Unia Jugend bekämpft Ausbeutung von Lernenden mit einem Lehrstellenpranger

lehrstellenpranger unia jugend„Die Unia Jugend glaubt, dass ausbeuterische Lehrverhältnisse, obwohl diese laut Gesetz klar und deutlich verboten sind, eine Normalität sind. Darum muss diese öffentlich sichtbar gemacht werden – mit einem Lehrstellenpranger. Paul Maetschke, Präsident der Unia Jugend Zürich-Schaffhausen sagt: „Die Ausbeutung passiert oft im Stillen und hinter verschlossenen Türen. Dort, im stillen Kämmerlein, wo niemand etwas mitbekommt, können Lernende sich nicht wehren.“ Weiter sagt Beat Schenk, Copräsident der Unia Jugend Thurgau: „Ausbeutung kann nur beendet werden, wenn wir sie öffentlich machen.“ Um Druck auf die verantwortlichen Betriebe und die Lehraufsicht machen zu können, schaltete die Unia Jugend vor zwei Tagen die Website www.lehrstellenpranger.ch und die Facebookseite www.facebook.com/lehrstellenpranger auf. Dort können sich Betroffene melden, deren Fälle dann – auf Wunsch – anonymisiert veröffentlicht werden. Daniela Mercaldi, Co-Präsidentin der Unia Jugend Thurgau sagt weiter: „Damit stellen wir Lernenden eine Plattform zur Verfügung, auf der sie der ganzen Welt zeigen können, wie ihre Situation tatsächlich aussieht.“ Dass Handlungsbedarf herrscht, zeigt die starke Resonanz auf die Seite: Innerhalb von zwei Tagen wurde die Facebookseite bereits 500 x gelikt. Die Unia Jugend hat bereits erste Fälle zugespielt bekommen, die nun gewissenhaft abgeklärt werden, bevor sie veröffentlicht werden…“ Pressemitteilung der Unia-Jugend vom 06.01.2014 externer Link. Siehe dazu auch:

  • Prangere jetzt deinen Lehrbetrieb an: Berichte über deinen Frust, organisier dich, wehr dich!
    Du musst ständig putzen? Überzeit schieben ist normal? Dein Ausbildungskonzept verstaubt in der Vitrine? Du bist einfach eine billige Arbeitskraft? Dein Lohn wird nicht korrekt ausgezahlt? Der Chef lässt deinen Frust an dir aus? Fang an, etwas dagegen zu unternehmen. Gemeinsam können wir Druck auf die Lehraufsicht auszuüben – hier und jetzt. Der Lehrstellenpranger externer Link
  • Neue Unia-Website: Lehrlinge sollen Chefs an den Pranger stellen
    Lehrlinge, die von ihrem Betrieb ausgenützt werden, sollen diesen im Internet anprangern. Die Unia-Jugend hat dazu eigens eine Website aufgeschaltet. Das stösst auf Kritik. Artikel auf 20 minuten vom 07.01.2014 externer Link