Ärztegewerkschaft in Kenia unterzeichnet endlich Abkommen – Krankenschwestern streiken weiter

Die Krankenschwesterngewerkschaft Kenias wollte den gemeinsamen Streik mit der Ärztegewerkschaft beenden. Die Krankenschwestern hat man nicht gefragt…Mehrere Monate nach dem Ende des 100-Tage-Streiks der Ärztegewerkschaft Kenya Medical Practitioners Pharmacists and Dentists Union (KMPDU) wurde am 1. Juli 2017 das Tarifabkommen von Gewerkschaft und Regierung unterzeichnet. Unter Beachtung all der Regularien, die die Regierung als Vorwand genommen hatte, das Tarifabkommen von 2013, das sie unterzeichnet hatte, schlicht zu ignorieren – was der Grund für den großen Streik gewesen war, der nun erfolgreich beendet wurde. In dem Bericht „Doctors upbeat of ‘smooth’ deal execution“ von Graham Kajilwa am 02. Juli 2017 in The Standard externer Link wird der Generalsekretär der Gewerkschaft, Ouma Oluga zitiert, der auf der anschließenden 3. Nationalen Konferenz der KMPDU das Abkommen als einen wichtigen Schritt nach vorne, nicht nur für die Ärzte, sondern auch für die ganze Gesellschaft bewertete, da ein besserer allgemeiner Zugang zu den staatlichen Krankenhäuser, seine Organisation und Finanzierung, ebenfalls Bestandteil des Abkommens seien. Siehe dazu auch zwei weitere Beiträge zum Streik der Krankenschwestern, mit dem die Durchsetzung des im Dezember 2016 abgeschlossenen Tarifabkommens erzwungen werden soll:

  • „Doctors union urges Govt to tackle nurses’ strike“ von FAITH NYAMAI am 01. Juli 2017 bei The Nation externer Link ist ein Bericht über die alljährliche Delegiertenversammlung der Ärztegewerkschaft KMPDU an diesem Tag in Nairobi, auf der der Vorstand der Gewerkschaft die Regierung massiv dafür kritisiert hatte, dass die Krankenschwestern überhaupt für einen bereits unterzeichneten Tarifvertrag erneut streiken müssen – es liege völlig in der Hand der Regierung, diesen Streik zu beenden, in dem sie ihre übernommenen Verpflichtungen erfülle.