[26.8.2017] Die Dockergewerkschaft von San Francisco ruft zum Streik gegen faschistischen Aufmarsch

USA: No Trump, no KKK, no racist USANach den Mordanschlägen der „neuen Rechten“ in Charlottesville mobilisieren nicht nur AntifaschistInnen landesweit (und über die Grenzen hinaus, wie bei der Großdemonstration im kanadischen Vancouver) – sondern auch die Faschisten. An sehr vielen Orten sind neue Aktionen der diversen rechten Zusammenschlüsse angekündigt (und haben in den letzten Tagen meist eher nicht stattgefunden, weil zu viele Menschen das verhindert haben) – einer radikalen Rechten, die mit neuen Vorgehensweisen versucht, vom „Klima“ der Trump-Mehrheit zu profitieren, was ihr ja schon bisher durchaus gelungen ist. Diese Ausbreitung hat auch dazu geführt, dass über den antifaschistischen Kampf diskutiert wird, auch etwa über die Frage, welchen Beitrag die Gewerkschaftsbewegung dazu leisten kann – und muss. Die ILWU Lokal 10 (San Francisco), Dockergewerkschaft an der Pazifik-Küste Nordamerikas, hat dabei nun eine massive Initiative begonnen. In dem Artikel „San Francisco dockers call strike to confront white nationalist rally“ am 21. August 2017 bei libcom.org externer Link wird von dem entsprechenden Beschluss der Mitgliederversammlung des Lokal 10 berichtet, der unter Verweis auf anwachsende faschistische Umtriebe und die Tradition der Gewerkschaft zum Streik am 26. August aufruft, dem Tag an dem eine neuerliche Provokation stattfinden soll, in Form einer Demonstration, bei der die Oath Keepers den Sicherheitsdienst übernehmen soll: Eine schwerbewaffnete Miliz ehemaliger Soldaten und Polizisten. Siehe dazu einen weiteren aktuellen Beitrag zu Aktionen in der Region San Francisco und die Dokumentation der Entschließung von ILWU San Francisco:

  • Mobilisierungsplakat San Francisco Antifa 27.8.2017„The Bay Area gets ready to confront the right“ von Brian King und Elizabeth Schulte am 21. August 2017 im Socialist Worker externer Link ist ein Artikel, der sich insgesamt mit mehreren geplanten rechtsradikalen Aktionen am kommenden Wochenende in der Bay Area, also zwischen San Francisco und Oakland, befasst. Die Aktionen des Netzwerks Bay Area Rally Against Hate werden seit Juli vorbereitet, als die Absichten der Rechten bekannt wurden, und inzwischen haben sich über 70 Organisationen dem Aufruf angeschlossen, eben auch die ILWU durch ihren Streikbeschluss. Aber auch etwa die örtliche SEIU, die Lehrergewerkschaft von Berkeley und die Gewerkschaft im öffentlichen Dienst. In dem Artikel werden die zunehmenden Aktivitäten der Rechten in der Region zusammengefasst, wie sie sich seit Trumps Regierungsantritt entwickelt haben – aber auch die noch viel mehr anwachsenden Gegenaktivitäten.