Kahlschlag bei ehemaliger Alstom: Das Diktat von Jeffrey Immelt

IG Metall Mannheim: Widerstand gegen Stellenabbau bei GE/ AlstomDer US-Konzern General Electric streicht in der Schweiz 1300 Stellen. Die Geschichte eines globalen Imperiums, französischer Industriepolitik und eines kriselnden Kapitalismus, die im aargauischen Birr endet. Unter anderem beim Industriearbeiter Nikola K. (…) Als sich 2014 die Übernahme von Alstom durch GE abzuzeichnen begann, war den Schweizer Behörden klar, dass der Konzern auch hierzulande Stellen abbauen würde. (…) Nun hat General Electric also informiert. Neben 1700 Stellen in Deutschland, 570 in Britannien und knapp 800 in Frankreich sollen auch in der Schweiz 1300 Stellen gestrichen werden, darunter jene der bisherigen Alstom Hydro. Betroffen sind sämtliche Standorte: Baden, Birr, Dättwil, Turgi und Oberentfelden. Anders als die Arbeiter der bisherigen Alstom Hydro (deren Entlassung von einer weiteren Quelle bestätigt wird) wissen die anderen Angestellten jedoch noch nicht, wen von ihnen es treffen wird. Gemäss einem internen GE-Papier, das der WOZ vorliegt, werden die Stellen über alle Abteilungen hinweg gestrichen…” Artikel von Yves Wegelin in der WoZ vom 21.01.2016 externer Link. Siehe dazu:

  • Mieses US-Spiel mit Schweizer Jobs. Die Betroffenen wollen sich wehren. Die von der Entlassung bedrohten Angestellten von GE / Alstom bieten dem wohl mächtigsten Industriekonzern der Welt die Stirn.
    1300 Jobs will der US-Konzern General Electric (GE) in den nächsten zwei Jahren am Standort Aargau abbauen. Dies kurz nachdem er die Energiesparte vom französischen Alstom-Konzern übernommen hat. Christian Gusset, Industrieverantwortlicher der Unia, kommentiert: «Eine Katastrophe für den Aargau und ein massiver Schlag gegen den Industriestandort Schweiz.» (…) Der angekündigte Stellenabbau wäre der grösste seit langem in der Schweizer Industrie. Noch ist die Sache aber nicht entschieden. Das Konsultationsverfahren steht an, der Kampf um die Jobs beginnt. Der Kanton hat eine Taskforce eingesetzt, die Unia ist dabei. Die Personalkommission fordert jetzt von GE detaillierte Angaben zu den Abbauplänen. Diese fehlen. Unia-Mann Gusset sagt: «Diese Unklarheit hat System bei GE.» Auch im deutschen Mannheim protestieren bereits 1200 Angestellte. GE will dort ebenfalls über tausend Stellen streichen. Es könnte einen heissen Frühling geben…” Artikel von Ralph Hug in Work – Zeitung der Unia – vom 21.01.2016 externer Link