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Updated: 07.01.2010 16:24

Arbeits- und Lebensbedingungen in den USA

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Krankenschwester-Gewerkschaft: Gesundheitsgesetz stärkt Versicherungsunternehmen new

Die zweite große Mogelpackung (nach dem Friedensnobelpreis - aber der war ja ohnehin allerspätestens seit Kissinger entwertet) sei die Health Care Bill, sagen radikalere Kritiker, während viele meinen, Druck wurde an dem Gesetz noch etwas ändern. Und Druck wurde und wird in der Tat gemacht - auf der Straße von christlichen Fundis, in den normalen Kanälen von der Unternehmen der Versicherungsbranche. Und da deren Mitarbeiter nicht in ihrer Gewerkschaft sind, kann die neugegründete National Nurses Union, die 160.000 Krankenschwestern organisiert hat, deutlich Stellung beziehen. In einer 10 Punkte Kritik weist die Gewerkschaft immer wieder darauf hin, welche neuen zusätzlichen Möglichkeiten die Versicherungsunternehmen mit diesem Gesetz bekommen - unter anderem wird der Traum vieler "Experten" verwirklicht, die Menschen zur Gesundheit zu zwingen. Unsterblich werden sie dadurch zwar nicht, entgegen mancher darauf zielender Behauptung, aber sie dürfen dann mehr bezahlen, wenn sie bestimmte "Wellness"-Programme versäumen...Die Stellungnahme der Anfang Dezember 2008 durch Fusion dreier Gewerkschaften entstandenen NNU "Health care bill gives away too much to insurance companies" pdf-Datei vom 22. Dezember 2009.

Not buying it

Wie es möglich ist in New York City nicht einen Cent für Essen auszugeben und sich dennoch gesund und ausgewogen zu ernähren. Eine Reportage aus NY von Ingo Woelke pdf-Datei. Aus dem Text: „... Zunächst noch ruhig, aber bestimmt erklärt er, dass es sich bei ihnen um eine rein antikapitalistische Gruppe handelt. Fälschlicherweise berichten die Medien in Amerika über sie lediglich als Bewegung, deren Ziel die Offenlegung der Verschwendung von Lebensmitteln ist. „Doch das ist nur ein winziger Aspekt unseres Lebens“, so Adam. Neben diesen Trash – Touren gibt es noch eine Menge an anderen Projekten. Beispielsweise eine Fahrradwerkstatt, in der alte Räder kostenlos mit Teilen, die aus dem Müll stammen, wieder hergerichtet werden. Das gleiche gibt es nun auch mit einer Computerwerkstatt. Oder es gibt das Wild Foraging Programm, in dem gelehrt wird, welche Pilze, Beeren und andere Früchte in der freien Natur genießbar sind. Ein anderes Beispiel wäre das Sammeln von alten Lebensmitteln, um sie zu Kompost zu verarbeiten, da die Reste ansonsten ungetrennt im normalen Müll verschwinden, der anschließend mit Trucks nach Pennsylvania gefahren wird. (...) Auch wir haben im Gegensatz zum letzten Jahr, in dem wir die Gruppe erstmals trafen, eine Veränderung wahrgenommen. Damals trafen sich die Freegans zu ihren Trash Touren, weil sie eine gemeinsame Lebensphilosophie hatten. Sie kamen gerne mit vorbeiströmenden Passanten ins Gespräch, ohne dabei Moralpredigten mit erhobenem Zeigefinger zu halten. Außerdem wollten sie auf die gewaltige Verschwendung von Lebensmitteln aufmerksam machen, durch ihre Lebensweise, die ein Überleben ohne Konsum ermöglicht. Heute gibt es in der Gruppe eine steile Hierarchie, mit bestimmten Anführern und Anführerinnen, die Regeln und Vorschriften festlegen und deren Einhaltung überwachen. Dadurch entstehen innerhalb der Gruppe viele Konflikte, Unstimmigkeiten und Kommunikationsprobleme...“

American Apparel: Skandal im Modemarkt

Wer in der Frankfurter Kaiserstraße die Filiale der Kleidungskette American Apparel betritt, tut dies meist mit einem guten Gefühl. Denn das Unternehmen lässt seine T-Shirts nicht von Kinderarbeitern in Bangladesch nähen, sondern mitten in Los Angeles. Dafür sind die Kleider etwas teurer als bei der Kette H & M. So weit, so gut für den politisch korrekten Konsumenten. Nur kratzen immer wieder Kritiker am guten Image. Da sind die allzu direkt auf den Faktor Sex setzenden Werbemotive. Und da ist vor allem die Frage, wie das Unternehmen es schafft, zu konkurrenzfähigen Preisen in den USA zu produzieren. Die Antwort ist einfach: Es beschäftigt kaum US-Amerikaner als Arbeiter, sondern Einwanderer aus Mittel- und Südamerika. Denn kaum ein US-Bürger bewirbt sich um den harten Job in der Textilindustrie zu solch mickrigen Löhnen. Sie liegen zwischen umgerechnet 6,70 und acht Euro. Mexikaner dagegen stehen Schlange. Viele davon haben weder Visum noch Arbeitsgenehmigung...Artikel von Felix Wadewitz in der Frankfurter Rundschau vom 17.10.2009 externer Link

US-Arbeitsmarkt: Jobless-Recovery

Während die Langzeit-Arbeitslosigkeit dramatisch ansteigt, soll dieses Jahr ein Viertel der US-amerikanischen Kinder unter die Armutsgrenze fallen.
Zuerst die gute Nachricht: Im jüngsten Arbeitsmarktbericht der US-Regierung wurde neuerlich ein Rückgang der Neuanmeldungen zur Arbeitslosigkeit gemeldet, was bei einigen Experten als wichtigste Voraussetzung für das Ende einer Rezession gilt. Freilich hatte dieser Indikator bereits im Mai derartige Hoffnungen geschürt, nur um im Folgemonat dann doch wieder anzusteigen
…“ Artikel von Rainer Sommer in telepolis vom 13.09.2009 externer Link

Das verlorene Jahrzehnt: Gewerkschaftsstudie belegt dramatische Verschlechterung der Lebenslage junger Arbeitnehmer in den USA

„Immer weniger junge US-Amerikaner sind krankenversichert, können sich weiterbilden, Geld zur Seite legen oder eine Familie gründen. Vor dem Labor Day erschien jetzt eine Untersuchung des Gewerkschaftsverbandes AFL-CIO, die ein düsteres Bild zeichnet…Artikel von Velten Schäfer im Neues Deutschland vom 04.09.2009 externer Link. Siehe dazu:

Der Sheriff räumt - Rosemary kommt wieder

Es sollte in Minneapolis passieren, was seit anderthalb Jahren in den USA bereits zigtausendfach passiert ist: Rosemary Williams sollte aus ihrem Haus geworfen werden, weil eine Baugesellschaft es so will - was die achte leerstehende Wohnmöglichkeit in einem Block im Süden der Stadt bedeutet hätte. Was auch schon mehrfach passiert ist, passierte hier nicht: Der Sheriff verweigerte sich dem Unternehmerwillen nicht. Aber es passierte, was nun immer öfter passiert: Organisierter Widerstand. Stunden nach der Räumung kam Rosemary zurück, begleitet von rund 50 Nachbarn und Aktivisten der "People's bailout" Bewegung, die nun alle zusammen seit 11 Tagen eine Besetzung durchführen, die zunehmend auch über die Region hinaus bekannt wird. In den USA hat sich inzwischen ein dichtes Netzwerk von zunehmend stärkeren Alternativmedien gebildet, die in ihrer Berichterstattung sich nicht den Unternehmenssorgen widmen, sondern dem Leben der Menschen in der Krise. Dafür sind auch die Berichte bei "Fight back news" ein gutes Beispiel - die nahezu täglich über die Hausbesetzung in Minneapolis berichten, so zum Beispiel in "Day 11: Rosemary Williams still in her home" externer Link vom 19. August 2009.

Früher "working poor", jetzt "poor"

„Der 67-jährigen Publizistin Barbara Ehrenreich kommt das Verdienst zu, mit Sachbüchern und Artikeln in großen Zeitschriften und Zeitungen zentrale amerikanische Mythen zerpflückt zu haben: das unerschütterliche "Amerika der Mittelschichten", die gesegnete "Dienstleistungsgesellschaft" und nicht zuletzt die "trickle down economy". Die Investigativjournalistin erklärte den Amerikanern während des Wirtschaftsbooms unter Clinton und Bush, was die "working poor" sind: eine stetig wachsende Zahl von Menschen, die zu Niedriglöhnen arbeiten, oft mehrere dieser sogenannten McJobs haben und trotzdem arm bleiben. Aber das war vor der Wirtschaftskrise...“ Artikel von Max Böhnel auf Telepoilis vom 02.07.2009 externer Link

Really a road home ?!

Wie das Programm Denvers Road Home innerhalb von zehn Jahren die Obdachlosigkeit in Denver (Colorado) abschaffen will. Artikel von Ingo Woelke mit Bildern externer Link pdf-Datei. Aus dem Text: „…Der erste Schritt der Kommission war eine Analyse der gegenwärtigen Situation in Colorados Hauptstadt. Dabei wurde festgestellt, dass es in der Metro Area Denver über 12.000 Menschen ohne festen Wohnsitz gab. 61% von diesen waren Familien mit Kindern und 40% der Obdachlosen hatte einen festen Job oder gingen zumindest Gelegenheits- oder Tagesarbeiten nach. Es wurde auch festgestellt, dass einer der gravierendsten Gründe für Obdachlosigkeit die massiv gestiegenen Mieten war und viele Menschen diese einfach nicht mehr zahlen konnten. Sie waren gezwungen zu Verwandten zu ziehen, in billige Hostels oder Motels zu ziehen oder im Auto zu leben. Gleichzeitig stellte die eingerichtete Kommission aber fest, dass die in der Bevölkerung dominierende Vorstellung von Obdachlosigkeit jenes stereotype Bild des trinkenden, faulen, bärtigen Obdachlosen mit dem Einkaufswagen voller Pfandflaschen war, der sie bei ihren Einkäufen in der 16 Street Mall um Kleingeld anschnorrte. Die Kommission arbeitet 18 Monate an Möglichkeiten wie die analysierte Situation nachhaltig zu verbessern sei. Das Resultat ist das Programm Denvers Road Home. Dieser Plan wurde dann schließlich im Juli 2005 durch Bürgermeister Hickenlooper und den City Council auf den Weg gebracht…

20 Jahre Exxon Valdez - 20 Jahre Lügen

Eigentlich habe Mark Twain schon alles über den Großtanker, der 1.200 Kilometer Küste von Alaska auf Ewigkeiten versaut hat gesagt: "Es gibt Lügen, verdammte Lügen - und Statistik". Die Exxon-Valdez Katastrophe steht - wie das AKW Three Miles Island - für Beinahe-GAUs, die per Medien-Mainstream und "Aussitzen" ad acta gelegt werden, zumindest für jene, die nicht direkt betroffen sind. Diese keineswegs amerikanische Spezialität untersucht in dem Beitrag "Stick Your Damn Hand In It: 20th Birthday of the Exxon Valdez Lie" externer Link Greg Palast in seinem Blog am 23. März 2009.

Slumdog Hollywood

Die Geschichten vom Tellerwäscher zum Millionär erleben ein Revival, wie stets in Krisenzeiten. Doch während Hollywood die Stories aus Indien mit Trophäen bewirft, wird die umgekehrte Geschichte seltener verfilmt: Los Angeles ist die US-Amerikanische "Hauptstadt der Obdachlosen". In der Stadt, die "plötzlich entdeckt", dass jeder und jede fünfte EinwohnerIn soziale Hilfen bezieht, die einen großen Anteil daran hat, dass der Bundesstaat Kalifornien heute 540.000 Jobs weniger bietet als vor einem Jahr, wurden jetzt 73.000 Obdachlose gezählt. Der Artikel "Con 73.000 indigentes, Los Ángeles es la capital de los sin hogar de Estados Unidos" externer Link von Isabel Piquer ist am 22. März 2009 bei rebelion.org veröffentlicht worden.

Außer für Banken und Unternehmen gibt es nur noch Geld für Polizei

Der Bürgermeister von Philadelphia wollte sein Jahresbudget für 2009 vom Stadtrat verabschieden lassen. Scharfe Einschnitte bei Sozialausgaben, überproportional bei jenen, die an die afroamerikanischen Communities gehen und nur ein wachsender Posten: Eine Milliarde für die Polizei und Gefängnisse. AktivistInnen der International People's Democratic Uhuru Movement (InPDUM) protestierten im Rat - und erlebten Polizeiaktion direkt. "Free the City Hall 2!"externer Link ist der Bericht über diese Aktion, ihren Hintergrund und Solidaritätsaufruf für zwei festgenommene Aktivisten bei Uhurunews vom 20.- März 2009

Die Toten von Three Miles Island

"Beinahe" - das Wort gehört zur Grundausstattung, wenn über Harrisburg geschrieben oder geredet wird. Beinahe habe es damals eine Katastrophe gegeben. Beinahe sei das das Ende der hochsubventionierten AKW-Industrie gewesen. Der "Beinahe" gibt es noch viele - und Harvey Wassermann, ein langjähriger Aktivist der sozialen Umweltbewegung weist mit vielen Fakten nach, dass sie allesamt Beschwichtung sind. Es gab eine Katastrophe, und es gab Todesopfer - und es gibt bis heute immer mehr. "People Died at Three Mile Island" externer Link heisst sein Artikel, der am 24. März 2009 bei "Counterpunch" veröffentlicht wurde - nur das mit dem Ende der AKW-Industrie war "beinahe". Nicht nur der Kriegsjournalismus - und keineswegs nur in den USA - ist "embedded", eingebunden - das gilt in sozialen Fragen genauso...

Der Volksheld, der Kapitalismus, die Krise

Der Pilot Chesley "Sully" Sullenberger war im Januar der Medienheld. Dass er es geschafft hatte, sein Flugzeug entgegen aller Erfahrungen auf dem New Yorker Hudson River so notzulanden, dass niemand zu Schaden kam, wurde in aller epischen Breite ausgewalzt. Jetzt war er vor den Kongress geladen, zu einem Hearing über Flugsicherheit und erwies sich als arger Spielverderber. Es fehlen erfahrene Piloten sagt er, weil sie vorziehen in Rente zu gehen oder andere Jobs zu suchen: 40% Einkommensverlust habe er persönlich in den letzten Jahren gehabt und mit der aktuellen Krise werde diese Tendenz zunehmen. Dementsprechend ist es auch nicht überraschend, dass er diesmal in den grossen Medien nicht so viel Platz fand; der (englische) Bericht "Chesley "Sully" Sullenberger To Congress: My Pay Has Been Cut 40 Percent In Recent Years, Pension Terminated" externer Link von oan Lowy and Michael J. Sniffen erschien am 24. Februar 2009 in der "Huffington Post".

Kalifornien: Leben mit der Krise

Wildcat hat Leute in verschiedenen Ländern gebeten, ihre Beobachtungen zu den Auswirkungen der Krise aufzuschreiben. Bericht aus den USA von Ende letzten Jahres externer Link

Inauguration Day

ARREST BUSH 2009Schlappe 150 Millionen Dollar plus X wird das Spektakel zur Amtseinführung am Dienstag kosten. Ein paar Dollar sind da natürlich auch für die Obdachlosen drin. So wie berichtet wird, weitet der Secret Service die „Sicherheitszone“ um das Spektakel herum ziemlich weit aus. Verboten sind für alle Besucher Rucksäcke, Handtaschen usw., also alles wo man eine Bombe verstecken kann. Und damit hat es dann auch die Obdachlosen erwischt, welche zusammen mit ihrem gesamten Besitz (ein Einkaufswagen, ein Zelt oder Schlafmatte) die Unverschämtheit besitzen, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, in eben dieser Sicherheitszone ums Überleben zu kämpfen. Siehe dazu:

  • Obamas Amtseinführung: Notstandsfeier ohne Obdachlose
    Um viel Geld auszugeben, braucht die neue US-Regierung kein Konjunkturprogramm: Die Amtseinführung von Barack Obama wird rund 150 Mio. $ kosten - bei Schnee noch mehr.
    Nochpräsident George W. Bush, dessen eigene Vereidigungsfeierlichkeiten 2005 nur 42 Mio. $ gekostet hatten, hat sogar den Notstand für Washington ausgerufen. Die Stadt hatte um die Einstufung als Katastrophengebiet gebeten, damit sie die Sicherheitskosten nicht allein tragen muss. Der Anblick von Obdachlosen soll dabei das Fest nicht stören. Busse sollen sie abholen und in Unterkünfte fahren, wo Getränke und Essen auf sie warten, berichtete die "Washington Post". Natürlich freiwillig. Man wolle nicht den Eindruck erwecken, die Obdachlosen sollten "weggekarrt" werden, so Stadtrat Tommy Wells.“
    So der kurze Artikel von Sabine Muscat in der FTD vom 18.01.2009 externer Link. Siehe dazu:
    • Where do the homeless go during inaugural?
      Clifton Wayne Lee, a homeless veteran, usually sleeps on a heating grate outside the Federal Trade Commission building. It would be a prime spot on Inauguration Day — just steps from the inaugural parade route. But he'll have to give it up. District of Columbia and federal authorities are telling homeless people that they'll soon have to vacate the large chunk of property that will be secured before President-elect Barack Obama's inauguration Tuesday. The zone includes the National Mall, Capitol Hill and more than 10 blocks that make up the parade route…” Ein (englischer) Artikel von Kamala Lane (AP) erschienen im Austin American-Statesman vom 15.01.2009 externer Link
  • Alternative Aktionen
    Auch ansonsten ist in Washington in den nächsten Tagen eine Menge los:
    • Eine Zusammenfassung über alternative Events gibt bei Indymedia Washington DC „Inauguration Schedule For Activists” externer Link
    • After the Inauguration: A Day of action for Immigration Rights!
      Am Tag nach der Amtsübernahme veranstaltet die “The National Capitol Immigrant Coalition and the Fair Immigration Reform Movement” eine Demo für die faire Behandlung der Immigranten. Siehe dazu www.ncicmetro.org externer Link
    • ARREST BUSH 2009
      ARREST BUSH 2009We call for the arrest of George W. Bush for instigating an unwarranted war of aggression against a sovereign nation, wanton attacks on civilian populations, use of torture and violations of the Consititution of the United States and United Nations charter. Here is how you make a citizens arrest of a war criminal…” Am Tag der Amtseinführung versuchen Aktivisten vom „Washington Peace Center“, „After Downing Street“ und „Shoes For Bush” mit Plakaten (obwohl das strikt verboten ist) in die Nähe des FBI-Centers zu kommen und Bush's und natürlich auch Cheney's Verhaftung zu fordern. Surft auf der Seite vielleicht mal ein bisschen rum externer Link. Die haben da Videos, Plakate und viele weitere Informationen
  • Offizielle Seite
    Natürlich gibt's auch eine regierungsoffizielle Seite externer Link
  • Wer ist Barack Obama?
    Die Vereinigten Staaten hoffen auf einen Neuanfang. Kann und wird ihr neuer Präsident die Erwartungen erfüllen? Noam Chomsky, Weltstar der Sprachwissenschaft und Amerikas härtester Kritiker, ist skeptisch. Ein Interview von Hans-Joachim Neubauer mit Noam Chomski im Rheinischen Merkur vom 15.01.2009 externer Link

Krawalle in Kalifornien: Polizist erschießt gefesselten Schwarzen

Danger: Police in Area

Eine Protestaktion in Kalifornien gegen die Erschießung eines unbewaffneten schwarzen Mannes durch einen Polizisten hat in der Nacht zum Donnerstag schwere Krawalle ausgelöst. Mehr als 100 Menschen wurden nach mehrstündigen Ausschreitungen in Oakland festgenommen, berichtete die Zeitung "San Francisco Chronicle" am Donnerstag. Mit Knüppeln und Tränengas gingen Polizeibeamte gegen die Demonstranten vor...“ Agenturmeldung in der Frankfurter Rundschau vom 09.01.2009 externer Link. Siehe dazu:

  • Polizist in Oakland erschießt Mann in U-Bahn
    "In der Sylvesternacht kam es in der US-Stadt Oaland zu einem unglaublichen Vorfall. Ein Polizist erschoss vor den Augen von ca. 50 Zeugen_innen einen gefesselten und wehrlosen Mann aus nächster Nähe und völlig ohne Grund..." Beitrag mit vielen Links von Kurt auf Indymedia vom 08.01.2009 externer Link

Armut wächst: Mit der Zahl der Arbeitslosen wächst die derjenigen, die in Armut fallen und Lebensmittelmarken benötigen

„Aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise steigt nicht nur die Zahl der Arbeitslosen in den USA, auch die Zahl der Amerikaner, die auf Lebensmittelmarken (food stamps) angewiesen sind, nimmt wieder zu. Erwartet wird, dass erstmals seit der Flutkatastrophe durch den Wirbelsturm Katrina 2005, als kurzzeitig im November 2005 ein Höchststand von 29,8 Millionen erreicht wurde, mehr als 30 Millionen Menschen auf das Programm rekurrieren, das seit 1. Oktober unter dem angeblich weniger stigmatisierenden Namen Simplified Nutrition Assistance Program, abgekürzt SNAP, läuft. Bei Amtsantritt von Bush gab es nur 17 Millionen SNAP-Empfänger, deren Zahl seitdem kontinuierlich angestiegen ist (…) Problematisch dürfte auch werden, dass es für Arbeitslose, die keine minderjährigen Kinder groß ziehen und keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld besitzen, keine finanziellen Unterstützungsprogramme mehr gibt. Viele können nicht einmal Lebensmittelkarten beantragen, da arbeitslose Menschen im Alter von 18 bis 50 Jahren, die keine minderjährigen Kinder haben, nur drei Monate lang im Verlauf von drei Jahren Lebensmittelkarten erhalten…“ Artikel von Florian Rötzer auf Telepolis vom 29.11.2008 externer Link

"Take back the housing "

40.000 Häuser haben die Banken im Bezirk Miami 2008 an sich gerissen. Aber immer mehr Betroffene gehen vom Trauern zum Widerstand über: Sie machen das Naheliegende. Leere Häuser besetzen. Die Kampagne "Take back the land" spielt dabei eine wichtige Rolle: "The Peoples' Bailout- Take Back the Housing" externer Link heißt ihre aktuelle Aktivitätenreihe wie in dem Bericht vom 26. November 2008 deutlich wird.

Wir könnten, aber wir werden nicht - Eckardt Johanning prüft US-Wahlprogramme auf Herz & Nieren

Während im Moment der Begriff »notleidend« eher für Kredite oder Bankhäuser verwendet wird und zum aktuellen Zeitpunkt das Ausmaß der Krise der Finanzen weder für die Masse der Bevölkerung in den USA, noch für den Rest der Welt abzuschätzen ist, hat sich Eckardt Johanning der Mühe unterzogen, zu analysieren, wie sich die beiden Präsidentschaftskandidaten(-teams) in den USA die Reform des Gesundheitswesens vorstellen und ob sich für den wirklich notleidenden Teil der Bevölkerung in den USA, nämlich die Millionen nicht Krankenversicherten und die Unterversicherten, etwas verbessern wird. Das Ergebnis fällt auch für Obama ernüchternd aus. Yes, we can? – But we won't! Artikel von Eckardt Johanning, erschienen im express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 10/08. Wie die US-Gewerkschaften damit umgehen, beschreibt Nadja Rakowitz in ihrem Artikel: Kotau vorm Kapital? Gewerkschaften & Gesundheitsreform im US-Wahlkampf

"Hört auf, von den Banken zu reden - sprecht von ihren Opfern!"

Im Jahr 2008 wurde im Zuge der kapitalistischen Krise in den USA alle 10 Sekunden ein Haus beschlagnahmt - macht in der Jahressumme runde 2 Millionen. Mit Abschiedsbriefen, die darauf verwiesen, sind im Verlauf des Jahres mehrere hundert Selbstmorde registriert worden. Die Kommerzmedien sorgen sich um die Banken: LabourNet Germany versucht, in der aktuellen knappen Materialsammlung "Bankenopfer" vom 31.Oktober 2008, den Blick nicht auf beschenkte Millionäre sondern auf beraubte Millionen Menschen zu lenken.

"Die Profiler": Alltäglicher Rassismus macht afroamerikanische Hafenarbeiter zu Terroristen

Die Hysterie läßt sich in Zahlen ausdrücken: Rund eine Million Menschen sind in den USA in der einen oder anderen Weise als des Terrorismus potenziell Verdächtige erfasst. Neben generalverdächtigen Menschen aus Arabien oder entsprechender Abstammung sind überproportional auch Afroamerikaner und Lateinamerikaner in diesen Erfassungslisten vertreten. Da aber zumindest erstere auch überproportional gewerkschaftlich organisiert sind, kommt es, wie es in der perversen Logik angelegt ist - Terrorismusverdacht gegen Gewerkschafter. Zwei Hafenarbeiter aus Sacramento müssen Anfang Oktober vor die Schranken einer Justiz, der sie zu Recht nicht trauen - vor rund einem Jahr besaßen sie die Frechheit ihr Auto auf dem Weg einer Polizeistreife zu parken... Die ILWU, Gewerkschaft der Hafenarbeiter an der Westküste der USA versucht, die gewerkschaftliche Solidarität zu organisieren. Der Solidaritätsaufruf "Defend Workers Rights, Drop the Bogus Charge" pdf-Datei des Local 10 der ILWU vom 19. September 2008.

Der Angriff der Killertomaten

Wie das Leben im modernen Kapitalismus so spielt: auch noch die durchgeknallteste Persiflage wird von der Realität mindestens eingeholt: Jetzt gibt es den Angriff der Killertomaten in echt. 167 Krankheitsfälle durch Salmonellen in Tomaten wurden in den USA registriert: Das ungefähr 2375. Remake des Horrofilms "Lebensmittelskandal" der natürlich der Normalzustand der Agroindustrie ist, wird in dem redaktionellen Artikel "Killer tomatoes" externer Link vom 11. Juni 2008 im SF Gate besprochen...

Mittelschicht stürzt ab

»Nahrungsmittelunsicherheit« – steigende Energie- und Lebensmittelpreise sowie Immobilienkrise beschleunigen Pauperisierungstendenzen in den Vereinigten Staaten. Artikel von Tomas Konicz externer Link, zuerst erschienen in der jungen Welt vom 13.06.2008, auf der Webseite des Autors

Studie: Drei Millionen New Yorker haben nicht genug Geld für Essen

New York Food BankDie Glitzermetropole New York hat ein Hungerproblem: Einer Studie zufolge können sich mehr als drei Millionen New Yorker die täglichen Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten - das sind 40 Prozent aller Einwohner. Artikel in Spiegel-Online vom 14.06.2008 externer Link. Siehe dazu:

50 Schüsse. Notwehr? - Oder Todesschwadrone?

  • 200 Festnahmen bei Protesten gegen Polizei in New York
    200 Festnahmen bei Protesten gegen Polizei in New York„Bei Protesten gegen rassistische Tendenzen bei der Polizei und in den Justizbehörden sind in New York rund 200 Demonstranten vorübergehend festgenommen worden. Eine Polizeisprecherin sagte, unter den Festgenommenen sei auch der bekannte Bürgerrechtler Al Sharpton. Nach einigen Stunden seien aber alle Festgenommenen wieder freigelassen worden. Die Proteste richteten sich gegen den Freispruch von drei Polizisten, die im November 2006 einen unbewaffneten Schwarzen getötet hatten. Die Demonstranten versammelten sich an verschiedenen Orten, wie dem Polizei-Hauptquartier im Süden von Manhattan, am Central Park und auf der Brooklyn-Bridge. Sie riefen: "Keine Gerechtigkeit, kein Frieden" und "Das ganze verdammte System ist schuldig"…AFP-Meldung bei Google-News vom 08.05.2008 externer Link

  • Dazu gibt es Fotos in zwei verschiedenen Artikeln auf Indymedia New York „Civil Disobedience Pray-In Over Acquittals in Sean Bell Killingexterner Link english Text sowie “Coalition initiates coordinated blockades in response to Sean Bell verdictexterner Link english Text

  • 200 Arrested in Massive Show of Civil Disobedience Over Police Acquittals in Killing of Sean Bell
    “More than 200 people have been arrested in a day of protest over acquittal of three police officers in the killing of Sean Bell. The twenty-three-year-old Bell died in a hail of fifty police bullets on the morning of what would have been his wedding day in November 2006. He was unarmed. On Wednesday, demonstrators halted traffic at six busy intersections in Manhattan and Brooklyn …Ein Interview von Amy Godmann mit Demonstranten auf Democrcy Now vom 08.05.2008 externer Link english Text. Dort auch weitere Links zum Sean Bell Fall.

  • Proteste außerhalb des Gerichtsgebäudes
    Freispruch: Polizisten töteten jungen Schwarzen mit 50 Schüssen
    „2006 starb der 23-jährige Sean Bell im Kugelhagel - an seinem Junggesellenabend in New York. Nun wurden die Polizisten, die das Feuer auf ihn eröffneten, freigesprochen. (…) Nach zwei Monaten Prozessdauer mit 50 Zeugenaussagen sah Richter Arthur Cooperman den Vorwurf der fahrlässigen Tötung als nicht erwiesen an, berichtete die "New York Times". Der Tod des 23-jährigen Sean Bell im Kugelhagel der Polizei hatte Ende November 2006 in den USA landesweit Empörung ausgelöst. Der Vater von zwei kleinen Kindern hatte in einem Striptease-Lokal mit Freunden seinen Abschied vom Junggesellendasein gefeiert. Als die Männer den Club verließen, rammten sie mit ihrem Auto beim Abfahren ein ziviles Polizeifahrzeug und ein Gebäude. Daraufhin eröffneten fünf Polizisten das Feuer auf den Wagen der unbewaffneten Männer…“ dpa-Meldung in der Frankfurter Rundschau vom 26.04.2008 externer Link:
  • Three Cops Acquitted In Killing of Sean Bell
    Ein Bericht bei Indymedia New York mit weiteren Links und Photos von den Protesten außerhalb des Gerichtsgebäudes vom 25.04.2008 externer Link
  • Family of Sean Bell Website
    Die Familie von Sean Bell hat eine eigene Webseite mit Videos, Dokumenten und Photos externer Link
  • 50 Schüsse. Notwehr? - Oder Todesschwadrone?
    Seitdem Sean Bell am Tage seiner geplanten Hochzeit von der New Yorker Polizei mit 50 Schüssen in Notwehr (?) getötet wurde, macht das Wort Todesschwadron wieder die Runde. Der (englische) Beitrag "From Diallo to Sean Bell NYPD's Death Squads" externer Link von Jared Rodriguez und Brian Jones im Magazin "Counterpunch" vom 7. Dezember 2006 schildert ausserdem Bells Beerdigung als Treffen von Eltern getöter Jugendlicher - alle farbig, alle Opfer des NYPD.

Das Nest des internationalen Terrorismus?

Die demokratische amerikanische Vereinigung ACLU hat in einem Statement darauf hingewiesen, dass - glaubt mensch ausnahmsweise offiziellen Stellen - die USA das Zentrum des internationalen Terrorismus sind: Über 900.000 Menschen stehen dort wegen Terrorismusverdacht auf Überwachungslisten, haben beispielsweise Flugverbot. "Gäbe es eine Million Terroristen in diesem Land, müssten unsere Städte in Schutt und Asche liegen" sagte ein Sprecher der Organisation. Homeland Security - das ist auch ein Programm zur generellen Einschränkung von Freiheiten und zahlreiche AktivistInnen des Landes wurden schon bezichtigt. Aber es reichen auch schon dinge wie Namensgleichheit oder (konkret oft genug: arabische) Herkunft, um in die Liste "aufgenommen" zu werden. Der Beitrag "ACLU calls out US over 'absurd bloating' of terror watch list" externer Link von Nick Juliano vom 28. Februar 2008 beim Worldviewblog.

Mehr als die Hälfte des Himmels...zu tragen

Chinesische Männer in den USA kennt man - bestenfalls als Hilfsarbeiter beim Eisenbahnbau des 19. Jahrhunderts in Westernfilmen. Menschenleben, verheizt wie die Kohle. Ihre Widerstände sind erst in den letzten Jahren untersucht worden. die bürgerliche Geschichtsschreibung machte lange Zeit aus unaussprechlichem Horror das Unausgesprochene. Jetzt liegt eine Untersuchung vor über die Rolle chinesischer Frauen in der New Yorker Textilindustrie - eine von vielen Historikern bearbeitete Branche, da für die gesamte wirtschaftliche Entwicklung wichtig - aber die Chinesinnen kamen bisher kaum vor. Läßt sich in dem Falle aber kaum vermeiden: Es geht um die Textilindustrie in Chinatown in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der große Streik des Jahres 1982 unterstreicht schon wegen seiner zentralen Forderung den Unterschied der chinesischen Arbeiterinnen zu ihren Branchen-Vorgängerinnen (Jüdinnen und Italienerinnen zu Anfang des 20. Jahrhunderts, Afroamerikanerinnen und Puertokrikanerinnen in der Mitte des Jahrhunderts): sie waren zumeist verheiratete Frauen, deswegen die Forderung nach Versorgung der Kinder. Mehr zunächst zu lesen in der Buchbesprechung von Evan Roberts (Department of History and Minnesota Population Center, University of Minnesota) über "Xiaolan Bao: Holding Up More than Half the Sky: Chinese Women Garment Workers in New York City, 1948-92" externer Link publiziert am 21. Januar 2008 beim H-Net Bookreview.

Gute Arbeit. Guten Appetit.

Eine Kampagne wie "Gute Arbeit" der IGM ist verdienstvoll - schliesslich ist es das erste Mal seit Zimmermanns Zeiten, dass die Problematik der gesamten Arbeitsbedingungen behandelt wird. Sie leidet allerdings unter Auslassungen: beispielsweise der Inhalt von jeweiliger Produktion oder Dienstleistung. Was dazu führen kann, dass sie mögliche gesellschaftliche Unterstützung vergibt. Was sich insbesondere - beispielsweise - bemerkbar macht, wenn es das gibt, was immer noch beschönigend Skandal genannt wird: Hier der Alltag kapitalitischer Lebensmittelindustrie. Wie in Chino, Kalifornien bei der Großschlachterei Hallmark kranke Tiere zur Schlachtbank geprügelt wurden - das nahm ein Arbeiter per Handy auf und schickte die ganz besonders üblen Bilder an eine Tierschutzvereinigung. Das führte zu der - wieder einmal kaum als seltsam empfundenen - Maßnahme des US-Agrarministeriums, 143 Millionen Pfund Fleisch zurückzurufen - die Hallmark-Produktion der beiden letzten Jahre. Wobei selbst die Bürokraten meinten, die Sache wäre wohl schon gegessen. Veterinärkontrollen wurden umgangen oder fanden schlichterdings nicht statt, aber dass es - in den USA wie in der BRD - nicht schwarze Schafe sondern die ganz normalen Unternehmen der Branche sind, die qua Gesetz lügen und betrügen dürfen ist weitgehend unbestritten. Das Fleisch kranker Tiere wurde in 150 Schulbezirken und zwei fastfood-Ketten verfüttert. Der Bericht "USDA orders record recall of beef in California" externer Link von Dan Brown vom 17. Februar 2008 in der Zeitung "Santa Fe New Mexican".

San Francisco: Das andere Modell rassistischer Stadtplanung

New Orleans ist das Modell Schocktherapie: was die Flut nicht kaputt gemacht,wird jetzt abgerissen - die Rede ist von dem, was in Deutschland einmal sozialer Wohnungsbau hiess. Auf der anderen Seite der USA gab es keinen Katrina: Aber auch im als liberal geltenden San Francisco produziert eine Stadtplanung deren Grundpfeiler "Events" und Shopping Malls sind, rassistische Diskriminierung. Natürlich "nebenbei": Die monatliche Durchschnittsmiete beträgt 2.200 Dollar. Die afroamerikanische Bevölkerung besteht aus rund 40.000 Menschen - vor dreissig Jahren waren es noch 100.000. Den Stadtteil Fillmore, einst "Harlem des Westens" genannt, gibt es nicht mehr. Der letzte mehrheitlich afroamerikanische Stadtteil Hunters Point wird jetzt gerade "modernisiert". "BLACK FLIGHT" von Ahimsa Porter Sumchai ist eine Analyse dieser Entwicklung für einen Vortrag an der Universität von San Francisco, die am 5. Februar 2008 über die Mailingliste Labor-L verbreitet wurde und die wir hiermit dokumentieren.

Die Pädagogik der Handschellen

Die Heimat der "zero tolerance" Politik ist New York, und die öffentlichen Schulen stehen oft unter dem Regime von Polizei und privaten Sicherheitsdiensten. Da werden dann Fünfjährige mit Handschellen an den Stuhl gefesselt, Zehnjährige im Schulbus, es herrscht eben Ordnung im Land. Einzige Voraussetzung: Die Kinder müsten schon schwarz oder Latinos sein. Für die deutsche Debatte um Erziehungscamps (erzogen sind sie ja schon, also ist es eine Umerziehung, und Camp heisst auf deutsch schlicht Lager - man debattiert also über Umerziehungslager, nachdem man mit Schuluniformen begonnen hat) sind diese Erfahrungen aus fortgeschritteneren demokratischen Zuständen ausgesprochen lesenswert: "Children handcuffed in school; what is going on?" externer Linkim Blog der NYC Public School Parents von Leonie Hamson am 27. Januar 2008 gepostet und mit bissigen Kommentaren versehen...

Medizinische Apartheid

Daß es einen Arzt gab mit Namen James Marion Sims, der einst medizinische Experimente an Sklaven übte - das mag noch generell unter der Überschrift "unmenschliche Sklaverei" eingeordnet (und damit "abgeheftet") werden können, weil, was länger her ist..Wie auch die sogenannten Tuskogee-Experimente über Syphilis. Aber daß in den 90er Jahren (in den 1990er wohlgemerkt) in dem der Sklaverei kaum verdächtigen New York 100 Kinder zum Test des inzwischen verbotenen Präparats "fenfluramine" (wg Hyperaktivität) herangezogen wurden, die allesamt entweder Afroamerikaner oder Latinos waren, weist (als eine von vielen vergleichbaren Geschichten) auf die Kontinuität rassistischer Medizin hin. Sie wurden ausgewählt, weil sie Geschwister im Strafvollzug hatten...Eine (englische) Buchbesprechung von Margaret Kimberley der Publikation "The Dark History of Medical Experimentation on Black Americans from Colonial Times to the Present"externer Link von Harriett Washington im "Black Agenda Report" vom 14. Februar 2007.

Prominente Bosse. Geld weg.

Ob Filmschauspieler oder Starköche - prominente Restaurantbesitzer wurden jetzt von New Yorker Behörden zu diversen Strafzahlungen verdonnert - sei es, weil sie den Mindestlohn nicht bezahlen wollten oder Trinkgelder einbehielten. Der (englische) Bericht "ROBERT DE NIRO STIFFED HIS RESTAURANT WORKERS OUT OF $ 328K IN" externer Link von Bill Sanderson, veröffentlicht am 22. Januar in der New York Post, gespiegelt am 25. Januar 2007 bei "Gangbox".

»Let justice roll«

Auf lokaler und bundesstaatlicher Ebene formiert sich in den USA eine starke Sozialbewegung. Derzeit kämpft diese für Erhöhung der staatlichen Mindestlöhne. Artikel von Kurt Stand in einer Übersetzung von Hans Kaiser in der jungen Welt externer Link vom 22.01.2007. Der Autor ist US-Gewerkschafter. Er verbüßt in den USA eine langjährige Haftstrafe wegen angeblicher Spionagetätigkeit für die DDR.

Welcome to the New World Job Order - Doubling the number of part-time employees

Jack Rasmus, Gewerkschaftsaktivist und Autor des Buches „The War The War At Home: The Corporate Offensive Against American Workers and Unions from Ronald Reagan to George W. Bush At Home: The Corporate Offensive From Ronald Reagan To George W. Bush“ hat in der Dezember-Ausgabe des Z-Magazine-Online eine überarbeitete Fassung eines gleichnamigen Kapitels aus dem o.a. Buch veröffentlicht. Millionen von Full-Time-Jobs werden auf Kosten der Angestellten zu Teilzeit-Jobs oder in allgemein prekäre Beschäftigungsverhältnisse umgewandelt. Und: Dieser Trend beschleunigt sich stark. Mittlerweile müssen mehr als 43 Millionen amerikanischer Arbeiter, also ein Drittel der Gesamt-Beschäftigten, unter solchen Job-Verhältnissen arbeiten und versuchen zu überleben. Siehe dazu:

  • Welcome to the New World Job Order - Doubling the number of part-time employees
    Der (englische) Artikel von Jack Rasmus im Z-Magazine-Online externer Linkvom Dezember 2006
  • The War At Home: The Corporate Offensive Against American Workers and Unions from Ronald Reagan to George W. Bush
    Die Seite des Verlages „Kyklos Productionsexterner Link mit dem Einleitungskapitel, Pressestimmen und Bestellmöglichkeiten. In Deutschland kann es folgendermaßen bestellt werden: Verlag: Kyklos Productions; Auflage: 1st (Mai 2006); ISBN-10: 0977106209; ISBN-13: 978-0977106202. Es hat 517 Seiten und kostet 20 Euro

Bei Versuchen, betriebliche Gewerkschaftsorganisationen zu gründen, wird jede/r Fünfte entlassen...

...und die USA sind eine bürgerliche Demokratie und die kapitalistische Globalisierung samt Abwärtsschraube passiert einfach so...Wie dem nachgeholfen wird, ist in dem (englischen) Papier "Dropping the Ax: Illegal Firings During Union Election Campaigns" externer Link von John Schmitt und Ben Zipperer nachzulesen, das am 4. Januar 2007 beim Center for Economic and Policy Research veröffentlicht wurde.

USA: Land der begrenzten Freiheit - Häftlingszahlen in den Vereinigten Staaten erreichen ein Rekordhoch

Die US-amerikanische Gefängnisindustrie kann sich über ein ordentliches Wachstum freuen. Laut einer jüngst veröffentlichten Untersuchung des US-Justizministeriums stieg die Anzahl der amerikanischen Häftlinge zwischen 1995 und Ende 2005 um 35 Prozent auf 2,2 Millionen Menschen. Unter Berücksichtigung der auf Bewährung entlassenen und zu Bewährungsstrafen verurteilten US-Bürger sind es sogar sieben Millionen Menschen, die sich in den Mühlen des amerikanischen Justizsystems befinden. Das entspricht drei Prozent der Bevölkerung…“ Artikel von Tomasz Konicz in der jungen Welt vom 06.01.2006 externer Link. Siehe dazu auch:

  • Die nackte Haut zum Kadi tragen: Willkür des Staatsanwalts - Das Rechtssystem der Vereinigten Staaten ist kriminell
    Die Weihnachtszeit gab Gelegenheit, der vom Glück Verlassenen zu gedenken, besonders der zu Unrecht verurteilten Insassen von Zuchthäusern und Gefängnissen. In den Vereinigten Staaten gilt das für viele Strafgefangene, schließlich haben wir es hier mit einem Staat zu tun, der weltweit den höchsten Prozentsatz seiner Bürger dem Strafvollzug übergibt. Einer von 32 erwachsenen Amerikanern sitzt hinter Gittern, ist auf Bewährung bestraft oder lebt - vorzeitig entlassen - auf Bewährung. Das International Center for Prison Studies am King´s College in London hat errechnet, dass die USA 700.000 Bürger mehr hinter Gittern halten als China, ein Land mit einer fünf Mal so großen Bevölkerung - die Vereinigten Staaten rekrutieren fünf Prozent der Weltbevölkerung, haben aber 25 Prozent der Welthäftlinge aufzuweisen. Was heißt das? Entweder ist Amerika das Land der Kriminellen oder irgendwas ist ernsthaft faul am System der Strafjustiz im "Land der Freien"…“ Artikel von Paul Craig Roberts in der Freitag vom 05.01.2007 externer Link
  • Prisoners in 2005
    Reports the number of persons in State and Federal prisons at yearend, compares the increase in the prison population during 2005 with the previous year, and presents prison growth rates since 1995. The report also provides the number of male and female prisoners on December 31, 2005, and the rates of incarceration by jurisdiction. It includes the number of prisoners held at yearend in the U.S. Territories and Commonwealths, in military facilities, and in facilities operated by or for the Bureau of Immigration and Custom Enforcement. Data are presented on prison capacities and the use of local jails and privately operated prisons. Estimates are provided on the number of sentenced prisoners by age, gender, race, and Hispanic origin, and type of offense…Report des US-Justizministeriums vom November 2006 externer Link pdf-Datei
  • Weitere Statistiken
    Für den Fall, dass einer einen USA-Aufenthalt plant, hat die Statistikabteilung des US-Justizministeriums eine Übersichtsseite mit vielen Statistiken über Verbrechen, Opfer, Gefängnissen etc. externer Link erstellt

Aspekte des alltäglichen Rassismus

Die 50 Notwehrschüsse der New Yorker Bullizei haben zumindest eines hervorgebracht: eine etwas breitere gesellschaftliche Debatte über aktuellen Rassismus. Eine - im Verhältnis zur Sachlage - winzig kleine aktuelle Materialsammlung "Rassismus 2006" von Mitte Dezember 2006 kann dazu nicht mehr, als einige Schlaglichter werfen - auf Sachverhalte wie etwa den, dass der höchste Anteil an Strafgefangenen afroamerikanische Frauen sind...

Immigrants - Stories and Photographs by David Bacon

  • David Bacon war auf einer Versammlung von Weintrauben-Arbeitern und Gewerkschafts-Organizern. Geworben für die Gewerkschaftsbildung am nächsten Tag. Es wurde gesungen und gebetet um die meist Philippinischen Immigranten zu mobilisieren. Die meisten von ihnen arbeiten bei „Delano“, einem großen Fruchtanbau-Unternehmen, welches alles Erdenkliche tut und in der Vergangenheit getan hat, um genau dies zu verhindern. Ein weiterer Beitrag und Fotos von David Bacon externer Link zu seiner Reihe „Immigrants - Stories and Photographs“

  • Während der Weintraubenlese schlafen sie in ihren Wagen
    Foto by David BaconDavid Bacon stellt in seinem neuesten Projekt „Living Under the Trees“ die Lebens- und Arbeitsbedingungen von MigrantInnen in den USA dar. Seine neuesten Bilder und Texte handeln von Menschen, die während der Weintraubenlese aus Mexiko in die USA kommen, um dort zu leben und zu arbeiten, oder man sollte doch besser nur sagen um zu arbeiten, denn das Leben dort findet für sie hauptsächlich auf der Plantage oder in ihren Wagen statt. Der Ort, den David Bacon besucht hat, liegt in der Nähe des Joshua Tree National Parks, also 180 km östlich von Los Angeles und 130 km nördlich der mexikanisch/amerikanischen Grenze. Er heißt Mecca und liegt im Coachell Valley. Besucht hat er u.a. Justino Macias aus Mexicali (Bild/Picture 73 und 74), 100 km südlich der Grenze. Zwei Wochen vor der Aufnahme wurde er überfallen und ausgeraubt. Pech gehabt, denn zum Alltag eines Plantagenarbeiters gehört es, neben schlechten Hygienebedingungen, schlechter Bezahlung und schlechter Behandlung durch Vorgesetzte auch, sein ganzes schwerverdientes Geld immer mit sich rumzuschleppen, da Bankkonten für Saisonarbeiter nicht eingerichtet werden. Ein leichtes Opfer. Der Bildbericht von Davis Bacon externer Link
  • Living Under the Trees
    David Bacon stellt auf seiner Homepage sein neuestes Projekt „Leben unter Bäumen – Living Under the Trees externer Link vor. Zahlreiche Bilder zeigen das Leben von Erd- und Himbeerpflückern in der kalifornischen Stadt „Oxnard“ (nordwestlich von Los Angeles). Die Bilder sind mit Text versehen. Bitte das erste Bild anklicken und dann über „next picture“ weiterklicken!

Eine Geschichte des amerikanischen Volkes

Band 1: Kolonialismus, Rassismus und die Macht des Geldes

Eine Geschichte des amerikanischen VolkesEndlich ist es so weit: Mehr als 25 Jahre nach der ersten Auflage erscheint bei SCHWARZERFREITAG die erste deutschsprachige Ausgabe von Howard Zinns legendärer People's History of the United States. Band 1 mit dem Titel "Kolonialismus, Rassismus und die Macht des Geldes" ist ab sofort lieferbar Als die People's History of the United States 1980 erstmals erschien, betrat der amerikanische Autor Howard Zinn Neuland auf dem Gebiet der Geschichtsschreibung der Vereinigten Staaten. Dem Konzept von Geschichte verstanden als die Kriegs- und Heldengeschichte "großer Männer" setzt Zinn eine Geschichte des amerikanischen Volkes entgegen, die im Grunde aus vielen Geschichten verschiedener Völker und Generationen der USA besteht. In für ein Geschichtsbuch ungewöhnlich eingängiger Sprache schreibt er nicht aus der Perspektive der Eroberer, sondern der Eroberten, spricht nicht von den Ruhmesworten über Siegergestalten, sondern über die Verluste der Besiegten, erklärt nicht im gehobenen Stil der Herrschenden, sondern in der ungeschmückten Sprache der Beherrschten: der Fabrikarbeiter, Frauen, Sklaven, African-Americans, Native Americans, der Vertreter der Arbeiterklasse und der Einwanderer. Siehe dazu:

  • Verlagsinformationen
    Weitere Informationen zum Buch finden sich auf der Homepage des Verlages Schwarzerfreitag externer Link. Dort auch die Links zu der Homepage von Howard Zinn und zu deutschsprachigen Informationen bei Wikipedia. Band 1 und mittlerweile auch Band 2 liegen nun in einer Übersetzung aus dem Amerikanischen von Sonja Bonin vor. ISBN 3-937623-51-5; 7,80 EUR
  • Meine Einstellung zur Beschreibung der Geschichte der Vereinigten Staaten ist anders
    2 kleinere Ausschnitte aus dem Buch Eine Geschichte des amerikanischen Volkes Band 1: Kolonialismus, Rassismus und die Macht des Geldes exklusiv im LabourNet Germany

Sterben im Mittleren Westen

„Der Waschmaschinenhersteller Maytag und das Ende des amerikanischen Traums: Auch in der größten Volkswirtschaft der Welt wandern Industriebetriebe in Billiglohnländer ab - zurück bleiben verlassene Städte und verbitterte Menschen… Artikel von Andreas Oldag in der Süddeutschen Zeitung externer Link vom 15.09.2006

Obdachlosen-Essensausgabe für illegal erklärt...

In mehreren amerikanischen Städten ist die Essensausgabe an Obdachlose im Stadtzentrum für illegal erklärt worden - speziell jene, die von der anarchistennahen Gruppierung "Food, not bombs" organisiert werden. Die jeweiligen Stadtoberen (begonnen damit hat Las Vegas, danach haben sich Santa Monica, Dalls und Tampa eingereiht, in weiteren Städten stehhen ähnliche Maßnahmen zur Beschlussfassung an, an verschiedenen Orten gab es auch bereits Polizeieinsätze) haben diese Essensausgabe immer "aus Sicherheitsgründen" für gefährlich erklärt: Wenn "die" sich zusammenrotten..: in einigen Städten beinhaltet die neue Verordnung, dass nur Kirchen "Armenspeisungen" organisieren dürfen. "Food, not bombs" hat öffentlich erklärt, unter allen Bedingungen die Ausgabe vegetarischen Essens fortzuführen. Der (englische) AP-Bericht "Orlando Bans Feeding Homeless Downtown" externer Link vom 25. Juli 2006 bei "Breitbart.com" dokumentiert auch die Minderheitsposition im "Stadtrat".

Es ist teuer, arm zu sein

Wer weniger als 30.000 Dollar im Jahr verdient, zahlt bei Ratenkäufen höhere Zinsen. Menschen aus diesen unteren Einkommensgruppen sind auch die Hauptkunden im (teuereren) Mietkauf von allen möglichen Gegenständen. Ebenso gehören viele von ihnen zu jenen potentiellen Mietern von Wohnraum, die keine 1.000 Dollar für Kaution aufbringen können - und deswegen in Motels wohnen müssen, die teuerer sind. Dies sind nur einige Fakten über die Segnungen der Marktwirtschaft in dem (englischen) Bericht "The High Cost of Being Poor" externer Link von Barbara Ehrenreich, der am 25. Juli 2006 bei "Alternet" publiziert wurde.

Die "Killing Fields" der USA: Die Fabriken

Auch eine Errungenschaft der Marktwirtschaft: Das Thema Krebs als Berufskrankheit taucht in den Erzeugnissen der Medienwirtschaft kaum auf. Arbeiten ist tödlicher als jeder Krieg: Jeden Tag sterben in den USA 165 ArbeiterInnen an Berufskrankheiten, weitere 18 Menschen sterben tagaus, tagein durch Arbeitsunfälle. Das sind die Kernfakten des (englischen) Berichts "The War at the Point of Production: The 'Killing Fields' of the United States" externer Link von Roland Sheppard vom 19. Juli 2006 bei "Socialist Appeal"

Arbeitswelt USA - Der Schwächste fliegt

„Der neue Kapitalismus zerstört neben Arbeitsplätzen auch Lebensentwürfe und gesellschaftliche Voraussetzungen der Demokratie. Das ist die Bilanz von Louis Uchitelle, Barbara Ehrenreich und Richard Sennett. «Vor vierzig Jahren gab es eine stillschweigende Übereinkunft», sagt Joel Rogers, Professor für Politologie, Recht und Soziologie an der University of Wisconsin, «jeder, der zur Schule geht, seine Mitmenschen nicht auf offener Strasse angreift und hart arbeitet, kann es zu etwas bringen.» Einen ähnlich nostalgischen Blick werfen heute viele liberale Intellektuelle auf die US-amerikanische Hochkonjunktur der sechziger Jahre. In Wirklichkeit war auch damals die gesellschaftliche Integration nicht allumfassend, sondern blieb für etliche Minderheiten ein amerikanischer Traum. Doch heute ist es die grosse Mehrheit der Bevölkerung, die erfährt: Bildung, Wohlverhalten und Fleiss allein führen nicht zum Aufstieg, ja diese Bürgertugenden garantieren nicht einmal eine sichere mittelständische Existenz…“ Artikel von Lotta Suter in der schweizerischen WOZ externer Link vom 15.06.2006

Gulag der Armen: Nicht nur Guantanamo

Das "Terroristen-Gefängnis" in Guantanamo ist heutezutage weltweit unrühmlich bekannt für Folter und Menschenverachtung. Das gesamte System des US-Strafvollzugs aber ist so unterschiedlich von Guantanamo gar nicht - mit 2 Millionen inhaftierter Menschen ohnehin trauriger Rekordhalter. Und während Experten schätzen, dass etwa 15 Prozent der Drogen-Konsumenten Afroamerikaner seien, sind es 37 Prozent der wegen "Drogenmißbrauchs" (gemeint sind nicht die Produkte der Philip Morris Tobacco oder Miller Beer) weggesperrten. Eine ausführliche Analyse eines unmenschlichen Systems der rassistischen und sozialen Unterdrückung - und seiner Profiteure qua Privatisierung leistet der (englische) Beitrag "The US Gulag Prison System" externer Link von Steve Lendman vom 24. April 2006 beim Center for Civil Society der Universität von Kwazulu Natal.

Die ersten Beschäftigten mit implantierten Chips

Citywatcher, ein privater Sicherheitsdienst in Ohio, ist das erste Unternehmen der USA das - als Experiment - zweien seiner Beschäftigten Radiochips in den rechten Oberarm eingesetzt hat, um ihnen so den Zugang zum zentralen Sicherheitsraum (Videoarchiv) zu "erleichtern". RFID - von Datenschützern, Netzaktivisten und Bürgerrechtsorganisationen heftig kritisiert - werden "natürlich", wie jede technische Neuerung, nur zum allerbesten der Menschheit eingesetzt. Mit einer Erweiterung satellitenlesbar, sollen sie dereinst etwa Verirrte oder geistig verwirrte Menschen lokalisieren helfen und was alles der guten Taten denkbar sind. Tiere müssen heute schon, bei EU-Einfuhr etwa, "gechipt" sein. Bei Menschen ist (noch) alles freiwillig, es sei denn bei elektronischen Fussfesseln und anderen Allmachtsphantasien. Insgesamt sind in den USA bisher etwa 70 Personen mit implantierten Chips versehen, zumeist aus medizinischen Gründen. Der (englische) Bericht "US group implants electronic tags in workers" externer Link von Richard Waters vom 12. Februar 2006 im Nachrichtenarchiv der "Financial Times".

Wieder Tote in Kohlezeche

Das zweite Grubenunglück des Jahres 2006 in den USA hat erneut zwei Todesopfer gefordert. Über die Zustände in den Kohlerevieren der USA, die Demontage der Grubeninspektion und die Herrschaften, die von den Knochenmühlen profitieren, unsere kleine aktuelle Materialsammlung "Schuldig" vom 26. Januar 2006. Siehe dazu auch:

Wer war Rosa Parks?

Über Rosa Parks wurde anlässlich ihres Todes viel geschrieben. "Die Frau, die sitzen blieb" - oft genug wurde geschrieben, als ob es ein einmaliger Akt gewesen wäre. Aber war es nicht: Rosa Parks war langjährige gewerkschaftliche Aktivistin. Und als sie 1955 im Bus in Montgomery auf einem Idiotenplatz ("whites only") trotz Aufforderung sitzen blieb und festgenommen wurde, war dies keineswegs nur, weil sie müde von der Arbeit war. Sie war nicht nur Aktivistin der Bürgerrechtsorganisation NAACP, sondern auch eines informellen Zirkels schwarzer GewerkschafterInnen, die gemeinsam versuchten die Bürgerrechtsbewegung "militanter" zu gestalten. Der lesenswerte (englische) Beitrag "What Really Happened in Montgomery ?" externer Link von Bill Onasch, erstmals 1997 bei "Transit Truth" erschienen (Mitgliederzeitung der Vereinten Transportgewerkschaft) und am 16. Januar 2006 bei "Kansas City Labour" neu publiziert.

Die Toten von Sago waren vorauszusehen...

Die 12 Todesopfer der Explosion in der Sago-Zeche in Tallmannsville waren vorauszusehen: Die Zeche wurde alleine in den beiden letzten Jahren über 270 mal wegen Verstössen gegen Sicherheitsvorschriften registriert. Und musste für die schwereren Fälle dieser Liste insgesamt 24.000 Dollar Strafe bezahlen - rund 250 Dollar pro ernstem Vergehen. Dies auch weil die Regierung die Ausgaben für Inspektoren und Sicherheitsprogramme der Mine Safety and Health Administration (MSHA) kontinuierlich gekürzt hat - für das Jahr 2006 um 4,9 Millionen Dollar. Zudem wurde die Personalpolitik der MSHA immer mehr in die Richtung verlagert, ehemalige Mitglieder der diversen Unternehmensleitungen der Kohlegesellschaften zu rekrutieren, deren eindeutige Ausrichtung das "Funktionieren" ist. So lässt sich die (englische, hiermit kurz zusammengefasste) Erklärung "The Sago Mine Tragedy" des (AfL-CIO) Working Families e-Activist Network vom 5. Januar 2006 zusammenfassen, die mit einem Zitat von Mother Jones endet: "Lasst uns für die Toten beten - und wie der Teufel für die Lebenden kämpfen".

Kein Mensch ist illegal in NY - Tagelöhner-Netzwerk debattiert Organisierungspläne

„Während die AFL-CIO in Chicago mit ihrer Spaltung beschäftigt war, kam in Long Island, New York, das National Day Laborers Organizing Network (NDLON; Nationales Netzwerk zur Organisierung der Tagelöhner) zu seiner dritten US-weiten Konferenz zusammen, um zu debattieren, Strategien zu entwickeln und Pläne für zukünftige Organisierungsbemühungen zu schmieden. Vom 27. bis 31. Juli 2005 verwandelten 200 Tagelöhner – 29 Workers Centers aus 12 Bundesstaaten hatten Delegierte geschickt – ihr bislang relatives loses Netzwerk in eine US-weite Organisation…Artikel von Saulo Colon, erschienen in express - Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit - Ausgabe 8 / 2005

Frisco Umsonst!

„Ab dem 1. September 2005 kann der öffentliche Nahverkehr in San Francisco kostenlos genutzt werden. Jedenfalls von allen, die am Muni Fare Strike teilnehmen.
Zum zweiten mal seit 2003 erhöht die San Francisco Municipal Railway, kurz MUNI, in diesem Herbst die Fahrpreise. 1,50 USD statt 1,25 USD sollen die NutzerInnen der öffentlichen Busse und Straßenbahnen in Frisco zukünftig für eine Fahrt zahlen. RentnerInnen, Behinderte und Kinder müssen immerhin 15 Cent pro Ticket drauflegen. Der Preis für das berühmte Cable Car wird gar auf 5 USD verdoppelt. Gleichzeitig sollen Beschäftigte entlassen und die Fahrttaktung gesenkt werden. (…) Doch ein buntes Bündnis aus Stadtteilorganisationen und Bürgerinitiativen, darunter etwa das St. Peter's Housing Committee, das Day Labor Program und die Gray Panther, ruft auf zum Streik: "Riders, don't pay! Drivers, don't collect!" Fahrgäste sollen die Busse und Straßenbahnen umsonst nutzen, die FahrerInnen auf's Abkassieren verzichten
…“ Artikel von Henrik Lebuhn auf linksnet externer Link vom 30.08.2005. Siehe dazu auch: Muni Social strike – Die (englische) Streikseite externer Link mit allen weiteren Informationen, Downloads usw.

Die US Fleischindustrie und die Menschenrechte...

Die "Heilige Johanna der Schlachthöfe" würde sich, aller technischen Veränderungen zum Trotz, auch rund 75 Jahre nach Brechts Theaterstück in den US-amerikanischen Schlachthöfen gut auskennen. Die Bedingungen dort sind so übel, dass "Human Rights Watch" einen eigenen ausführlichen Bericht zur Situation der Beschäftigten (mehrheitlich MigrantInnen) erarbeitet hat, der wesentliche Verstöße gegen Grundrechte nachweist. Das freie Unternehmertum lebt, wie eh und je, von "Blut, Schweiss und - Furcht" der Beschäftigten. Der (englische) Report "Blood, sweat and - fears" externer Link von Ende 2004 publiziert im Juni 2005 bei "Human Rights Watch".

Geld her!

Nicht Jesse James (der beraubte die Bahngesellschaften der Vanderbilts, Morgans und anderer am Tode Tausender chinesischer Bahnarbeiter Schuldigen) macht einen Überfall, sondern echte Wegelagerer: Der Gastronomieverband des Staates Oregon will jetzt Trinkgelder aufs Gehalt anrechnen. Das ist ein Teil der landesweiten Kampagne des nationalen Verbandes gegen die Erhöhung des Mindestlohns - eine Kampagne, die nicht zufällig dem Gastronomieverband "überlassen wurde". Auch die "Outback-Steakhouse" Kette (australisches Design) mit ihren mehr als 70.000 Angestellten quer durch die USA beteiligt sich besonders aktiv an der Kampagne. Ein (englischer) Beitrag "Hijacking Tips" externer Link von Steven Lewis im Blog "Blue Oregon" von Anfang April 2005 (mit vielen folgenden Kommentaren).

No more heroes

Helden haben ausgedient. Selbst die Mitglieder der (spätestens seit dem Studentenmassaker in Kent 1970 berüchtigten) Nationalgarde, die nach dem 11.September 2001 in "Ground Zero" geholfen haben, nach Opfern zu suchen, werden übers Ohr gehauen: diese Tage und Wochen werden ihnen bei der Verrentung nicht als Arbeitszeit angerechnet. Der (englische) Artikel "Guardsmen Denied Ground Zero Retirement Credit" externer Link von Maki Becker in der "New York Daily News" vom 25.April 2005, gespiegelt bei "Truthout".

Die Amoco-Explosion wird untersucht! Von Amoco...

Nach Hollywood klingt das ganze schon: Eine Explosion bei einer Amoco (BP)-Raffinerie in Texas (!) kostete am 24.März 15 Arbeitern das Leben - meist Beschäftigte einer Baufirma auf dem Gelände. Alle sind tieftraurig nach dem grössten "Unfall" der Chemiebranche in den USA. Bereits im September 2004 hatte ein Unfall in derselben Raffinerie Todesopfergefordert - die untersuchende Behörde (Occupational Safety and Health Administration) forderte im Februar 2005 eine Bestrafung des Unternehmens wegen bewussten Verstossens gegen Vorschriften. Und natürlich wird die Sache sofort untersucht. Von der Firma selbst. Denn die regionalen Behörden haben nicht das know-how dazu. Sagt der Polizeisergeant von Texas City. (Dessen know-how sich vermutlich auf "Illegale" jagen beschränkt). Ein (englischer) Artikel von Mary Flood und Terri Langford beim "Houston Chronicle" vom 1.April 2005 externer Link gespiegelt in der gewerkschaftlichen Mailingliste "Gangbox".

Los Angeles: Aufruhr wegen billiger Wohngelegenheit

"Das waren verzweifelte Menschen mit der Mentalität eines Mobs" sagte LA Police Department Captain Michael Downing Mitte Februar 2005, als er und seine Einheiten für "Ruhe und Ordnung" sorgen mussten - weil 3.000 Menschen um eine billige Wohnmöglichkeit in LA Schlange standen und unzufrieden wurden. Der Hausbesitz-Bubble in Südkalifornien steht kurz vor dem Platzen - hat aber das Leben von Hunderttausenden an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht. Das ist der Tenor in Mike Davis (englischem) Artikel "Riotous Real Estate"  externer Link bei "Truthout" vom 19.April 2005.

Demonstration für sozialen Wohnungsbau in New York

Die grösste Demonstration zur Wohnungsfrage seit Jahrzehnten in New York - an ihr beteiligten sich am 2.Februar 2005 rund 8.000 Menschen. Die Aktion, die von dem Bündnis "Housing Here and Now" organisiert wurde und das Ziel hatte, die Wohnungsfrage zum Thema im New Yorker Bürgermeister-Wahlkampf dieses Jahr zu machen, wurde von allen als Erfolg betrachtet, weshalb auch Bürgermeister Bloomberg unterstreichen liess, sein Wohnungsbauprogramm sei das grösste der Geschichte New Yorks. Ungefähr 200.000 Menschen, so die offizielle Schätzung, benötigen in der Stadt billigen Wohnraum. Der (englische) Bericht "Thousands Rally to Demand Low-Income Housing in City" externer Link von David W. Chen in der "New York Times" vom 3.Februar 2005, gespiegelt auf der Seite der "industrial Workers of the World".

"Alles Gute zum 65. ! Und jetzt: Weiterarbeiten!"

In der alternativen Politik und Kultur Zeitschrift "Brooklyn Rail" vom Oktober 2004 hat Stanley Morgan den (englischen) Artikel "Happy Sixty-Fifth Birthday! Now Get Back to Work" externer Link über die Ausdehnung der Lebensarbeitszeit in den USA veröffentlicht, der an die Debatten die einst in der Linken über die Abschaffung der Arbeit vor dem 65. Lebensjahr geführt wurden anknüpft und unterstreicht, diese seit verschwunden: sowohl die Debatte, als auch die Altersgrenze - ein Sozialabbauprogramm gestartet von Bill Clinton, fortgeführt von George Bush.

"Black Job Loss Déjà Vu"

Ein (englischer) Beitrag von BETSY LEONDAR-WRIGHT in der US-Zeitschrift "Dollars and Sense" externer Link, Ausgabe 253 vom Mai-Juni 2004, über die Tatsache, dass von der gegenwärtigen Krise samt offshoring der US Ökonomie keineswegs white-collar Beschäftigte der Computerindustrie etc am meisten betroffen sind, sondern, wie eh und je in den USA, die schwarze Bevölkerung.

Angst bei der Arbeit - Angst am Werk! Zur Situation US-amerikanischer ArbeiterInnen

Artikel in Nr. 68 vom Januar 2004 externer Link

Ganz normale Grausamkeit

Durch »Welfare to Work«-Programme sind 60 Prozent der bisherigen Empfänger aus der Sozialhilfe gefallen. Die Armut steigt an. Artikel von Hilmar Poganatz, New York, in Jungle World 48 vom 19. November 2003 externer Link

Traurige Bilanz. In George Bushs Amtszeit haben mehr als drei Millionen Menschen ihren Job verloren

Artikel von Kurt Stand in junge Welt vom 03.11.2003 externer Link in der Übersetzung von Hans Kaiser. Kurt Stand ist US-Gewerkschafter, der in den USA eine langjährige Haftstrafe wegen angeblicher Zusammenarbeit mit dem MfS absitzt

"Kaputte Gesellschaften reparieren"? Am besten mit der eigenen anfangen

Paul Street befasst sich in diesem Artikel konkret mit der Situation seiner Heimatstadt Chicago und dem Bundesstaat Illinois. Ein Beitrag von Street, der im US-ZNet am 8.Juli 2003 erschien, von Andrea Noll beim deutschen Zmag.de übersetzt: Das ganz andere Amerika... externer Link

Armut und Reichtum

  • Auf Jobsuche im Graubereich. Die Wirtschaftskrise in den USA drängt immer mehr Arbeitssuchende in den informellen Sektor. "Sie werden täglich mehr - die »working poor«. Immer mehr US-Amerikaner müssen sich seit dem Beginn der Wirtschaftskrise im Frühjahr 2001 mit mehreren Niedriglohnjobs durchschlagen, um ihre Existenz zu sichern...." Artikel von Max Böhnel in ND vom 11.07.03 externer Link

  • Mit 1,01 Dollar aus der Statistik. In "absoluter Armut" lebt laut UN jeder, der von weniger als einem Dollar täglich leben muss. Wer nur etwas mehr hat, ist aber immer noch hungrig. Bericht von Katharina Koufen in der taz vom 9. Juli 2003 externer Link

  • Beispiel USA: Die Reichen werden reicher ... und zahlen dafür weniger Steuern. "Die Kluft zwischen den Armen und Reichen geht immer weiter auf. Das ist auf der ganzen Welt so, das stimmt für Deutschland, aber auch für die USA, für viele das Vorbild einer kapitalistischen Gesellschaft, wie sie sein sollte. Widerstand gegen die Plutokratie der Reichen, die immer reicher werden, dafür aber auch immer weniger Steuern zahlen, gibt es kaum. Die Angst ist groß, dass die Reichen mit ihren Steuergeldern in der globalen Konkurrenz der Standorte einfach in ein anderes Land abwandern, das sie gerne unter besseren Bedingungen aufnimmt. Eine Möglichkeit, die der Mehrzahl der Menschen nicht ohne weiteres offen steht...." Artikel von Florian Rötzer in telepolis vom 27.06.2003 externer Link

Ein weiterer Schlag ins Gesicht für die Arbeitslosen

Passend zu Bushs Steuergeschenken an Aktionäre: Ende 2002 weigerte sich der Kongress, einer Verlängerung des Arbeitslosengeldes für "Ausgesteuerte" zuzustimmen - was zum Stichtag 31.12 über 800.000 Menschen betraf, die länger als 26 Wochen arbeitslos waren. Ein (englischer) Artikel von Alan Maass in "Counterpunch" vom 2.1.03: Another Kick in the Teeth for the Unemployed externer Link

Latino Farmworkers face a greater risk of cancer

Sehr viele Farmarbeiter in den USA, speziell in Kalifornien sind Latinos. Eine Studie, die jetzt von Panna, dem panamerikanischen Netzwerk gegen Pestizide in der Landwirtschaft per e-mail verbreitet wurde, weist nach, dass sie erheblich höherer Krebsgefahr ausgesetzt sind als "weisse" Farmarbeiter. Die Studie wurde unter anderem in Kooperation mit der Farmworkers Union durchgeführt. Zusammenfassung der Studie vom Cancer Registry of California.

Arbeitslos in New York - und dann?

"Für viele Menschen in der US-Metropole läuft die Arbeitslosenunterstützung aus. Die einmalige Verlängerung des Arbeitslosengeldes geht zu Ende, obwohl immer mehr ohne Beschäftigung sind. Einzige Hoffnung ist der Wahlkampf ..." Bericht von Nicola Liebert in der taz vom 9.7.2002 externer Link

Work and health in the immigrant enclave. Studie zu Gesundheitsproblemen koreanischer ArbeiterInnen in LA

(englische) Studie, veröffentlicht in "Voice4change" externer Link, über die Auswirkung struktureller Gewalt am Arbeitsplatz und ihre Folgen für die Gesundheit der Beschäftigten. Arbeitslosigkeit macht krank ? Arbeit erst recht! - wer macht eigentlich hierzulande solche Studien ?

Der Bauch von Silicon Valley

Das US Beschäftigungswunder der IT Industrie - das in der BRD an vielen Orten krampfhaft nachzuahmen versucht wird - unterscheidet sich kaum vom generellen "Wunder" der USA der 90er Jahre. Der Mythos von Silicon Valley redet von der Garage in der Hewlett Packard gegründet wurde - die existiert weiterhin: Hunderte von zumeist asiatischen ArbeiterInnen sind hier als PackerInnen oder mit vergleichbaren Hilfstätigkeiten befasst. Von den rund 80.000 Jobs, die im Valley in der Hochkonjunktur existierten, wurden 40.000 von Subunternehmen vergeben, 15-20.000 waren Zeitverträge der Originalunternehmen, die in der Regel als Markenprodukte weltweit bekannt sind. Inzwischen sind es deutlich weniger: Ende der Frist, keine Entlassung nötig. Und: Zahlreiche Verlagerungen: China, Guatemala, Thailand... Zwei Dokumente, die am Mythos knabbern:

Specials

Krankenversicherung in den USA

Der Hurrikan "Katrina"

Auswirkungen des 11. September auf Beschäftigte und Erwerbslose in den USA

Privatarmeen und private Sicherheitsfirmen im Krieg

Migration

Mindestlohn

siehe auch

Arbeitskämpfe in USA

Gewerkschaften in USA

Ökonomie in USA

Die US-amerikanische Automobilindustrie und ihre Gewerkschafts- struktur: Geschichte, Struktur, Bedeutung - und Perspektiven. Das komplette Dokument inklusive Linksammlungen


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