Südkoreanische Gewerkschaften begrüßen das Gipfeltreffen von Trump und Kim und fordern konkrete Abrüstungsschritte – nicht zuletzt der USA

Demonstration in Seoul aus Anlass des Trump Besuches in Südkorea am 6.11.2017In einer ausführlichen Stellungnahme der Gewerkschaft des Öffentlichen Dienstes KPTU im Gewerkschaftsbund KCTU zum Gipfeltreffen der Regierungen der USA und der Koreanischen Volksdemokratischen Republik wird dieses Treffen begrüßt – schon weil Reden immer besser sei, als Schießen. Es wird in der KPTU-Stellungnahme „Real Denuclearisation and the Establishment of a Lasting Peace on the Korean Peninsula are Up to US!“ am 14. Juni 2018 beim Korea Policy Institute externer Link dokumentiert, vor allem auf zwei Grundbedingungen eines wirklichen Friedensprozesses verwiesen. Zum einen gehe es nun eben tatsächlich um konkrete Schritte. Was zunächst aussehen mag, als ob die Gewerkschaft die seltsam kritische Positionen aus BRD und EU teilen würden, erweist sich schnell als etwas ganz Anderes: Es gehe nämlich auch und gerade um die Abrüstung des Militäraufmarsches der USA in Südkorea. Und zweitens wird in der Stellungnahme unterstrichen, dass Treffen von Regierungen, die verhandeln, zu begrüßen seien – allerdings müsse fest gehalten werden, dass sie immer das Ergebnis von Protest und Widerstand seien. Weswegen auch weiterhin gelte, dass ein wirklicher Friedensprozess für die koreanische Halbinsel nur stattfinden werde, wenn massive Volksbewegungen dies einfordern – die KPTU jedenfalls werde dies auch künftig nach allen Kräften tun. Siehe dazu auch den Hinweis auf unseren ersten Beitrag zum Gipfeltreffen, der vor allem die unterschiedlichen Reaktionen in Südkorea und in der BRD zum Thema hatte: