Griechische RentnerInnen protestieren und bekommen zur Antwort: Knüppel und Tränengas

Rentnerdemo Athen 3.10.2016 - ein Polizeibus...Grund genug zu Protestdemonstrationen haben die Rentnerinnen und Rentner Griechenlands allemal. Was sie am 3. Oktober – wieder einmal – in Athen zu Hunderten getan haben. Wo sie zum Sitz des Premierministers ziehen wollten. Dies wurde qua massiver Repression unterbunden – selbst vor dem Einsatz von Tränengas gegen die älteren Leute scheute die Polizei nicht zurück. Der Bericht „Greek police fires teargas at elderly protesters“ am 03. Oktober 2016 bei Keep Talking Greece externer Link ist mit zahlreichen Fotos und Videos versehen, die deutlich machen, wie massiv das Vorgehen der Polizei war – und er informiert auch über die Stellungnahme der Regierung, die das Vorgehen der Polizei bedauerte. Siehe dazu drei weitere aktuelle Beiträge und einen zur Entwicklung der Rentenkassen 2016:

  • „Griechenlands Rentenkassen droht Explosion“ am 29. September 2016 im Griechenlandblog externer Link ist eine aktuelle Bestandsaufnahme der griechischen Rentenkassen, in der es unter anderem heißt: „Vermag der OAEE alle seine Bedürfnisse für die letzten vier Monate des Jahres 2016 mit den 120 Mio. Euro zu decken, die aus dem anfänglichen Posten des Haushaltsplans verbleiben? Offensichtlich nicht. Aufzeigend ist außerdem, dass im vergangenen Jahr anfänglich ebenfalls 834 Mio. Euro – also sie viel wie auch in diesem Jahr – vorgesehen worden waren, die Messlatte zunächst auf 954 Mio. Euro stieg, die Kasse jedoch schließlich 1,004 Mrd. Euro benötigte um ihre Bedürfnisse zu decken. Sichtbar ist das Problem auch bei der IKA, die 74% der anfänglich für sie vorgesehenen Mittel verbraucht hat und damit bereits 1,640 Mrd. Euro aus dem staatlichen Haushalt erhielt. Was dies bedeutet? Dass die Kasse von den ungefähr 205 Mio. Euro, die sie jeden Monat benötigte, auf 145 Mio. Euro „fallen“ muss – was wohl unmöglich ist