Erdogans Islamisten-Milizen und ihr Terror in Afrin

Solidarität mit AfrinIm türkisch besetzten Afrin dürfen Frauen nun, laut der Nachrichtenagentur ANHA, nur noch vollverschleiert auf die Straße gehen. Sie werden zudem dazu angehalten, nur in Begleitung eines Bruders, ihres Vaters oder Ehemannes in der Öffentlichkeit zu erscheinen. Und das alles sponsored by the West“ so kommentiert Kerem Schamberger auf seiner Facebook-Seite den Bericht „Turkey’s gangs committing crimes against Afrin people, impose Islamic laws on them“ am 24. April 2018 bei der Hawar News Agency externer Link über die Einführung islamistischer Repression durch Erdogans verbündete Terrorbanden. In dem Bericht werden ausführlich die Parallelen des Vorgehens von Erdogans Bündnispartnern und dem Wüten von Isis und Al Kaida in Syrien und anderswo gezogen, die allesamt als faschistischer Terror bezeichnet werden. Zum Vorgehen der türkischen Besatzungstruppen und ihrer Verbündeten in Afrin siehe zwei weitere aktuelle Beiträge:

  • „The Plight of the Yazidi of Afrin“ von Patrick Cockburn am 20. April 2018 bei Counterpunch externer Link ist ein Beitrag, der deutlich macht, dass der Besatzungsterror keineswegs nur gegen die kurdische Bevölkerung gerichtet ist: Auch gegen die Jeziden, was beispielsweise dieses Mal, im Unterschied zur Zeit ihrer Verfolgung durch Isis, in bundesdeutschen Mainstream-Medien nahezu kein Thema ist. Die terroristischen Milizen praktizieren jetzt religiöse Zwangskonversion zu ihrer Sichtweise des Islam.
  • „Dschihadisten im Zentrum von Efrîn angesiedelt“ am 23. April 2018 bei der ANF externer Link ist eine Meldung über eine weitere reaktionäre Maßnahme der Besatzungstruppen, in der unter anderem berichtet wird: „Nach Angaben einer Quelle der Nachrichtenagentur ANHA werden die aus Ost-Ghouta und Qalamun evakuierten Dschihadisten und ihre Familien im Zentrum von Efrîn und Cindirês untergebracht. Seit Tagen häufen sich die Meldungen über die Ansiedlung türkeitreuer Milizionäre durch die türkischen Besatzungstruppen in der Region. Für die Milizionäre und ihre Familien wurden in den Stadtteilen Mehmudiye und Velan Wohnungen beschlagnahmt und zu diesem Zweck die Türen eingeschlagen. Der Informant, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben will, berichtet: „Manche Familien waren ein paar Stunden draußen und als sie zurückkehrten, haben sie festgestellt, dass ihnen ihre Wohnung genommen worden ist.“ Der Informant berichtet weiter, dass der türkische Staat insbesondere an ihn angebundene Gruppen wie die rechtsextreme „Sultan Murad“-Brigade dort unterbringe. Auf den Milizen nahestehenden Internetseiten wird verkündet, dass 148 Milizionäre aus Qalamun mit ihren Familien nach Efrîn gebracht worden seien“.