Tote bei Protesten gegen Preiserhöhungen

change now in SudanGewalteskalation nach Demonstrationen gegen Preiserhöhungen wegen Streichung von Treibstoffsubventionen. Siehe dazu:

  • Massenfestnahmen: Das wankende Regime setzt weiter auf Repression
    Über 800 Festnahmen von AktivistInnen und Mitgliedern von Oppositionsparteien sowie Journalisten – das ist der jüngste Schritt des Regimes zur Repression der Proteste, die längst weiter reichen als nur bis zur Forderung nach Rücknahme der Subventionskürzung für Treibstoffe. Sudan escalates mass arrests of activists amid protest crackdown externer Link heisst der zusammenfassende Bericht von amnesty international vom 02. Oktober 2013
  • Die „Händler der Religion“ in Nöten: Proteste sind auch mit der Armee nicht zu unterdrücken…
    Sudan: Tote bei Protesten gegen PreiserhöhungenTrotz einer wachsenden Zahl von Todesopfern unter den DemonstrantInnen gehen die Proteste an immer mehr Orten des Sudan weiter: Gegen die Streichung der Subventionen für Treibstoff, die zu einer allgemeinen Teuerung führen würde. Die regierende Partei des Nationalkongresses wird wegen ihrer allseits bekannten Korruption längst „Händler der Religion“ genannt und auch erste Zugeständnisse wie angekündigte Lohnerhöhungen im Staatsdienst helfen ihnen bisher nicht weiter. Der Beitrag Soulèvement contre la dictature au Soudan externer Link von Gerard Prunier am 29. September 2013 bei Orient XXI stellt die aktuellen Ereignisse in den Zusammenhang der sudanesischen Geschichte jüngerer Zeit, speziell mit der Teilung in zwei Staaten. Er unterstreicht, dass der langjährige Sprecher der Bewegung im heute selbstständigen Südsudan, John Garang, gegen eine Spaltung des Landes war – und dass die Grundfragen beider Sudans nicht in Religion oder Ethnie liegen, was ihre Erscheinungsformen seien, sondern in der sozialen Spaltung. Siehe dazu auch: Mindestens 33 Demonstranten werden erschossen externer Link – afp Meldung vom 28. September 2013, hier beim Stern
  • Im Sudan Revolte gegen teures Benzin
    „Die Preise für Brot und Benzin sind existentiell im Sudan: Die Proteste gegen steigende Treibstoffpreise schlugen in offene Gewalt um. Beobachter sprechen von den schwersten Unruhen der Ära Al-Baschir. Es gab 30 Tote. (…) Der Widerstand der Bevölkerung richtet sich zunehmend aber auch gegen die Regierung unter Al-Baschir. Die Demonstranten skandierten “Freiheit, Freiheit” und auch “Das Volk will den Sturz des Regimes”. Polizeistationen, Tankstellen und Geschäfte gingen in Flammen auf. Es wurden Autoreifen in Brand gesetzt und Steine auf vorbeifahrende Autos geworfen. Die Polizei ging gewaltsam gegen die Menge vor, setzte Tränengas und Gummigeschosse ein. Ähnliche Proteste hatte es im Juni 2012 gegeben…Meldung auf der Deutschen Welle vom 26.09.2013 externer Link