US-Polizei greift Karawane an, die mexikanische Polizei auch: Derweil Verbände der Hausangestellten die Solidarität organisieren

„Migrationskarawane“ von Honduras durch Guatemala nach Mexico und in die USAMehrere hundert Migranten haben am Sonntag versucht, von Mexiko aus über die Grenze in die USA zu gelangen. US-Grenzschutzbeamte feuerten mit Tränengas auf die anstürmende Menge, berichten mehrere Medien, darunter die Nachrichtenagentur AP. Die Migranten zogen aus Tijuana an die Grenzposten von Chaparral und San Ysidro. Die mexikanische Polizei soll vergeblich versucht haben, sie zu stoppen. Rund 50 Migranten kletterten auf einen Blechwall, der noch auf mexikanischem Gebiet vor der US-Grenzmauer steht. Die US-Behörden schlossen den Grenzübergang, US-Hubschrauber überflogen die Grenze. In der mexikanischen Grenzstadt Tijuana werden in einem Stadion derzeit mehr als 4700 mittelamerikanische Migranten beherbergt. Sie stammen größtenteils aus Honduras, El Salvador und Guatemala – und hoffen auf Asyl in den USA…“ – aus der Meldung „US-Grenzschutz stoppt Migranten mit Tränengas“ am 25. November 2018 in der SZ online externer Link über die Entwicklungen an der Grenze zwischen Mexiko und den USA am gestrigen Sonntag. Siehe dazu zwei weitere aktuelle Beiträge, einen Hintergrundbeitrag und den Hinweis auf unseren bisher letzten Bericht zu den Karawanen:

  • „Apoyando las personas migrantes de Centroamerica, y condenando la militarización fronteriza del gobierno de EE. UU“ am 21. November 2019 bei der FITH externer Link ist eine Entschließung des 2. Kongresses der Internationalen Föderation der Vereinigungen der Hausangestellten zur Unterstützung der Karawanen der MigrantInnen aus mittelamerikanischen Ländern und zur Kritik an der Haltung vor allem der Regierung der USA. Von den 69 Mitgliedsverbänden der Föderation in 55 Ländern, sind auch eine ganze Reihe in den betreffenden Ländern und in Mexiko aktiv. Verschiedensten Berichten zufolge haben sie oftmals intensiv an der Organisierung praktischer Solidarität mit den Karawanen gearbeitet – angesichts der vielfach den Karawanenmitgliedern ähnlichen persönlichen oder familiären Geschichten gerade der Hausangestellten keine Überraschung.
  • „Fleeing extreme violence in Central America“ bei MSF ist eine laufende Untersuchung externer Link der Ärzte ohne Grenzen über die Ursachen und Verläufe der Karawanen aus Mittelamerika. Darin werden nicht nur Erhebungen etwa über Fluchtgründe und entsprechende psychische Belastungen durch Gewaltregime veröffentlicht, sondern auch entsprechende Erfahrungen im Verlauf der Karawanen berichtet. So etwa, dass 31% aller beteiligten Frauen im Zuge des Marsches von verschiedensten Seiten sexuelle Belästigungen erfahren mussten.