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Updated: 02.10.2009 6:12

Tschad

Internationale, gewerkschaftspolitische Meldungen, die wir aus Newsgroups oder über Kontakte, KooperationspartnerInnen bzw KorrespondentInnen bekommen haben. Viele sind auf Englisch, manche in anderen Sprachen. Meist nicht woanders zu finden.
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Massenvertreibungen stoßen auf Widerstand new

Satellitenbilder erübrigen die Diskussion: In der Hauptstadt des Tchad wurden in anderthalb Jahren - bis Mitte 2009 - über 4.000 Häuser und Hütten abgerissen, die BewohnerInnen vertrieben. Der Präsident persönlich unterschrieb zu Beginn der Vertreibungskampagne ein entsprechendes Dekret. Die Vertriebenen, einige davon hatten sogar offiziell Rechtsanspruch auf das bebaute Land, wehren sich und suchen internationalen Beistand - in dem Falle von ai. Die Vorstellung eines entsprechenden Berichtes "Les expulsions forcées font des milliers de sans-abri" externer Link wurde am 11. September 2009 beim hns-info publiziert.

Monatelanger Streik im Öffentlichen Dienst ausgesetzt

Von Anfang Mai bis Ende August dauerte der Streik im öffentlichen Dienst des Tschad, der vor allem an Krankenhäusern und Schulen massiv befolgt wurde - und dies trotz diverser Polizeiangriffe, nicht nur, aber vor allem in der Hauptstadt NDjamena. Während die gewerkschaftsübergreifende Streikkoordination (der Streik wurde sowohl von dem Gewerkschaftsbund UST als auch der CLTT getragen, beide gehören dem Internationalen Gewerkschaftsbund an) darauf verweist, der Streik sei nur ausgesetzt und nicht beendet und habe bereits bisher einiges erreicht, sind die Reaktionen in der Bevölkerung geteilt, vor allem eben wegen der bestreikten Krankenhäuser. Was sich die diversen Kommentatoren, die Streiks prinzipiell für schlimm halten zunutze machen, um wieder einmal zu unterstreichen, gerade im Tschad könne kaum etwas schlimmeres passieren - nicht einmal bewaffnete Rebellionen seien so gefährlich. Ähnlich hatten sie bereits bei Streiks im Frühjahr in der boomenden Ölbranche Stimmung gemacht, als die Beschäftigten von Esso und einer Esso-Kontraktfirma gestreikt hatten. Dies wird in dem redaktionellen (englischen) Bericht "Threat of public sector strikes still hangs over government" externer Link der UN-Nachrichtenagentur Irin vom 4. September 2007 sehr deutlich...

Streiks im öffentlichen Dienst

Warten sollen sie mit ihren geforderten Lohnerhöhungen (bis zu 50 Prozent) - bis zum Tag da endlich die Öleinnahmen rollen (sollen). Gemeint sind die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes und staatlicher Betriebe im Tchad. Tun sie aber nicht: Was schon das ganze Jahr über immer wieder aufflackerte (und bereits zu Nachzahlungen der Regierung in die Rentenkasse führte, die zwei Jahre lang nicht stattfanden) wurde Anfang Juni zum landesweiten - gut befolgten - Streik im Öffentlichen Dienst, zu dem der grösste Gewerkschaftsbund des Landes, die U'ST aufgerufen hatte. Der redaktionelle (englische) Bericht "State sector strike slows hospitals, govt offices" externer Link der UN-Nachrichtenagentur IRIN vom 5. Juni 2006.

Grundinfos

Tschad im Auswärtigen Amt der Bundesregierung externer Link

Tschad im Fischer Weltalmanach externer Link

Tschad bei
Labourstart
externer Link

Tschad bei amnesty international externer Link

Tschad bei beim CIA- factbook externer Link

Die Überarbeitung dieser Seite wurde durch eine freundliche Spende der Roa-Luxemburg-Stiftung in Berlin ermöglicht. Wir danken!


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