“15M” in Spanien – zwei Jahre danach

“15M” in Spanien - zwei Jahre danachInsbesondere die Diskussion zum Themenkomplex »Wohnen« ist durch die 15M-Bewegung stark beeinflusst worden. Die wichtigste Rolle spielt hier die Plataforma de Afectados por la Hipoteca (Plattform der Betroffenen von Hypotheken, PAH). Diese existierte zwar schon vor dem 15. Mai 2011, aber auch für sie diente die Bewegung als Diskussionsforum. Die lokalen Versammlungen nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch in Kleinstädten und Dörfern, haben zahlreiche Initiativen, die zuvor im Zusammenhang mit der PAH isoliert arbeiteten, zusammengebracht. Dies hat die Mobilisierungsfähigkeit und die Ausstrahlungskraft der Plattform erheblich gestärkt. Die Aktivistinnen und Aktivisten der PAH nutzen jetzt die 15M-Versammlungen, um über anstehende Räumungen zu informieren und um zu eigenen Blockaden oder Besetzungen aufzurufen” – aus “Von den Plätzen in die Viertelexterner Link von Florian Wagner am 09. Mai 2013 in der jungle world. Siehe dazu auch:

  • Selbst in die Hand nehmen: Indignados, 2 Jahre
    “Unter dem Motto »Von der Empörung zur Rebellion« haben Tausende Menschen am Sonntag in zahlreichen Städten Spaniens den eigentlich erst am morgigen Mittwoch anstehenden zweiten Jahrestag der Entstehung ihrer Bewegung »­15-M« begangen. Die größten Versammlungen fanden mit jeweils mehreren zehntausend Teilnehmern in Madrid, Barcelona und Valencia statt” – so beginnt “Millionenfaches Neinexterner Link von Carmela Negrete am 14. Mai 2013 in der jungen Welt
  • Empörung ohne Endeexterner Link von Gaston Kirsche, ebenfalls am 09. Mai 2013 in der jungle world, worin es in den Passagen über die mediale Aufarbeitung von “15M” unter anderem heisst “Damit schafft der Film es nicht, die spanische Bewegung für sich sprechen und ihren besonderen Charakter hervortreten zu lassen. Dieser besteht nämlich in einem Prozess der Selbstermächtigung der Teilnehmenden an den acampadas und in der direkten Teilnahme der einzelnen Personen an öffentlichen Debatten, Protesten und Entscheidungsprozessen”