Kolumbiens LehrerInnen streiken weiter: Für ein öffentliches Bildungssystem. Neue Gewerkschaftsstrukturen helfen dabei…

Gewerkschaftsföderation Fecode in KolumbienSeit zwei Wochen verhandeln Vertreter des Fecode und der Regierung von Präsident Juan Manuel Santos nun schon über die genannten Forderungen. Bisher blieben diese Verhandlungen ohne Erfolg. “Obwohl der Präsident nicht von seiner Äußerung, es gebe kein Geld, abrückt, ist die Botschaft unserer Gemeinschaft klar: Der Lehrerstreik geht weiter, bis die Regierung eine gute Verhandlung verspricht. Dies ist ein Kampf für die öffentliche Bildung”, betonte Fecode in einer Stellungnahme. Inmitten der Proteste und Verhandlungen wurde bekannt, dass seit Beginn des Streiks drei Lehrpersonen durch Schusswaffen getötet wurden und eine Lehrerin seit dem großen Protest in Bogotá als vermisst gilt. Fecode richtete sich in einem Brief direkt an die Regierung und forderte Aufklärung darüber, ob die Todesfälle in direktem Zusammenhang mit dem Engagement der Opfer bei den Lehrerprotesten stehen“ – aus dem Beitrag „Landesweiter Lehrerstreik in Kolumbien“ von Sarah Wollweber am 13. Juni 2017 bei amerika21.de externer Link, worin auch über die Auseinandersetzungen berichtet wird, die sich im Anschluss an den „Marsch auf Bogota“ ergeben haben. Siehe dazu einen weiteren aktuellen Beitrag, der auch Entwicklungen innerhalb der Gewerkschaften behandelt:

  • „La histórica huelga de los educadores colombianos“ von Horacio Duque am 12. Juni 2017 bei rebelion.org externer Link ist ein Aufruf zur Solidarität mit dem Streik der LehrerInnen, weil es dabei eben um ein Thema für Alle gehe, nämlich um ein gutes öffentliches Bildungswesen. Dabei wird argumentiert, dieser Streik sei aussichtsreicher als der letzte Streik im kolumbianischen Bildungswesen 2014, weil inzwischen in verschiedenen Regionen der Gewerkschaftsföderation Fecode die alten Führungsstrukturen von damals durch neue, demokratischere ersetzt worden seien (und die wenig vertrauenswürdigen damaligen leitenden Funktionäre auf internationale Posten „weg gelobt“ worden seien).