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Asbest - Weltmeister? 
Asien ist heutezutage Hauptnutzer (und Einkäufer) von Asbest, Laos etwa führt jedes Jahr rund 5.000 Tonnen Asbest ein, zumeist aus Russland, Kanada und Kasachstan. Und, mit dem begonnenen Aufschwung der Industrialisierung sollen es mehr werden - wofür es keine einzige gesetzliche Bestimmung oder sonstige Vorschrift im Lande gibt: Mit Asbest arbeiten in erster Linie Saisonarbeiter vom Land. Die APHEDA, Solidaritäts- und Hilfsorganisation des australischen Gewerkschaftsbundes ACTU hat nun, nach Vietnam auch in Laos zusammen mit der Laotischen Gewerkschaftsföderation, eine Kampagne zum Schutz vor Asbest, mit dem Ziel des Verbots, wie es bereits in 51 Ländern besteht, wird in dem APHEDA-Beitrag "Asbestos in Asia: Breaking Through the Silence in Lao PDR" vom 09. Januar 2012 berichtet.
Und wieder ein Damm - zur Vertreibung?
Vor zehn Jahren wurde in Laos der Theun-Hinboun-Staudamm gebaut, um Strom nach Thailand zu exportieren. Dadurch wurden zwei Flüsse ruiniert, Fischer erwerbslos und Menschen "zwangsumgesiedelt" ohne dass sie bis heute auch nur irgendeine Form der Entschädigung erhalten hätten. Dieser Damm wird von den Regierungen Thailands und Laos zusammen mit dem statlichen norwegischen Energieriesen Statkraft betrieben - nun gibt es den Plan mit einer weiteren 65 Meter hohen Staumauer die Strommenge zu verdoppeln. Als zusätzlicher Partner in dem Projekt der französische Konzern EDF, der ohnehin eine Investitionskampagne in Laos macht. Eine Studie der Association for International Water Studies kommt nun zu dem Ergebnis, das Projekt müsse mindestens aufgeschoben werden - wobei diese Studie von all den verschiedenen Bekundungen zur Bedeutung des Projekts die einzige ist, in der die Betroffenen gefragt worden sind - teilweise dieselben Menschen, die schon eineml vertrieben worden sind, fasst der (englische) Bericht "Green group urges Laos to stop dam expansion plan" von Darren Schuettler vom 27. November 2007 bei Reuters UK zusammen.
Gewerkschaften in Laos - welche?
Etwa 100.000 Mitglieder hat der Laotische Gewerkschaftsbund - die einzige Gewerkschaftsorganisation, die nach dem Arbeitsgesetz von 1994 zugelassen ist, jegliche andere gewerkschaftliche Organisation ist ausdrücklich verboten. Neben der Landwirtschaft und davon abgleiteten industriellen Aktivitäten (Nahrungsmittel, Holz, Textil) ist in den letzten Jahren vor allem der Tourismus eine wachsende Beschäftigungsbranche. Und offiziell statistisch zu erfassen versucht wurde der Fakt, dass rund 40 Prozent aller ökonomischen Aktivitäten in Schwarzarbeit stattfinden. Einen kurzen Einblick in laotische Arbeitswelten gibt der (französische) Bericht über "République Démocratique du Laos" vom April 2006 von Anne Lataste von der Abteilung Gestion Internationale der kanadischen Laval-Universität. |