“Goldene Morgenröte” – und mehr: Faschistischer Aufschwung in Griechenland

goldene morgenroeteDie Gruppe Combat 18 Hellas ist Teil eines internationalen Verbunds Gleichgesinnter. Die Zahl 18 steht als Symbol für die Initialen des Idols der Mitglieder, Adolf Hitler. Die Festgenommenen werden mit einem vor wenigen Tagen, am 25. Februar erfolgten Anschlag auf das linke Kulturzentrum “Favela” in Piräus in Verbindung gebracht. Dabei wurden fünf von sechs dort befindlichen Personen teilweise schwer verletzt. Interessant ist, dass die Verletzten angaben, die Gruppe hätte “Blut, Ehre, Goldene Morgenröte” skandiert. Die ebenfalls dem rechtsradikalen Lager zugeordnete, im Parlament vertretene Goldene Morgenröte dementierte jedoch noch am Abend des Überfalls der “Favela” über ihren Vorsitzenden, den Generalsekretär und Gründer Nikolaos Michaloliakos jegliche Beteiligung. (…) Eines der Opfer der Attacke auf die “Favela” war eine Rechtsanwältin der Nebenklage im Prozess, Eleftheria Tobatzoglou. Sie war Monate zuvor vor dem Gerichtsgebäude des Berufungsgerichts, an der dortigen Haltestelle im Bus von Anhängern der Goldenen Morgenröte tätlich angegriffen und verletzt worden. In sozialen Netzwerken wurde eine gewisse Affinität von Anhängern der Goldenen Morgenröte zu den öffentlich aus ihrer Gesinnung keinen Hehl machenden Fans von Combat 18 beobachtet worden. (…) Außer Vandalismus jüdischer Gräber hatten sie zudem das Denkmal des im September 2013 von Anhängern der Goldenen Morgenröte umgebrachten Rappers Pavlos Fyssas verwüstet und sich auch dazu bekannt. Der Mord an Fyssas war der Stein des Anstoßes, welcher die griechische Justiz zum bis heute andauernden Prozess gegen die Parlamentspartei wegen “Bildung einer kriminellen Vereinigung”, Mord, fremdenfeindlichen Anschlägen und weiteren Vergehen bewegte“ – aus dem Beitrag „Rechtsradikalismus in Griechenland“ von Wassilis Aswestopoulos am 08. März 2018 bei telepolis externer Link, worin ein aktueller Überblick über das Wirken rechtsradikaler Kräfte in Griechenland gegeben wird. Siehe dazu auch den Verweis auf unseren bisher letzten Beitrag zum Thema Aufschwung des Faschismus im Zuge nationalistischer Mobilisierung