Erneute Waldbrände in Portugal: Die kapitalistische Katastrophe geht weiter

In Portugal brennen keine Hochhäuser – aber Wälder. Und was auch das mit Politik zu tun hatDas kleine Portugal hat im Sommer schon für dramatische Schlagzeilen gesorgt, als bei Bränden um Pedrogao Grande sogar 64 Menschen ums Leben kamen. Weniger Aufmerksamkeit erhalten die vielen kleineren Brände, die weiter im Land und auch beim den Nachbar in Spanien lodern. Doch gerade das kleine Land am westlichen Rand Europas ist bei Waldbränden abgeschlagener europäischer Spitzenreiter. Bis Ende Juli sind schon fast 120.000 Hektar Wald abgebrannt. Knapp die Hälfte von etwa 53.000 Hektar loderten davon allein im Katastrophengebiet um Pedrograo Grande. Dieser Großbrand hat das Land auf den neuen Rekordkurs gebracht und deshalb liegt dieser Brandsommer bisher weit über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahren. Ein Drittel der gesamten Fläche, die bis Juli in der Europäischen Union abgebrannt ist, findet sich nach Angaben des European Forest Fire Information System (EFFIS) in Portugal. Das Land ist kleiner als Ungarn und etwas größer als Österreich, womit der Umfang der Tragödie deutlich wird, die das Land Jahr für Jahr heimsucht“ – aus dem Beitrag „Schwere Dürre verschärft Waldbrandgefahr weiter“ von  Ralf Streck am 09. August 2017 bei telepolis externer Link, worin abermals die Rolle der Eukalyptus-Plantagen ausführlich „gewürdigt“ wird. Siehe dazu zwei weitere aktuelle Beiträge:

  • „Incêndios: Responsabilidade objectiva e de indemnizar por parte do Estado“ von José Sintra am 08. August 2017 im esquerda.net externer Link ist der vierte einer Serie von sieben Artikeln des Linksblocks BE zu den Waldbränden, wobei diese Folge sich mit der Verantwortlichkeit des Staates befasst, die dieser nicht wahrgenommen habe, als die privaten Unternehmen immer mehr Monokulturen einführten, die ein wesentliches Moment der Entwicklung von Bränden sind. Der Autor unterstreicht darin, dass es neben den erforderlichen Korrekturen der Kontrolle und der vom BE angestrebten Rücknahme der Privatisierung der Waldwirtschaft auch darum gehe, den betroffenen Menschen Entschädigungen zu bezahlen, mit denen sie wenigstens ihre materiellen Verluste ausgleichen können.
  • „Neuer Waldbrand wütet im Norden Portugals“ am 06. August 2017 bei Zeit Online externer Link ist eine afp Meldung – als Beispiel für eine ganze Reihe ähnlicher Nachrichten – in der es unter anderem heißt: „In Portugal wütet wieder ein schwerer Waldbrand. Gegen das Feuer nahe der Ortschaft Vila Caiz im Nordwesten des Landes, das von brütender Hitze angefacht wurde, kämpften nach Angaben des Zivilschutzes am Samstag mehr als 70 Feuerwehrleute“.