Bergbauministerin: “Tötet sie!”

Während der Arbeiten der Marikana Commission of Inquiry vernimmt gegenwärtig George Bizos, Hauptakteur der Rechtsanwälte der Bergarbeiterfamilien, den Leiter der Polizeiausbildung Brigadier Zephania Mkwanazi. Dieser unterstrich immer wieder, er sei an dem Polizeimassaker nicht beteiligt gewesen, und verweigerte Antworten auf zahlreiche Fragen, stimmte aber Bizos zu, dass das Statement von Bergbauministerin Suzan Shabangu, sie wolle keine Warnschüsse, sondern “shoot to kill” Polizisten im Einsatz “verwirren können”. Kein linksradikales Blättchen sondern aus der Meldung “Shabangu ordered Marikana cops to ‘shoot to kill’ externer Link” von Sphiwe Mkhize am 20. Dezember 2012 bei der South African Broadcasting Corporation Siehe dazu auch:

  • Offener Brief an den Vorsitzenden des DGB, Michael Sommer”  – verfasst von vier Mitgliedern der afa in der SPD, mit der Forderung: “Die Internationale Gewerkschaftsbewegung muss an die Seite der südafrikanischen Bergarbeiter -für die bedingungslose Verteidigung ihres Rechts auf unabhängige gewerkschaftliche Organisation und auf Tarifverhandlungen und Streik auf der Basis ihrer Forderungen!”. Die VerfasserInnen argumentieren dabei auch mit einem “einblick” Artikel von Monika Sommer (früher DGB, heute Deutsche Botschaft), worin die Lohnerhöhungen als zu hoch und die Arbeiter als wachsend gewaltbereit geschildert werden. Jetzt einmal die Frage ausgeklammert, worin die Qualifikation des Herrn Sommer für einen solchen Einsatz bestehen soll, bleibt bestehen, dass die erhobene Forderung die Politik des IGB konterkariert, und dass der “einblick” Artikel ein reaktionäres Machwerk ist.