Die EU-Verträge gegen Flüchtlinge – mit libyschen Sklavenhändlern

LASS UNS NICHT WIE SKLAVINNEN LEBENAfrikanische Flüchtlinge werden in dem Golfstaat gehandelt wie Sklaven – Männer müssen schwer schuften, Frauen landen in der Prostitution. Die “Internationale Organisation für Migration” (IOM) schlägt Alarm: Auf libyschen Marktplätzen würden öffentlich Geflüchtete aus afrikanischen Staaten verkauft. Für 200 bis 500 US-Dollar würden sie ihren “Herren” übereignet. Männer müssen schwere Arbeiten verrichten, die Frauen werden als Sex-Sklavin gehalten oder in die Prostitution verschoben. Manchmal geht es auch “nur” um Erpressung. Laut IOM gibt es diverse Zeugenberichte, in denen von Ausbeutung, Hunger, Folter und Erpressung die Rede sei“ – so beginnt der Beitrag „Sklavenmärkte in Libyen“ von Birgit Gärtner am 19. April 2017 bei telepolis externer Link, in dem auch Einzelschicksale von Männern und Frauen berichtet werden. Siehe dazu:

  • Migranten aus Libyen: “Verhaltenskodex” für NGO-Schiffe gefordert. Vorschläge der EU-Innenminister zur Entlastung Italiens: Die Öffnung der Häfen bleibt ein Streitpunkt New
    Nein, es werden keine anderen europäischen Häfen für das Anlanden von Schiffen mit Migranten aus dem Mittelmeer geöffnet, um Italien zu entlasten, das sei “kontraproduktiv”, denn das wäre nur ein weiterer Pull-Faktor (…) Dass die Innenminister den zivilen Flüchtlingsrettern einen “Verhaltenskodex” vorschreiben wollen, sei eine Unverschämtheit. Einen solchen Verhaltenskodex hätten vor allem die EU-Innenminister nötig, damit sie menschenrechtsgerecht und völkerrechtskonform mit Flüchtlingen umgehen. [Ulla Jelpke] Die Kritik ist zugespitzt, aber sie entspricht Realitäten in Libyen. Die Küstenwache ist in den lukrativen Handel mit Migranten verstrickt. Nach Aussage eines britischen Boulevardmediums auch in den Sklavenhandel. Die Zeitung Express beruft sich dabei auf Augenzeugen. Überprüft ist das nicht. Im Gesamtzusammenhang erscheinen solche Einzelfälle im gescheiterten Staat aber plausibel…” Artikel von Thomas Pany vom 03. Juli 2017 bei telepolis externer Link