Monatelanger Streik in südafrikanischen Weinbergen geht weiter

CSAAWU LogoDie Ausgangslage bei der Kellerei Robertson Winery im Westkap ist eindeutig und bedarf keiner Diskussion: Weiße Arbeiter verdienen 8.500 Rand. Bist du schwarz, sind es maximal 3.500. Für gleichen Lohn wird seit langen Wochen gestreikt: Das Unternehmen reagiert mit Terror – Gerichte sollen dafür sorgen, dass die Verantwortlichen der Gewerkschaft  CSAAWU ins Gefängnis sollen. Inzwischen haben Boykottaufrufe in der EU – wohin Robertson etwa ein Fünftel seiner Produktion (ganz besonders ökologisch, versteht sich) liefert – Wirkung gezeigt, auch aufgrund eines Dokumentarfilms, der die Lebensrealitäten in Südafrikas Weinwirtschaft zeigt. Siehe dazu aktuelle Beiträge:

  • Der Streik in Südafrikas Weinbergen geht in Woche 13
    Am Donnerstag, 17. November hat die Gewerkschaft CSAAWU das Angebot der Geschäftsleitung der Robertson Kellerei abgelehnt: Eine Lohnerhöhung um 400 Rand. Die Gewerkschaft und die Beschäftigten fordern aber einen lebensfähigen Mindestlohn von 8.500 Rand im Monat – eine Forderung, von der auch das „verbesserte Angebot“ meilenweit entfernt ist. Am selben Tag demonstrierten die Streikenden zum Geschäftssitz des Unternehmens, um ihre Grundforderung nochmals zu unterstreichen – aber auch ergänzend ein „Friedensabkommen“ (also: Keine Maßregelung) zu fordern, sowie die Auszahlung des normalen Weihnachtsbonus. In dem Artikel „South Africa: ‘We Are Struggling’ Says Robertson Winery Worker As Strike Enters 13th Week“ von Tariro Washinyira am 18. November 2016 bei Ground Up externer Link (hier dokumentiert bei allafrica) wird auch die Bedeutung dieses Streiks unterstrichen: Obwohl es „nur“ die 200 Arbeiter bei Robertson sind, die seit so langer Zeit streiken, ist es eine Auseinandersetzung, die für Südafrikas Weinindustrie von grundsätzlicher Bedeutung ist, die mit Billiglöhnen weltweit ihre Konkurrenzfähigkeit erhöht