In Honduras gehen die Proteste gegen Benzinpreiserhöhung weiter: Polizei überfällt Universität

Gemeinsame Demonstration der Hondabelegschaft und der Studenten der Nehru Universität in Delhi am 19.2.2016Die Gewerkschaften hatten schon länger ihr Unbehagen über den Anstieg der Treibstoffpreise signalisiert. Außerdem fordern sie, die Formel zur Berechnung des Benzinpreises zu veröffentlichen. Doch nachdem kein Resultat erzielte wurde, riefen sie die Fahrer zum Streik ab 19. Juli um acht Uhr morgens auf. Rund 100.000 Menschen schlossen sich in verschiedenen großen Städten an. Busse, Taxis und Lastwagen blockierten die Straßen. Zur Unterstützung blockierten Studenten die Straßen zusätzlich mit Steinen. Landesweit wurden 30 Blockaden vermeldet. Die Polizei setzte Tränengas gegen die Demonstranten ein. Außerdem gab es einige Konfrontationen zwischen Bürgern und Fahrern, die ihren Unmut über die Proteste äußerten. Viele Menschen mussten weite Strecken zu Fuß zurücklegen, besonders in den wichtigsten Städten wie Tegucigalpa, San Pedro Sula und La Ceiba. Am Donnerstag fand eine erste Verhandlung zwischen der Transportgewerkschaft (CNT) und der Regierung statt. Nachdem keine Einigung erzielt wurde, kündigte die CNT einen unbefristeten Streik an. Ihr Vorsitzender, Marbyn Galo, sagte, dass sie weiterhin auf die Straße gehen werden, um Druck auf die Regierung auszuüben und kein Abkommen unterzeichnen, das dem Volk schade…“ – aus dem Beitrag „Honduras: Anhaltende Proteste gegen gestiegene Benzinpreise“ von Melanie Schnipper am 28. Juli 2018 bei amerika21.de externer Link – aus dem ebenfalls deutlich wird, dass es, wie so oft bei diesen Problemen, sehr unterschiedliche beteiligte Akteure gibt. Siehe dazu eine Videosammlung zu Polizeirepression und Protesten, sowie den Twitter-Kanal zur Vernetzung der Protestaktionen:

  • „#Parotransporte“ externer Link ist der Twitter-Kanal, auf dem über Aktionen und Repression berichtet wird, sowie neue Verabredungen getroffen werden