Mietenkampf in Warschau: Seit 8 Jahren ist der Tod von Jolanta Brzeska nicht aufgeklärt

Gedenkplakat an Jolanta Brezka, 2011 ermodet wegen des Widerstands gegen Reprivatisierung von Wohnungen in Warschau„… Alle Hinweise und Spuren, die mit dem tragischen Tod verbunden sind, wurden von den Aktivist*innen analysiert, weil die Polizei und die Staatsanwaltschaft eine solche gründliche Analyse der verschiedenen Hypothesen vernachlässigt haben sollen. Die Version über den Suizid sei die am wenigsten wahrscheinliche, aber offensichtlich die bequemste. Durch die Wiederaufnahme der Ermittlungen gibt es nun Hoffnung, dass sich die Vermutungen bestätigen. Die WSL-Aktivist*innen hoffen, dass der Protest die Aktionen der Ermittler*innen beschleunigen kann. Sie fordern, die Verantwortlichen für den Tod von Jolanta Brzeska zu bestrafen, aber auch die Polizeibeamten und Staatsanwälte, durch die die Ermittlungen im Jahr 2013 eingestellt wurden. Da die Staatsanwaltschaft sofort Suizid und nicht Mord annahm, wurden nicht alle Spuren gesichert, um die Mörder hinter Gitter zu bringen, meint ein Mitbegründer des Warschauer Mieter*innen-Vereins. So hätte die Staatsanwaltschaft bereits 2008 gegen eine „Reprivatisierungsmafia”, aufgrund der Hinweise von Jolanta Brzeska und der Mieter*innenbewegung, ermitteln können…“ – aus dem Artikel „„Ihr könnt uns nicht alle verbrennen!“ von Monika Kupczyk in der Ausgabe 439 (Mai 2019) der Graswurzelrevolution externer Link über einen Aspekt der Reprivatisierung in Polen und den Fall Jolanta Brzeska. Siehe dazu auch den Hinweis auf einen früheren Beitrag zu Mieterkämpfen in Warschau: