Trotz aller Repressionsversuche: Die Streiks im Iran gehen weiter – im Widerstand gegen die Privatisierungspolitik des Regimes

bakhshi2In Iran haben Sicherheitskräfte nach tagelangen Arbeiterprotesten in der Provinz Chusestan mehrere Personen festgenommen. Der Gouverneur der Region im Südwesten des Landes, Gholam-Resa Schariati, bestätigte am Sonntag, dass die Polizei mindestens vier Arbeiter einer Zuckerfabrik in der Stadt Schusch abgeführt habe. Nach Behördenangaben protestierten die Männer, da ihnen seit Monaten keine Löhne mehr ausgezahlt worden sind.  Augenzeugen berichten, im Laufe mehrerer Tage hätten sich immer mehr Menschen an den Versammlungen beteiligt. Dabei sollen auch politische Forderungen und Vorwürfe an die Regierung geäussert geworden seien. Unbestätigten Berichten zufolge besetzten die Arbeiter auch eine Moschee und hielten den zuständigen Kleriker für einige Stunden als Geisel fest…“ – aus der dpa-Meldung „In Iran protestieren Arbeiter wegen zurückgehaltener Löhne“ vom 18. November 2018 externer Link (hier bei der NZZ), worin die Ursachen der wirtschaftliche Krise des kapitalistischen Regimes im Iran allerdings auf die Sanktionen reduziert werden. Siehe dazu drei weitere aktuelle Beiträge über drei verschiedene Streiks mit denselben Ursachen und den (bisher wirkungslosen) Repressionsmaßnahmen, sowie den Verweis auf unseren bisher letzten Beitrag zu den aktuellen Streiks im Iran:

  • „Haft Tappeh update: Shush residents support striking workers“ am 17. November 2018 bei der Shahrokh Zamani Action Campaign externer Link war eine Meldung über die Aktionen am Freitag in der Stadt Shush (wo die Haft Tappeh Zuckerfabrik liegt), als die protestierende Belegschaft zum Freitagsgebet kam, und ihr Protest von breiten Teilen der Bevölkerung unterstützt wurde (was in der Meldung mit einer Reihe Fotos dokumentiert wird). Gleichzeitig wird darin berichtet, dass das Regime verschiedene Repressionseinheiten rund um die Stadt zusammenziehe (die, sofern die dpa Meldung zutrifft, dann ja auch aktiv geworden sind), was die Streikenden damit beantwortet haben, erst recht ihre Entschlossenheit zu bekunden und weiter dafür zu kämpfen, dass das privatisierte Unternehmen enteignet werde.