Protest ehemaliger Zuckerarbeiter auf Trinidad: Seit 15 Jahren Versprechungen nicht eingehalten

Vor den Toren der geschlossenen Raffinerie: Delegation der 5.000 zuckerarbeiter auf Trinidad, die seit 15 Jahren auf die Erfüllung von Versprechungen wartenAls die Zuckerraffinerie Caroni Limited vor beinahe 15 Jahren von ihren Besitzern qua Diktat geschlossen wurde, wurden rund 5.000 Beschäftigte auf die Straße geworfen. Um den großen gesellschaftlichen Protest gegen diese kapitalistische Normalität zu verringern, machte die damalige Regierung Trinidads große Versprechungen: Alle entlassenen sollten ein Häuschen und ein Stück Land bekommen, um ihr Leben zu sichern. Was die Situation beruhigte – aber, bei welcher Regierung auch immer, niemals passierte. Jetzt, 15 Jahre später kamen die noch Lebenden (der Gewerkschaftssprecher der ATGWTU informierte, dass etwa 25% der Betroffenen bereits verstorben seien) an die geschlossenen Tore, um zu protestieren und von dort aus zum Agrarministerium zu ziehen, um einen entsprechenden Protestbrief zu übergeben. In dem Artikel „Ex-sugar workers march leads to locked gates“ von Richardson Dhalai am 21. Juli 2018 bei Newsday externer Link wird zwar nicht darüber informiert, warum Protest erst so spät organisiert wird, aber darauf verwiesen, dass einerseits die Regierung behauptete, sie habe durchaus – seit ihrem Amtsantritt 2015 – Land verteilt, was aber, falls wahr, offensichtlich bei kaum jemand angekommen ist. In dem Offenen Brief wird der Regierung eine Frist von einem Monat eingeräumt, sonst würden die Proteste fortgesetzt und verstärkt, denn die Lage werde gerade jetzt, da viele der Betroffenen im Rentenalter angelangt sind, ständig schlechter…