Energie-Arbeiter im Kosovo protestieren gegen Lohnverzicht zugunsten (auch) deutscher Investoren

Energuearbeiter demonstrieren in Pristina gegen Privatisierung der E-Werke im Kosov im Febeuar 2018Gestern fand in Prishtina ein massiver Protest der Energiearbeiter vor allem aus der KEK (Zentraler Energieproduzent) statt. Aufgerufen hatte die neue Gewerkschaft „ Sindikata e Re Korporata Energjetike e Kosovës ( Neue Energiearbeitergewerkschaft) Gefordert wurde von mehreren tausend Menschen eine Erhöhung des Lohnes für alle um 100€. ie Löhne bei der KEK liegenzwischen 200 und 500€. Gleichzeitig wurde die geplante Privatisierung der KEK abgelehnt. Das Management wurde hart wegen der Arbeitsbedingungen bei der KEK kritisiert. Auch die Umweltvergiftung durch das zentrale Werk in Obelic wurde attackiert. Vor allen Dingen amerikanische und deutsche Wirtschaftsinstitute in Kosova, fordern eine Einfrierung der Löhne. Dies wurde den potentiellen Investoren durch die Regierung Haradinaj zugesagt. Die Arbeiter haben die Erfahrung gemacht, dass jede Privatisierung Arbeitsplätze kostet. Die Lebenshaltungskosten in Kosova sind mit den Lebenshaltungskosten in Deutschland vergleichbar. Nur Kaffee und Zigaretten sind billiger. Im Rahmen der geplanten Privatisierung der KEK wurde bereits eine massive Preiserhöhung für den Strom angekündigt. Gegenwärtig findet eine Reorganisierung der Arbeiterbewegung in Kosova statt. Die genannte Gewerkschaft steht nicht unter Kontrolle des KEK Managements, sowie der Regierung. An der Demonstration nahmen auch Abordnungen der „Neuen Gewerkschaft der Bergarbeiter“ aus Trepca in Mitrovica teil„ – aus dem Beitrag „Massive Arbeiterproteste in Prishtina – Haxhi Arifi ist in Rente“ am 09. Februar 2018 bei Kosova aktuell externer Link (von L.H, übersetzt von Max Brym), dem hinzuzufügen wäre, dass es sich bei dem Rentner um den bisherigen Vorsitzenden des Gewerkschaftsbundes handelt und im weiteren Verlauf des Beitrages auch noch weitere neue Gewerkschaften erwähnt werden. Siehe dazu auch einen Hintergrundartikel zu Gewerkschaften im Kosovo: