Deutsche Weihnacht in Griechenland: Rentner kriegen 0, Erwerbslose kriegen nix…

Rentnerdemo Athen 3.10.2016 - ein Polizeibus...Die neuen Daten der Nationalen Statistikbehörde (ELSTAT) und des Instituts für Arbeit (INE) der GSEE über die Arbeitslosigkeit in Griechenland sind schockierend: Die Langzeitarbeitslosen, also alle, die 12 Monate oder länger nach Arbeit suchen, stellen 73,8% der Arbeitslosen dar. Weiter erhalten nur 10% der Arbeitslosen Arbeitslosengeld von dem OAED, während die „erweiterte“ Leistung von 200 Euro im Monat gerade einmal 1,5% der Gesamtheit der Langzeitarbeitslosen erhalten.Wie die griechische Zeitung „Ta Nea“ berichtete, in der die erschütternden Angaben präsentiert wurden, befinden sich in Griechenland neun von zehn Arbeitslosen buchstäblich am Rand der Gesellschaft und erhalten von dem OAED (= das griechische Pendant zur deutschen Bundesagentur für Arbeit) absolut keinerlei Unterstützung, also weder Arbeitslosengeld noch in Form einer bezuschussten Beschäftigung. Nur 10% der Arbeitslosen erhalten ein „reguläres“ Arbeitslosengeld von dem OAED, während die sogenannte erweiterte Beihilfe (sprich eine Beihilfe nach Auslaufen des gesetzlichen Anspruchs auf Arbeitslosengeld) in Höhe von 200 Euro im Monat gerade einmal 1,5% der Gesamtheit der Langzeitarbeitslosen erhalten“ – so beginnt der Beitrag „90 Prozent der Arbeitslosen in Griechenland ohne Hilfe“ am 20. Dezember 2016 beim Griechenlandblog externer Link, worin auch noch detaillierte Informationen über besonders betroffene Teile der Bevölkerung gegeben werden, wie etwa, dass die Erwerbslosenquote bei den 14 bis 24-jährigen offiziell bei 46,9 Prozent liegt. Siehe dazu auch einen Beitrag über die Situation der Rentner – und den Verweis auf unseres Dossier über die Attacken des Herrn Schäuble wegen Sonderzahlungen an RentnerInnen:

  • “Zu Weihnachten für dumm verkauft“ am 20. Dezember 2016 in der jungen welt externer Link ist ein Beitrag, der sowohl über die Situation der Erwerbslosen, als auch über die der RentnerInnen berichtet, inklusive der jüngsten Demonstration in Athen, zu der es abschließend heißt: „Bei den mehreren tausend Rentnern, die am Donnerstag in Athen gegen die Regierungspolitik demonstrierten, hat Tsipras dagegen keinen Kredit mehr. »Wir leben in Elend und werden es nicht hinnehmen, noch einmal für dumm verkauft zu werden«, sagte der 75jährige Stravros Bokias dem Reporter der Nachrichtenagentur Reuters. Die Pensionäre forderten die Rücknahme der in den vergangenen Jahren durch die Syriza-Regierung vorgenommenen Kürzungen