Proteste gegen die Ermordung Streikender in Pakistan – der Streik bei Pakistan International Airline geht trotz Polizeiterror weiter

Protest der PIA Beschäftigten gegen den Polizeimord an Streikenden in Karachis 3.2.2016Ein relativ genauer Bericht über die Polizeibrutalität gegen die streikende Belegschaft der Pakistan International Airline (PIA) ist der Artikel “Two Die in Airline Anti-Privatization Strike in Pakistan“ am 04. Februar 2016 in der Latin American Herald Tribune externer Link. Darin wird berichtet, dass der Ingenieur Inayat Raza an einem Schuss in die Brust starb und ein Angestellter namens Saleem an mehreren Schusswunden. Daneben gab es 13 Verletzte, wovon zwei Opfer im Jinnah Postgraduate Medical Complex in Lebensgefahr schweben. Die Polizei stritt ab, geschossen zu haben – man habe „nur“ Tränengas und Gummigeschosse abgefeuert. Im weiteren wird hervorgehoben, dass das übergewerkschaftliche Streik-Komitee Joint Action Committee of the Pakistan Airlines Cabin Crew Association nach dem Polizeiüberfall ein Statement abgab, das einerseits diesen Angriff verurteilte, andererseits betonte, der Streik gehe trotz aller Repression weiter. Siehe dazu auch weitere Beiträge zum Streik und seinen Hintergründen:

  • „PIA: fighting privatisation“ von Lal Khan am 31. Januar 2016 in der Daily Times externer Link ist ein Beitrag, in dem der Autor, Sekretär der Pakistan Trade Union Defence Campaign, einerseits die Hintergründe des Widerstandes gegen die erneuten Versuche, die PIA zu privatisieren, aufzeigt, andererseits deutlich macht, dass die Streikfront auch deswegen sehr fest steht, weil es eine wirkliche Aktionseinheit von Organisationen ausgesprochen unterschiedlicher Orientierung ist: Gewerkschaften die politisch verbunden sind mit der islamistischen Partei Jamaat-e-Islami (JI), der regierenden PML-N einerseits bis hin zu mit der oppositionellen PPP verbundenen Gewerkschaften beteiligen sich am Streik der 14.000 Beschäftigten von PIA