rico’s Privatizers Are Finally Getting What They Deserve“ von Monique Dols am 16. Juli 2019 bei Portside externer Link dokumentiert (ursprünglich im Jacobin Mag) ist ein Beitrag über den anstehenden Prozess gegen die frühere Erziehungsministerin von Puerto Rico, die den Wirbelsturm als Vorwand für die Privatisierung des Schulwesens nutzen wollte (wofür sie offensichtlich die eine oder andere Belohnung erhielt, deswegen jetzt die Juristerei) – diese Inselregierung sammelt alles denkbar negative zusammen…

„Sindicatos puertorriqueños piden la renuncia del gobernador Ricardo Roselló“ am 16. Juli 2019 bei CLATE externer Link ist eine Meldung über eine Erklärung mehrerer Gewerkschaften aus Puerto Rico, die sich der Forderung nach dem Rücktritt des Gouverneurs anschließen, wofür sie als Begründung eine Zusammenstellung aller rassistischen, antisozialen und sonstigen reaktionären Maßnahmen veröffentlichen.

„Puerto Rico. Rosselló se rehúsa a renunciar a gobernación“ am 18. Juli 2019 bei Resumen Latinoamericano externer Link meldet, dass – zumindest bis Gestern – der rassistische Gouverneur sich weigert, der Forderung nach seinem Rücktritt nachzukommen. Er ließ mitteilen, er werde „das Vertrauen wieder herstellen“. In der Meldung auch eine kurze Zusammenfassung der Bekundungen bekannter puertorikanischer Künstlerinnen und Künstler, die sich der Forderung nach Rücktritt anschließen und mehrfach betonen, sie seien bereits auf der Rückreise zur Insel, um an den Demonstrationen für den Rücktritt teilzunehmen…