Die Lehrergewerkschaften wollten keinen Streik. Die LehrerInnen schon

Der Streik der LehrerInnen, der seit mehreren Tagen das Landesinnere prägt, hat nun auch die Hauptstadt erreicht: In Brazzaville waren in der letzten Woche sämtliche öffentlichen Schulen geschlossen – und jeden Tag waren Gruppen von LehrerInnen und SchülerInnen unterwegs, um auch an den Privatschulen für Streik zu argumentieren – mit offensichtlich wachsendem Erfolg. Die LehrerInnen haben im Prinzip die Forderungen, die der Staatspräsident bei seiner letzten Rede an die Nation als Versprechungen machte: Erhöhung des Mindestlohns, Gleichstellung mit anderen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes was die Lohnstruktur betrifft und: 2013 zum Jahr der Erziehung machen. Dass die Streikenden starke Unterstützung durch Eltern und SchülerInnen haben, liegt gerade daran, dass sie auch diese Forderung aufgenommen haben – während die Gewerkschaften, in einem System, das korrupt ist und korrumpiert, untätig bleiben, schreibt in “A Brazza la grève des enseignant​s perdure, l’école est fermée sous l’indiffer​ence du pouvoir”  externer Link  NeKongo Waverila am 16. März 2013 im Star du Congo