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! - Hunderte MigrantInnen brachen aus dem Lager aus und marschierten
auf La Valetta 
Es kommt der Tag, da will die Säge sägen
- war mal ein Spruch der Subkulturszene. Es kommt der Tag, da wollen
Menschen Menschen sein - vor allem Flüchtlinge aus Lagerhaltung.
Auf Malta sind hunderte "Illegaler" aus dem Lager Safi
ausgebrochen und marschierten zum Protest beim Premierminister auf
La Valetta. Die örtliche Medienmeute ergeht sich in Horrorgeschichten,
politische Parteien bedauern die verletzten Polizisten oder lassen
sich dazu herab zu fordern, diese Menschen sollten maximal 6 Monate
im Lager gehalten werden: Ein kleiner Staat, aber ein echtes EU-Mitglied.
- Die Spannung steigt
Der (englische) Bericht "Tensions
rise following migrant march on Valletta"
von Aleander Balzan vom 28. Juni 2006 beim "EU-Observer"
- Jesuiten "auf der Mauer"
Auch der Flüchtlingsdienst der Jesuiten beeilt
sich in seiner Stellungnahme erst einmal die Gewalttätigkeiten
der MigrantInnen zu verurteilen, bevor auch gesagt wird, dass 10
Monate im Lager zuviel seien...Die (englische) Meldung "JRS
condemns violence at Safi centre"
in der Tageszeitung "Malta Independent" vom 30. Juni 2006
- Der übliche Ruf der Büttel
Am 2. Juli erklärte der maltesische Aussenminister
Frendo, die EU lasse Malta mit dem "Flüchtlingsproblem"
alleine, konzentriere sich nur auf Spanien, das alles Geld bekäme.
Und tat eine neue "Quelle des Übels" kund: die lybische
Küste werde gerade mal von 2 Patrouillenbooten überwacht
- in der Tat für heute übliche Mittelmeerstandards der
Menschenkontrolle wenig. So kommt es in dem (englischen) Beitrag
"Malta
accuses the EU of poor support on immigration"
von Aleander Balzan vom 3. Juli 2006 beim "EU-Observer"
vor.
- Informationen zur Vorgeschichte
Hintergrundinfos werden in dem Beitrag "Flüchtlinge
in Malta - Wo Europa beginnt"
von Armin Köhli gegeben - zwar bereits am 16. September 2004
in der Schweizer WOZ erschienen aber sehr lesenswert - und beim
Friedensratschlag gespiegelt.
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