Huaraz: Peruanischer Bergbauer Saúl Luciano Lliuya verklagt RWE

Dossier

Huaraz: Peruanischer Bergbauer Saúl Luciano Lliuya verklagt RWE. Kampagne von Germanwatch“Ich bin froh, aktiv geworden zu sein und nicht einfach zu warten was passiert. Es ist überwältigend für mich, wie viel Interesse und Unterstützung ich in meinem Land und weltweit erfahren habe. Das gibt mir Mut und Kraft weiter zu machen. Der Klimawandel betrifft alle Länder der Welt, wir müssen uns deswegen für die Gerechtigkeit einsetzen.” (Saúl Luciano Lliuya, Huaraz/Peru) Huaraz wird von einem infolge des Klimawandels wachsenden Bergsee bedroht.Peruanischer Bergführer Saúl Luciano Lliuya will erreichen, dass der Energiekonzern einen Teil der Schutzmaßnahmen in seiner Heimat bezahlt. Die am 24. November 2015 eingereichte Klage gegen RWE ist von der 2. Zivilkammer des Landgerichts Essen angenommen worden. Hier sind auch ver.di-Mitglieder gefragt, denn mitverantwortlich für die Konzernpolitik ist der von der Gewerkschaft in die Position des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden entsandte ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. Der Kollege Bsirske bekleidet diese Position seit rund 15 Jahren… Siehe dazu die umfangreiche Sonderseite zum Fall Huaraz mit Hintergründen, Videos und aktuellen Meldungen bei Germanwatch externer Link und hier dazu:

  • Klimaklage gegen RWE: Oberlandesgericht verhandelt Berufung am 13. NovemberNew
    Zeitgleich zu den politischen Verhandlungen beim UN-Klimagipfel in Bonn wird es in Hamm juristisch um den Klimawandel und die Bewältigung seiner Folgen gehen. Der peruanische Bergführer Saúl Luciano Lliuya klagt in zweiter Instanz gegen RWE. Der 5. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat nun entschieden, dass die Berufung des peruanischen Bergführers und Kleinbauern Saúl Luciano Lliuya am 13. November (Montag, 12:30 Uhr) mündlich verhandelt wird. Für den öffentlichen Verhandlungstermin ist eine Dauer von rund zwei Stunden angesetzt. Der Termin fällt mitten in die zweiwöchige UN-Klimakonferenz in Bonn (6. – 17. Nov.), was dem Fall auch international noch zusätzliche Aufmerksamkeit bescheren dürfte. Die Rechtsanwältin des Klägers, Dr. Roda Verheyen (Hamburg), zeigt sich erfreut über die Entscheidung des OLG Hamm. “Ich bin zuversichtlich, dass der nun angesetzten ersten Verhandlung die Beweisaufnahme folgen wird – dann geht es endlich um die Beweiskette: Ist das Überflutungsrisiko eine Folge des globalen Klimawandels und damit auch eine Folge der Emissionen der Beklagten? Das werden wir belegen.“…” Pressemitteilung von Germanwatch vom 12. Mai 2017 externer Link – Germanwatch unterstützt Luciano Lliuyas Anliegen und berät ihn. Für die Anwalts- und Gerichtskosten des Klägers in diesem Musterverfahren tritt die Stiftung Zukunftsfähigkeit ein und ruft zu Spenden auf. Weitere Informationen und Hintergründe zum “Fall Huarazexterner Link (inkl. eines Informations-Videos) auf der entsprechenden Seite von Germanwatch

  • Einladung: Film- + Diskussionsabende zum Fall Huaraz 25./28./30. November mit Saúl Luciano Lliuya
    Germanwatch und Stiftung Zukunftsfähigkeit laden zu Kinovorführungen des Films “Letzte Chance für unser Klima” mit anschließenden Publikumsdiskussionen ein. In der Dokumentation von Christian Jentzsch werden die Folgen des Klimawandels und Reaktionen hierauf deutlich gemacht, u.a. anhand der Gletscherschmelze in den Anden und des Falls Huaraz (Klimamusterklage “Saúl gegen RWE”). Der Film zeigt dabei anhand mehrerer Beispiele, auf welche Weise sich verschiedenste Menschen weltweit für die Verringerung des Treibhausgasausstoßes und mehr Klimagerechtigkeit einsetzen – von Saúl Luciano Lliuya und seiner Anwältin Roda Verheyen aus Hamburg über das Germanwatch-Team bis hin zu den Aktivisten des Klima-Camps im Rheinland, vom Pfarrer in Jülich bis hin zum Papst mit der Enzyklika Laudato Si’.  Besondere Aktualität und Brisanz erhalten die Veranstaltungen durch die Tatsache, dass kurz zuvor am 24.11. erstmals der Fall “Saúl gegen RWE” vor dem Landgericht Essen mündlich verhandelt wird…” Einladung bei betterplace zu Terminen in Berlin, Bonn und Hamburg externer Link
  • Klimaklage gegen RWE: Landgericht trifft noch keine Entscheidung über Beweisaufnahme
    Nach der ersten mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht Essen will die Zivilkammer am 15. Dezember verkünden, ob der Fall in die Beweisaufnahme geht…” Pressemitteilung vom 24.11.2016 von und bei Germanwatch externer Link
  • Klimaklage gegen RWE erstmals in mündlicher Verhandlung am Landgericht Essen
    Am 24. November ab 12 Uhr verhandelt die 2. Zivilkammer im Fall des peruanischen Bergführers Saul Luciano Lliuya gegen RWE. Luciano Lliuya will erreichen, dass der Energiekonzern teilweise Schutzmaßnahmen vor Klimawandelfolgen in seiner Heimat bezahlt…” Pressemitteilung von und bei Germanwatch externer Link zur Mündlichen Verhandlung am 24.11., 12 Uhr: Landgericht Essen, Saal N001
  • [Film] Letzte Chance für unser Klima
    Polkappen und Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt. Überschwemmungen zerstören das Hab und Gut der Menschen, Dürren vernichten ganze Ernten. Während sich die Menschen in den westlichen Metropolen noch in Sicherheit wiegen, sind es bislang meist die Armen in den südlichen Ländern, die besonders leiden…” der WDR-Film bei der ARD-Mediathek externer Link (44 Min. | Verfügbar bis 25.07.2017 | Quelle: Das Erste)
  • [Spendenaufruf] Saúl gegen RWE: für die Menschen in Huaraz und globale Klimagerechtigkeit
    “… Saúl Luciano Lliuya – ein Andenbauer und Bergführer aus Peru – hat sich an uns gewandt, weil er nicht einfach warten will, bis er und seine Nachbarschaft zu Schaden kommen: Seinem Haus sowie einem großen Teil der Andenstadt Huaraz drohen durch die klimawandelbedingte Gletscherschmelze oberhalb der Stadt eine verheerende Flutkatastrophe. Saúl Luciano kommt jetzt nach Deutschland, um eine Klage gegen den Energiekonzern RWE vorzubereiten. Als Europas größter CO2-Emittent ist RWE mitverantwortlich für den Klimawandel und die Bedrohung durch die Flutwelle, von der bis zu 20.000 Einwohner betroffen wären. Deshalb geht es Saúl Luciano auch nicht um eine Entschädigungszahlung, sondern um den dringend benötigten Schutz für sich, seine Familie sowie die Menschen in Huaraz. RWE hat 0,5% des globalen Klimawandels verursacht. RWE soll demzufolge ein halbes Prozent der notwendigen Schutzmaßnahmen bezahlen…” Spendenaufruf bei betterplace externer Link, ein Hilfsprojekt von „Stiftung Zukunftsfähigkeit“ (K. Milke) in Huaraz, Peru