Massenhafter Protest in Japan und Südkorea gegen Trumps Besuch – kämpferische Gewerkschaften mobilisieren intensiv

Demonstration in Seoul aus Anlass des Trump Besuches in Südkorea am 6.11.2017Wenn Trump und Abe sich treffen, dann ist dies schon dadurch ein gefährliches Ereignis, dass sich zwei Wahlsieger wichtiger Mächte treffen, die beide eine kriegerische Agenda verfolgen. Umso mehr Grund für alle oppositionellen und antimilitaristischen Kräfte (nicht nur) der Region, sich gegen diesen Kurs zur Wehr zu setzen. Während es in Japan am ersten Novemberwochenende 2017 erneut breit organisierte Proteste der alternativen Gewerkschaftsbewegung gegen die aktuelle Kriegsgefahr gab, werden in Südkorea schon seit Tagen Demonstrationen und Kundgebungen gegen die Kriegsgefahr organisiert, die durch Trumps Besuch symbolisiert wird, und in denen die Gewerkschaften, in Allianz mit zahlreichen sozialen Bewegungen, eine wesentliche Rolle spielen – und internationale Gewerkschaftsverbände appellieren an alle Seiten, keinen Kurs auf Krieg zu steuern, wie es gerade die Föderation der Gewerkschaften im Öffentlichen Dienst getan hat. Siehe dazu vier aktuelle Beiträge:

  • „Koreans around the World Say “No” to Warmongering Trump“ am 06. November 2017 bei Zoom in Korea externer Link ist ein Bericht sowohl über die Protestdemonstration mit vielen Tausend TeilnehmerInnen am 04. November in der Hauptstadt Seoul, die mit einer Kundgebung vor der US-Botschaft endete, als auch über Proteste in anderen Städten Südkoreas und zahlreicher südkoreanischer Gruppierungen in einer ganzen Reihe anderer Länder. Die Aktionen in diesen Tagen werden vor allem koordiniert und organisiert vom Reunification Committee of the Korean Alliance of Progressive Movements (KAPM), in dem verschiedene Gewerkschaften, soziale Bewegungen, Anwohnervereinigungen und Jugendorganisationen zusammengeschlossen sind.
  • „Von Kriegern und Samurai“ von Michael Streitberg am 07. November 2017 in der jungen welt externer Link berichtet von den verschiedenen Protesten in der japanischen Hauptstadt: „Nach Angaben der Veranstalter sollen an der Protestaktion vor dem Parlamentsgebäude rund 40.000 Menschen teilgenommen haben. Schon am Samstag wurden die Proteste gegen die fünftägige Asienreise Trumps, der auch Südkorea besuchen will, mit einer Demonstration von in Japan lebenden Koreanern eröffnet. Im Aufruf forderten die Veranstalter ein »Nein zur Vorbereitung eines Angriffskriegs« und ein Ende der »feindseligen Maßnahmen« gegenüber Pjöngjang. Im Rahmen eines weiteren Protestzugs am Sonntag im Stadtbezirk Shinjuku verurteilten linke Gruppen und Friedensaktivisten die Politik des US-Präsidenten ebenso wie den Aufrüstungskurs von Premier Abe. Auf Transparenten wurde das »Kriegsbündnis« der beiden Staatschefs verurteilt. Rund 100 in Tokio lebende US-Amerikaner fanden sich, gemeinsam mit einigen Japanern, zu einer eigenen Kundgebung im Bezirk Shibuya zusammen“.