Krieg gegen Kurden. Krieg gegen Parteikonkurrenten. Krieg gegen die ArbeiterInnen: Erdogans Bilanz

Statistik offizizeller tödlicher Arbeitsunfälle in der Regierungszeit der AKP von 2002 bis 2016Über die ständigen tödlichen Katastrophen in der türkischen Bauindustrie oder auf den Werften und vor allem in den Bergwerken hatte auch LabourNet Germany immer wieder berichten müssen. Eine Gesamtbilanz der Regierungszeit des Herrn Erdogan und seiner – seiner – AKP zeigt nun aktuell, was die neoliberale Ausbeutung an Opfern erfordert. Die Versammlung der Arbeitenden zu Gesundheit und Sicherheit hat nun in einem Bericht eine Gesamtbilanz der Opfer seit Regierungsantritt Ende 2002 nur die offiziell bestätigten Todesopfer dokumentiert: 17.057 Menschen mussten in dieser Zeit sterben, beinahe 600 alleine in den beiden ersten Monaten dieses Jahres 2016. Siehe dazu eine knappe Zusammenfassung aus dem Bericht

  • „17,057 Workers Die During AKP’s Term“ am09. Mai 2016 im Bianet externer Link ist eine kurze Zusammenfassung des vorgelegten Berichts, in dem wesentliche Gefahrenherde und ihr Zusammenhang mit politischen Maßnahmen der AKP-Regierung dargestellt werden. Unter anderem das Arbeitsgesetz Nr 4857, das die AKP kurz nach Regierungsantritt verabschiedete, spielt eine zentrale Rolle bei der regelrechten Explosion von Arbeitsunfällen, auch von tödlichen Arbeitsunfällen: Wie anderswo auch passierte dieser Frontalangriff aufs Leben unter dem Motto „Flexibilisierung“. Weitere Gesetze vereinfachten den Einsatz von Subunternehmen und dehnten ihn massiv aus, während sowohl die wirtschaftliche Umstrukturierung, die die Landflucht massiv verstärkte, als auch die offizielle Flüchtlingspolitik die besonders gefährliche informelle Beschäftigung extrem ausdehnten. Kurz zusammengefasst: Ein politisch gemachtes Desaster – oder auch: Eine Kriegserklärung an arbeitende Menschen