Der Tag ohne MigrantInnen: Kampfansage an Trumpisten und andere Rassisten, Demonstration der Stärke trotz fortdauernder massiver Polizeirepression

Dere Tag ohne uns am 14.2.2017 in MilwaukeeSeit Montag, 13. Februar 2017 gab und gibt es in zahlreichen Bundesstaaten der USA Protest- und Widerstandstage gegen die rassistische Politik des US-Präsidenten und seiner Erfüllungsgehilfen. Die Festnahme und Abschiebewelle, die die Behörden organisieren, ist sehr direkt vergleichbar mit der in der EU und der BRD. Da wird festgenommen und keiner weiß, wohin es ging, es werden Menschen verhaftet, die seit Jahren arbeiten (und Steuern bezahlen – wofür eigentlich?) – es wird eine Atmosphäre der Verfolgung geschaffen. Die auf wachsenden und massiven Widerstand, vor allem der Betroffenen selbst stößt. Zivilgesellschaftliche Streiks, Demonstrationen, Kundgebungen und Versammlungen, Organisierung von Festnahme-Entzug und viele andere Formen des Widerstands sind an der Tagesordnung und wachsen beständig an. Siehe dazu vier aktuelle Beiträge, die nicht mehr sein können, als Schlaglichter auf diese Bewegung und einen Hintergrundbeitrag:

  • Tag ohne MigrantInnen in den USA am 16.2.2017„10,000 Immigrants Go On Strike in Milwaukee“ von Wladek Flatin am 14. Februar 2017 bei Left Voice externer Link ist ein Bericht über den ersten Protesttag dieser Woche im Bundesstaat Milwaukee, der deswegen als erster und sehr massiver stattfand, weil der Sheriff dort sich berufen fühlt, oberster Trumpist zu sein: Er will alle Vollmachten für sein Personal um sofort abschieben zu können – und twittert als Begründung unter anderem, Latinos schleppten Krankheiten ein. Was unter anderem zu einer Großdemonstration mit über 10.000 TeilnehmerInnen führte und zu geschlossenen Geschäften, sei es, weil Eigentümer schlossen, oder aber die Belegschaft streikte
  • „Movimiento Cosecha On The National “Day Without Immigrants”“ am 16. Februar 2017 bei Popular Resistance externer Link ist der differenzierte Beitrag des Cosecha Netzwerks (im vergangenen Herbst landesweit bekannt geworden etwa – aber nicht nur – durch die Aktion „Schließt Trump Tower“) zum Tag ohne MigrantInnen, von dem eingangs festgehalten wird, dass sie sich natürlich daran beteiligt haben, nicht aber dazu aufgerufen, wie es überhaupt keine konkrete Organisation gegeben habe, die in irgendeiner Weise zentral mobilisiert habe, sondern alles sei vor Ort geschehen, in lokalen oder digitalen Netzwerken. Der Beitrag – versehen mit zahlreichen Fotos und Twitter-Mitteilungen aus einer Reihe von Städten quer durch die USA – ist ein Plädoyer dafür, solche Aktionen auszuweiten, etwa zu versuchen, eine echte ganze Streikwoche zu organisieren.