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Blut und Boden – kanadisch?

Justice for DeepanAnfang September 2014 urteilte das kanadische Bundesgericht dass Deepan Budlakoti kein kanadischer Staatsbürger sei. Obwohl in Ottawa geboren und ohne irgendeinen anderen Mitgliedsausweis wurde damit bestätigt, was die Behörden ihm vor vier Jahren beschieden hatten – dass er seine Staatsbürgerschaft verloren habe. Weil er eine Straftat beging, wofür er seine Strafe verbüßte. Es gibt keine Bestimmung in den kanadischen Gesetzen, nach der einem kanadischen Bürger seine Staatsbürgerschaft aberkannt werden kann, zumal der Sohn indischer Eltern geboren wurde, als beide schon länger in Kanada arbeiteten. Wie in vielen anderen Einwanderungsländern auch, gilt in Kanada die Norm, hier geboren, hier Bürger(In). Offensichtlich ist hier im konkreten Fall ein Schwenk hin zum teutonischen Blutrecht als Ersatz des traditionellen republikanischen Prinzips – Blut und Bodenpolitik auf kanadisch sozusagen. Zahlreiche demokratische und republikanische Kräfte haben in Kanada nunmehr eine Solidaritätskampagne organisiert, die sowohl den einzelnen Menschen und seinen Status, als auch das republikanische Prinzip verteidigen soll. Alles nachzulesen auf der Solidaritätsseite Justice for Deepan externer Link , die hiermit empfohlen sei. Siehe dazu auch:

  • Und als Solidaritätsbeispiel: CUPE supports Deepan Budlakoti externer Link – ein Brief des Bundesvorstandes der ÖD-Gewerkschaft CUPE vom 26. September 2014 mit dem die sofortige Wiederherstellung der Staatsbürgerschaft gefordert wird, bei der Kampagnenseite dokumentiert
Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=67749
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